Zweifel am MSC-Label für nachhaltigen Fischfang

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Immer wieder kommen Zweifel an bestimmten Bio- und Nachhaltigkeitssiegeln auf. Aktuell geht es um die Zertifizierung für nachhaltigen Fischfang durch das Marine Stewardship Council (MSC). Wie aussagekräftig ist das MSC-Label tatsächlich?

Autor Frank Wichert, 25.02.13

Immer wieder kommen Zweifel an bestimmten Bio- und Nachhaltigkeitssiegeln auf. Aktuell geht es um die Zertifizierung für nachhaltigen Fischfang durch das Marine Stewardship Council (MSC). Wie aussagekräftig ist das MSC-Label tatsächlich?

Auf immer mehr Fischpackungen ist das MSC-Logo zu sehen. Es verspricht dem Verbraucher, dass nachhaltige Fangmethoden angewendet wurden. Kann man sich darauf verlassen oder ist es nur eine Hilfe zum Greenwashing der entsprechenden Firmen? Der US-Hörfunksenderverbund NPR setzt sich in einer dreiteiligen Beitragsserie mit eben dieser Frage auseinander.

Die ausführlichen, kritischen Sendungen zum MSC-Label für sustainable seafood sind online abrufbar. Außerdem hat MSC eine schriftliche Stellungnahme abgegeben.

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Mitgefangen, mitgehangen – Beifang und Rückwurf in der Fischerei

Ungefähr die Hälfte der in der Nordsee gefangenen Fische kommen als Rückwurf zurück ins Meer. Die Überlebenschancen dieser Tiere sind begrenzt. Auch in anderen Gewässern ist diese Praxis üblich. Millionen Tonnen von Fisch werden weltweit auf diese Weise jährlich zu Abfall.

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Fischbestände schützen!

Um die Fischbestände ist es schlecht bestellt: Die weltweite Nachfrage nach Fisch ist in den vergangenen Jahren explodiert, während die Fischbestände in den Weltmeeren dramatisch weiter schrumpfen. Über 80 Prozent der Bestände gelten nach Schätzungen der FAO trotz internationaler Regelungen und Fangquoten als überfischt. Welcher Fisch darf denn überhaupt noch auf den Tisch?