Verlorenes Land wieder begrünen mit der waterboxx

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Desertifikation, die vom Menschen ausgelöste Wüstenbildung, ist eine der wichtigsten Ursachen für Hunger, Armut und Flucht. Sie entsteht durch Abholzung und Übernutzung fruchtbarer Böden, die dann nicht mehr genug Wasser speichern können und versanden. Ist die Erde erst einmal trocken und verkrustet, ist es extrem schwierig neue Pflanzen zu Wachsen zu bringen.

Autor Julian Furtkamp, 25.11.10

Desertifikation, die vom Menschen ausgelöste Wüstenbildung, ist eine der wichtigsten Ursachen für Hunger, Armut und Flucht. Sie entsteht durch Abholzung und Übernutzung fruchtbarer Böden, die dann nicht mehr genug Wasser speichern können und versanden. Ist die Erde erst einmal trocken und verkrustet, ist es extrem schwierig neue Pflanzen zu Wachsen zu bringen.

Während Bäume noch aufgrund ihrer langen Wurzeln tieferliegende feuchte Schichten erreichen können, sterben die meisten Jungpflanzen noch bevor ihre Wurzeln stark genug sind. Pieter Hoff hat die Groasis waterboxx erfunden, eine Art Eimer, der Wasser der wenigen aber starken Regenfälle und auch Kondensationswasser speichern und der Pflanze zuführen kann.

Nach zweijähriger Entwicklung daheim in Holland, verbesserte er das System weiter vier Jahre in der Sahara. Die waterboxx hat inzwischen eine Erfolgsquote von 88% überlebender Pflanzen und wurde ganz zurecht von Popular Science als Gewinner von Best of What’s New in der Sparte Green Tech ausgezeichnet. Aber die Box wird auch noch weiterentwickelt: Ziel ist es, eine kompostierbare Version zu designen, die die Pflanze auch noch nähren kann.

Hunger

Weltweit haben ca. 842 Millionen Menschen (Stand 2013) nicht genug zu essen und leiden deswegen chronisch an Hunger. Das ist mehr als die Bevölkerung der USA, Kanada und der EU zusammen. Hunger ist aber kein Problem des Angebots. Rein rechnerisch wäre genug Nahrung vorhanden, um die Weltbevölkerung von 6,7 Milliarden Menschen angemessen zu ernähren. Was sind also die Ursachen dafür, dass Menschen an Hunger leiden?