Urbane Mobilität: Was bewegt uns morgen?

Traffic lights

Ein interessantes Thema der kürzlich besuchten Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung war die urbane Mobilität der Zukunft. Die Teilnehmer tauschten sich über Verkehrsflatrates, die Rolle des Fahrrads und einiges mehr aus.

Autor Frank Wichert, 02.07.12

Ein interessantes Thema der kürzlich besuchten Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung war die urbane Mobilität der Zukunft. Die Teilnehmer tauschten sich über Verkehrsflatrates, die Rolle des Fahrrads und einiges mehr aus.

Was bewegt uns morgen? So lautete die Leitfrage des Forums zur Zukunft der städtischen Mobilität. Gegenstand dieser Diskussionsrunde waren Überlegungen, wie der Verkehr in Zukunft aussehen kann, wenn Komfort und Nachhaltigkeit gleichzeitig zu berücksichtigen sind.

Gerade in den Flächenbundestaaten ist, so Anja Carolin Hofmann, Teilnehmerin des Dialogs Zukunft Vision 2050 des Rates für Nachhaltige Entwicklung, ein attraktives Angebot mit öffentlichen Verkehrsmitteln eine Herausforderung. Berlin hat zweifelsfrei und trotz aller Pannen ein gut funktionierendes Nahverkehrsnetz. Die Vorstandsvorsitzende der Berliner Verkehrsbetriebe, Frau Dr. Nikutta, sprach deshalb auch von der BVG als Rückgrat des städtischen Verkehrs. Denn jeder mag sich einmal vorstellen, was verkehrstechnisch ohne Bus und Bahn passieren würde.
Eine Vernetzung von Fahrradverleih und Carsharing kann ferner als Ersatz für den PKW dienen. Problematisch und im Hinblick auf Nachhaltigkeit ebenfalls zu erwähnen ist aus ihrer Sicht der Vandalismus in den Verkehrsmitteln des ÖPNV. Daran knüpft sich die grundlegende Überlegung an, wie die Leistungen des innerstädtischen Nahverkehrs finanziert werden sollen. Nachhaltig heißt hier auch, das aktuelle Niveau des Angebotes zu halten.

Stadtentwicklung und Verkehr sind eng miteinander verzahnte Bereiche. In Freiburg versucht  Bürgermeister Haag sich für eine Stadtentwicklung mit Schwerpunkt ÖPNV einzusetzen. Darüber hinaus bietet das Fahrrad individuelle Mobilität. Bei all diesen Betrachtungen ist die Lebensqualität in der Stadt eine entscheidende Größe. Auch zu Fuß sollte man in den Straßen gerne unterwegs sein.  Eine mögliche Maßnahme für mehr nachhaltige Verkehrsformen in der Stadt ist die Umwandlung von Straßen in Fahrradstraßen. Fußgänger und Radfahrer sollen, so Haag, wieder mehr Anteil am Stadtverkehr bekommen.
Erfreulich sei ferner, dass viele derjenigen, die vor 20 Jahren aufs Land gezogen sind, wieder zurück in die Stadt ziehen, weil einige Städte hinsichtlich Lärm und Abgasbelastung attraktiver geworden sind. Diesen Trend sollte man unterstützen.

Umweltschonende Mobilitätsvarianten wie E-Mobilität  sind vielen zu teuer, betonte Professor Knie, Geschäftsführer des Innovationszentrums für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel. Die hohen Anteile an Fahrradfahrern sind eben nur in manchen Städten vorhanden. Der Fahrradanteil im Ruhrgebiet sei kaum messbar.
Problematisch seien zudem die regelmäßigen Pendlerströme, weil viele die Vorzüge der Stadt und die Annehmlichkeiten der Natur im Umland miteinander verbinden wollten. In Zukunft werde man sich stäker entscheiden müssen. Um das Verkehrsangebot in der Stadt für die Nutzer ansprechender und praktikabler zu gestalten, wären Flatrates für den Verkehr wünschenswert, die verschiedenste Verkehrsmittel beinhalten.

Eine der Fragen, die gegen Ende im Raum standen und die sicher auch für andere Themenfelder der Nachhaltigkeit anwendbar ist, war: Wie wollen wir in Zukunft leben?

Car- und Bikesharing – Mobilität „to go“

Das Auto für ab und zu ist eine verkehrsentlastende und klimaschonende Mobilitätsalternative. Es eignet sich für alle, die nicht täglich auf ein Auto angewiesen sind. Mittlerweile gibt es verschiedene Modelle. Wir stellen sie vor.