Schildkröten-Eier bekommen Sensor: Projekt Turtle Sense

Für Babyschildkröten ist der Weg zum Meer erstmal sandig.

Ein Schildkröten-Leben beginnt beschwerlich: Frisch aus dem Ei gepellt müssen es die Schildkröten-Minis bereits ohne elterlichen Beistand vom Strand-Nest bis ins Meer schaffen. Das Projekt Turtle Sense will den Schildkröten jetzt Starthilfe geben.

Autor Laura Holzäpfel, 16.09.14

Alle Arten von Meeresschildkröten sind in ihren Beständen gefährdet und werden international geschützt. Dennoch verenden jährlich 250.000 von ihnen allein als ungewollter Beifang in Fischernetzen (Quelle:WWF). Jagd und Meeresverschmutzung tun ihr übriges, die Bestände zu dezimieren. Jährlich kommen daher hunderte Helfer zusammen, die Schildkröten besonders in der heiklen Brutphase zu unterstützen. Wann die Eier schlüpfen ist dabei allerdings unklar. An den Stränden bedeutet das oft wochenlange Sperrungen. Mit dem Projekt Turtle Sense soll dies der Vergangenheit angehören. Turtle Sense will dabei mit Hilfe eines Sensors den Schlüpf-Zeitpunkt auf einen bis drei Tage genau bestimmen.

Mit einer einfachen Technologie ausgestattet wird dieser Sensor dann in der Nähe der Eier positioniert. Dieser misst Temperatur und Aktivität innerhalb der Eier und sendet bei erhöhter Bewegung ein Signal an die Basis-Station, beispielweise ein Handy. Das Projekt Turtle Sense ist dabei ein Gewinn für alle Beteiligten: Touristen und Fischer könnten weiterhin die Strände nutzen, während Helfer den Schutz der Nester übernehmen und den Schlupf der Babyschildkröten dann punktgenau mitbekommen. So finden die Kleinen dann sicher und ohne Störungen in ihren natürlichen Lebensraum.

Wie dieses Projekt funktioniert und wie aus einem Sensor ein Schildkröten-Ei wird zeigt der Film:

Millionen von Arten erhält, zeigt unser RESET-Artikel Säuberung der Meere scheint machbar!

Mit von der Partie bei Turtle Sense sind übrigens das Ocean Center, Nerds Without Borders und der National Park Service. Wer auch bei dem Projekt dabei sein will, klickt Turtle Sense: Cell Phones for Sea Turtles!

42-flussbild
©
Sensor im Fluss: Bakterien messen Wasserqualität

Sauberes Wasser ist einer der entscheidenden Faktoren gesunden Lebens. Dabei sind Seen und Flüsse in vielen Ländern oft die einzige Wasserquelle. Wie es um die Wasserqualität derer bestellt ist, wird  auf Grund des Aufwands selten gemessen. Jetzt kommt aus Großbritannien ein Sensor, der die Wasserqualität mit Hilfe von Bakterien vor Ort ermittelt und dabei kostengünstig ist.

Säuberung der Meere scheint machbar

Ein junger Holländer versucht gerade Spenden in Höhe von zwei Millionen Dollar einzusammeln, um die Weltmeere vom Plastikmüll zu befreien – eine simple Idee, die anfangs kritisiert wurde und nun doch realisierbar scheint. 

Plastic Ocean – Plastikinseln im Meer

Täglich produzieren wir gewaltige Mengen an Müll, ein großer Teil davon besteht aus Plastik. Dieses sehr langlebige Material landet in unseren Meeren und sammelt sich dort zu Plastikinseln von enormen Ausmaßen. Das ist nicht folgenlos für unsere Ozeane und seine Bewohner.