Was macht der Castor jetzt eigentlich?

Das Castor-Thema hat sich ja jetzt gelegt und hier im Blog gab es auch schon Hausaufgaben für danach. Ich komme trotzdem nochmal darauf, um zwei Linktipps durchzugeben.

Autor David Pachali, 14.11.10

Das Castor-Thema hat sich ja jetzt gelegt und hier im Blog gab es auch schon Hausaufgaben für danach. Ich komme trotzdem nochmal darauf, um zwei Linktipps durchzugeben.

Vom Küchenradio-Podcast gibt’s eine sehr gelungene neue Folge. Philip Banse pirscht darin durch’s Wendland, folgt den Bässen des Atomkraft-Wegbassen-Bündnisses und trifft auf eine Gruppe Schotterer. Fast schon ein dokumentarisches Hörspiel. Anhören kann man das Ganze direkt auf der Seite oder via iTunes.


Dann gibt’s noch einen schon etwas älteren Text, der bei Twitter gerade wieder die Runde machte und auch nach zwei Jahren noch wirklich lesenswert ist: Die Legende vom Salzstock. Der Salzstock eine Legende? Den gibt es natürlich – nur nicht als Zwischenlager. Der Schriftsteller Andreas Maier war in Gorleben und dröselt die Konfusion von Zwischenlager, Endlager und Salzstock auf. Restlos klar war mir das bisher auch nicht:

„Ich reibe mir verwundert die Augen und sage: Moment, Axel, das bedeutet also, dass im Salzstock keine Castoren sind? Nein, sagt Axel noch mal, sie stehen überirdisch in der grünen Kühlhalle, nichts weiter. Es ist kein Castor im Salzstock. Es gibt zurzeit nicht einmal ein Verfahren, wie die Castoren in 30 Jahren geöffnet werden sollen, damit der Müll in die Pollux-Behälter wandert. … Ich sage: Das ist ein Witz! Er: Nein, das ist kein Witz.”

Um die Frage der Überschrift noch zu beantworten: der Castor steht in einer grünen Blechhalle in Gorleben und wartet, „ergebnisoffen”, so wie die Erkundungen im Salzbergwerk. Auf eine Idee, wo man ihn dann hinbringt – bzw. seinen Nachfolger, den Pollux. Und vielleicht auf eine vernünftige Energiepolitik.

allzweckjack-riots
©
Die kleine Politik

Was ist schöner, als in der Sonne zu sitzen und eine Tasse Kaffee zu trinken? Die Antwort: In der Sonne zu sitzen, eine Tasse Kaffee zu trinken und dabei die Welt zu verbessern. Den großen Unterschied macht die kleine Entscheidung für fair gehandelten Kaffee. Immer mehr Leute warten nicht mehr auf die Politik – sie verändern die Welt selbst.