SolarWorld AG darf im Osterzgebirge nach Lithium suchen

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Der deutsche Solartechnologiekonzern Solar World hat die Genehmigung zur Lithiumerkundung in Sachsen erhalten. Lithium ist das leichteste Metall der Erde und soll in Zukunft das immer knapper werdende Öl ablösen. Es ist der Rohstoff für die Solarspeicher und Elektroautoakkus von morgen.

Autor*in Uta Mühleis, 20.03.11

Der deutsche Solartechnologiekonzern Solar World hat die Genehmigung zur Lithiumerkundung in Sachsen erhalten. Lithium ist das leichteste Metall der Erde und soll in Zukunft das immer knapper werdende Öl ablösen. Es ist der Rohstoff für die Solarspeicher und Elektroautoakkus von morgen.

Hier die Pressemitteilung der Solar World AG zur offizielle Genehmigung des sächsischen Wirtschaftsministeriums:

Die SolarWorld AG darf in Deutschland nach Lithium suchen. Die offizielle Genehmigungsurkunde überreichte der sächsische Wirtschaftsminister Sven Morlok an den Vorstandsvorsitzenden der SolarWorld AG, Dr.-Ing. E.h. Frank Asbeck, heute in Altenberg-Zinnwald an der deutsch-tschechischen Grenze. Damit kann der Solartechnologiekonzern die Erkundung des Rohstoffs, der vor allem für moderne Batterien zur Speicherung von Solarstrom benötigt wird, im Osterzgebirge beginnen.

 „Sachsens Bergbau hat nicht nur eine lange zurückreichende Tradition, sondern auch eine Zukunft. Mit der weltweit steigenden Nachfrage nach Rohstoffen werden unsere heimischen Ressourcen wieder lukrativ. Wenn Sachsens Schätze gehoben werden, profitieren alle davon, denn das bringt Wirtschaftwachstum und Arbeitsplätze“, sagte Minister Morlok. „Deshalb wünsche ich der SolarWorld viel Glück bei der Suche nach Lithium.“

SolarWorld erwartet eine steigende Nachfrage nach Lithium. Der deutsche Solartechnologiekonzern wird zusammen mit der Technischen Universität Bergakademie Freiberg (TUBAF) die Lagerstätte innerhalb der nächsten Monate erkunden. Die TUBAF befasst sich als Ressourcen-Universität mit den Reichweiten seltener Bodenschätze und erforscht neue Technologien für Lithium-Ionen-Batterien.

„Mit der Genehmigung zur Lithiumerkundung im Osterzgebirge ist der erste Schritt getan, den Rohstoff für die Solarspeicher von morgen zu sichern“, erklärt Dr.-Ing. E.h. Frank Asbeck. „Wir erweitern gewissermaßen die solare Wertschöpfung in Deutschland, denn in Lithiumbatterien speichern Endverbraucher zukünftig ihren hausgemachten, solaren Eigenstrom. Damit machen sie sich unabhängiger von den steigenden Preisen der Energieversorger.“

Der Antrag für die Aufsuchungsrechte für Lithium wurde zusammen mit der TUBAF am 24. November 2010 beim Sächsischen Oberbergamt gestellt. Die sächsischen Vorkommen rangieren unter den zehn größten Lithiumlagerstätten weltweit. Das Alkali-Metall Lithium kommt als Anode in wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz, die für Elektroautos, Laptops und Solarbatterien benötigt werden.

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