RESET-Spezial: Flüchtlingshilfe 2.0 – Wie kann Flüchtlingshilfe im digitalen Zeitalter aussehen?

Quelle: International Committee of the Red Cross

Wie sieht Flüchtlingshilfe im digitalen Zeitalter aus? Für unser RESET-Spezial haben wir digitale Tools und Initiativen ausfindig gemacht, die positive Impulse setzen, einen Austausch anregen und zeigen, wo jeder helfen kann.

Autor Laura Holzäpfel, 06.04.15

Jeden Tag werden Menschen dazu gezwungen, aus ihren Häusern, Dörfern oder Ländern zu fliehen  – manche von ihnen kehren nie zurück. Die Gründe dafür sind vielfältig: Sie fliehen vor Krieg, Hunger, Ausbeutung, politischer Verfolgung – und immer öfter auch vor den Folgen des Klimawandels.

Laut Schätzungen des UNHCR sind derzeit 51 Mio. Menschen auf der Flucht, das sind rund 3% der Weltbevölkerung. So viele waren es seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr. Diese Angabe bezieht sich im Allgemeinen auf drei Gruppen von Menschen: Flüchtlinge (16,7 Mio.), Asylsuchende (1,1 Mio.) und Binnenvertriebene (33,3 Mio.) (Hier findet ihr eine kurze Begriffsklärung des UN-Flüchtlingskommissariats UNHCR) „Wir haben es hier nicht mit einer zunehmenden Tendenz zu tun, sondern mit einem echten Quantensprung“, sagt Antonio Guterres, der UNO-Flüchtlingskommissar. Manche von ihnen können früher oder später in ihr Heimatland zurückkehren. Andere wiederum verharren oft jahrelang in Flüchtlingscamps oder bezahlen dubiose Schlepper für lebensgefährliche Überfahrten in fremde Länder. Unter ihnen sind auch sog. Klimaflüchtlinge – Menschen, deren Heimatstaat im Meer zu versinken droht oder durch Naturkatastrophen unbewohnbar geworden ist. Sie alle brauchen vor allem eines: Unterstützung.

Vor allem sind natürlich langfristige politische Lösungen gefragt. Aber auch auf anderen Ebenen gibt es Ansätze, die positive Impulse setzen. Global engagieren sich bereits zahllose Organisationen und Projekte in der Flüchtlingshilfe. Viele von ihnen konzentrieren sich auf die Bereitstellung von Ersthilfemaßnahmen: Unterkünfte, Trinkwasser, Kleidung und medizinische Versorgung. Gleichzeitig werden Projekte und Initiativen immer wichtiger, die einen Fokus auf die Eingliederung von Asylbewerbern, Flüchtlingen und Zuwanderern haben und ein Umdenken der Gesellschaft anregen.

Das RESET-Spezial „Flüchtlingshilfe 2.0“ stellt in den nächsten Tagen Projekte vor, die insbesondere digitale Tools für die Flüchtlingsarbeit nutzen. Unter anderem das Projekt Freifunk, das Flüchtlingen einen freien Zugang ins Internet ermöglicht, die Plattform „Flüchtlinge willkommen“, die WG-Zimmer an Flüchtlinge vermittelt und Refunite, eine Webseite und Service, über den Flüchtlingsfamilien wieder zueinander finden können. Und wir sprechen darüber, wie die App Gherbtna syrischen Flüchtlingen in der Türkei helfen kann.

Alle Artikel zum Thema findet ihr hier: Flüchtlingshilfe 2.0.

Wer sich darüber hinaus ins Thema einlesen will: In unseren Artikeln zu Klimaflüchtlingen und Migration haben wir Hintergrundwissen für euch gesammelt.

RESET-Spezial: Flüchtlingshilfe 2.0 – freie Netze mit Freifunk

Laut Schätzungen des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) sind aktuell 51 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Sie sind Flüchtlinge, Asylsuchende oder Binnenvertriebene. Und durch die Krisenherde in der Welt werden es täglich mehr. Wir stellen die Frage: Wie kann Flüchtlingshilfe im digitalen Zeitalter aussehen? Das RESET-Spezial „Flüchtlingshilfe 2.0“ stellt in den nächsten Tagen Projekte vor, die digitale Tools für die Flüchtlingsarbeit nutzen. Heute: das Freifunk-Netzwerk.

RESET-Spezial: Flüchtlingshilfe 2.0 – das Alarmphone hilft Flüchtlingen in Seenot

Laut Schätzungen des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) sind aktuell 51 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Sie sind Flüchtlinge, Asylsuchende oder Binnenvertriebene. Und durch die Krisenherde in der Welt werden es täglich mehr. Wir stellen die Frage: Wie kann Flüchtlingshilfe im digitalen Zeitalter aussehen? Das RESET-Spezial „Flüchtlingshilfe 2.0“ stellt in den nächsten Tagen Projekte vor, die digitale Tools für die Flüchtlingsarbeit nutzen. Heute: Watch The Med im Interview - das Alarmphone für Flüchtlinge in Seenot.