RESET Podcast-Folge #11: Raus aus dem Klimakrisenmodus – Wie konstruktiver Journalismus neue Handlungsräume eröffnet

Symbolbild für die neue RESET Podcast-Folge
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Ist es schon Aktivismus, wenn Journalist:innen über Lösungen schreiben? Indra Jungblut (Redaktionsleitung RESET) im Gespräch mit Felix Austen (Perspective Daily) in Folge #11 von RESET Radio.

Autor*in Sarah-Indra Jungblut, 24.11.25

Bist du auch von Medienmüdigkeit betroffen? Dann bist du damit nicht allein. Im Gegenteil: Immer mehr Menschen treten den medialen Rückzug an oder denken zumindest darüber nach. Ein Grund ist mit Sicherheit die tatsächlich frustrierende Weltlage. Zumindest, wenn man auf ambitionierte Schritte beim Umwelt- und Klimaschutz oder eine wirklich nachhaltig gestaltete Digitalisierung hofft. Gute Ideen sind hier schwer zu finden – auch für uns, die es sich zur Aufgabe haben, diese zu beleuchten.

Dazu kommt unser Negativbias. Wir sind darauf gepolt, eher schlechte Nachrichten abzuspeichern. Und wir bekommen diese mehr als zu genüge. Nach wie vor ist in den gängigen Medien der Glaube verbreitet, dass sich im Wettstreit um Leser:innen vor allem aufmerksamkeitsheischende „bad News“ besonders gut verkaufen. Zu viel Konsum davon führt wiederum zu Medienmüdigkeit – womit sich der Kreis schließt.

Wenn dieser Kreislauf dazu führt, dass sich mehr und mehr Menschen aus aktuellen Diskursen zurückziehen, kann das durchaus negative Effekte auf Demokratien haben – vielleicht sehen wir genau das aktuell. Und wenn wir alle nur noch den Kopf in den Sand stecken wollen, wer engagiert sich dann eigentlich noch für gesellschaftlich-politische Themen?

Willkommen in der Welt des „Slow Journalismus“!

Porträt Felix Austen und Indra Jungblut. Felix Austen, Redakteur bei Perspectives Daily, und Indra Jungblut, Redaktionsleiterin bei RESET.

Konstruktiver Journalismus setzt genau hier an. „Was konstruktiven Journalismus auszeichnet, ist die Frage: Wie geht es weiter?,“ sagt Felix Austen von Perspective Daily. Und er bezeichnet diese Form der journalistischen Arbeit auch als Slow Journalism. Auch das, was wir bei RESET machen, ist damit ziemlich gut beschrieben. Wir fragen nicht nur, was das Problem ist. Sondern wir suchen Wege aus der Krise, Artikel für Artikel.

Aber warum haben wir eigentlich diesen Negativbias? Wie kann konstruktiver Journalismus medienmüde Menschen wieder inspirieren und aus dem Klimakrisenmodus holen? Und welche Verantwortung bring es mit sich, wenn Journalist:innen am Aktivismus-Nerv kitzeln?

In Folge #11 von RESET Radio spreche ich mit Felix über die Ethik des Umweltjournalismus – und die Macht guter Geschichten, die Wissen in Verständnis, Akzeptanz und Veränderungskraft verwandeln können. Gefördert wurde die Podcast-Folge von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) – wir sagen DANKE!

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