Urlaub in der Natur: Und wo kommt der Strom her?

Der PowerTrekk 2.0 lädt Handys, Kameras und Tablets mit Wasser (Screenshot)

Ob Wanderkarte oder Wildnisreiseführer – nur noch selten holen wir unsere Begleiter für den Abenteuer-Urlaub aus dem Buchladen von nebenan. Viel bequemer bereisen wir die unberührte Natur mit Apps und GPS-Navigation. Doch Smartphone- und Tablet-Akkus wollen geladen werden. Wie praktisch, dass es dafür jetzt ein paar Taschen-Kraftwerke gibt.

Autor Laura Holzäpfel, 08.07.14

Für die Festival- und Urlaubssaison gibt es zur Zeit gleich zwei Neuheiten, die durch Umweltfreundlichkeit und Innovation besonders auffallen und dabei einen eigenen kleinen Teil zur Energiewende beitragen.

Laden mit Wasser

Passenderweise kommt die Idee zu einem Ladegerät, welches nur mit einem Schluck Wasser betrieben wird aus Schweden. Dort gibt es viel wilde Natur und noch mehr Wasser. Die Firma myFC (my fuel cell) hat deshalb ein Ladegerät entwickelt, welches sich allein mit ein wenig Wasser betreiben lässt. PowerTrekk2.0 nennt sich das neuste Modell und läd neben Smartphones nun auch Tablets und ist somit leistungsstärker als sein durchaus ebenso nützlicher Vorgänger.

Rein technisch funktioniert das Gerät mit Hilfe einer Brennstoffzelle, die aus dem im Wasser enthaltenen Wasserstoff Strom erzeugt. Dafür muss lediglich ein Brennstoff-Puck (Achtung: nicht immer beim Kauf dabei) und ein Schluck Wasser ins Gerät gespeist werden. Nicht viel größer als ein Handy, lässt sich das Ladegerät dann super im Rucksack transportieren und ist vor allem auch im Dunkeln einsetzbar. Ein kleiner Vorteil also gegenüber dem Changers Solar-Ladegerät aus Berlin.

Laden mit Bewegung

Wer seine Freizeit lieber tanzend auf Festivals verbringt oder gerne wandert, für den kommt das Go Kin Pack gerade recht. Hier wird die Energie mittels Bewegung übertragen. Einfach zwei Schnüre an Beinen und Knöcheln anbringen und jeder Schritt macht Watt. Angeblich sollen die Kabel unter der Hose auch nicht stören. Das Kickstarter-Projekt verspricht eine Auslieferung allerdings erst Ende November 2014.

Für beide Öko-Gadgets muss man mit ca. 200 € schon ein bisschen tiefer in die Tasche greifen. Da lohnt sich die Überlegung, ob der Urlaub in der Natur nicht vielleicht auch ohne technischen Support eine feine Sache wäre.

Smart Metering – Die Zukunft des Energiesparens

Wenn wir ein Gefühl dafür entwickeln, wie viel Energie wir wann und wo verbrauchen, können wir Energiefresser in unseren vier Wänden aufspüren, unser Verbrauchsverhalten optimieren und Energie und Kosten sparen, so die Hoffnung. Möglich machen sollen das intelligente Stromzähler, die sogenannten „Smart Meter“.