RESET empfiehlt: 5 Spendenprojekte mit großer Wirkung

Weihnachtszeit ist Spendenzeit! Wir empfehlen dir fünf gemeinnützige Organisationen, an die sich deine Spende lohnt.

Autor*in Kezia Rice:

Übersetzung Sarah-Indra Jungblut, 11.12.24

Du willst dich für eine bessere Welt engagieren und für einen guten Zweck spenden? Die RESET-Redaktion emfiehlt dir Spendenprojekte mit einem großen Hebel für soziale Gerechtigkeit und eine nachhaltige Digitalisierung!

Bei unseren Recherchen begegnen uns viele spannende Projekte, da ist die Auswahl nicht leicht. Aber hier sind sie: Unsere Lieblings-Projekte 2024!

#Ushahidi: Gemeinschaften verbinden und Krisen bekämpfen

Ushahidi
© Ushahidi

Lana O’Sullivan empfiehlt Ushahidi:

„Die Arbeit für RESET hat mir gezeigt, wie wichtig der Zugang zu zeitnahen, zuverlässigen Informationen ist, um globale Herausforderungen wie Naturkatastrophen, Gewalt bei Wahlen und Menschenrechtsverletzungen anzugehen. In vielen Teilen der Welt sind marginalisierte Gemeinschaften jedoch oft von Entscheidungsprozessen ausgeschlossen und haben keine Möglichkeit, sich Gehör zu verschaffen. Ushahidi leistet wichtige Arbeit, um diese Lücke zu schließen. Die Organisation bietet Open-Source-Lösungen, die es Gemeinschaften ermöglicht, wichtige Informationen in Echtzeit zu sammeln, auszutauschen und zu kartieren.

Zu ihren Aufgaben gehört die Nachverfolgung von Wiederaufbaumaßnahmen nach Katastrophen und die weltweite Überwachung von Wahlen auf Wahlbetrug –meiner Meinung nach einige der größten Probleme, mit denen wir konfrontiert sind.“

#Free Software Foundation: Für einen selbstbestimmten Umgang mit Software

Free Software Foundation
© Free Software Foundation

Indra Jungblut empfiehlt die Free Software Foundation:

„Für eine gerechte digitale Gesellschaft halte ich technologische Freiheit für wichtiger denn je. Freie Software gibt allen das Recht, Programme für jeden Zweck zu verwenden, zu verstehen, zu verbreiten und zu verbessern. Damit lässt sie sich auf die Bedürfnisse ihrer Nutzer:innen anpassen – anstatt an die Interessen der Werbetreibenden. Indem sie Vielfalt fördert, ist sie ein starker Gegenpol zu der Monopolisierung durch Big Tech. Und Freie-Software-Lizenzen verhindern Lock-in-Effekte, weil sie die Unabhängigkeit von einzelnen Anbietern stärken. 

Die Free Software Foundation setzt sich unermüdlich für die Einführung und Verbreitung freier Software ein und ist damit mein Lieblings-Spendenprojekt für 2024!“

#Hera Digital Health: Eine digitale Gesundheitsplattform für Geflüchtete

Hera Digital Health
© Hera Digital Health

Kezia Rice empfiehlt Hera Digital Health:

„Schwangeren Frauen wird empfohlen, sich vor der Geburt acht Mal untersuchen zu lassen. Flüchtlinge und Asylsuchende, für die der Zugang zur Gesundheitsversorgung nicht leicht ist, erhalten jedoch im Durchschnitt nur eine Untersuchung während ihrer Schwangerschaft. Hera Digital Health ist eine mobile App, die Geflüchtete mit Gesundheitsleistungen verbindet. Damit will die NGO nicht nur die Betreuung werdender Mütter verbessern, sondern bietet auch Impfungen für geflüchtete Kinder.

Diese Organisation, die mithilfe digitaler Technologien Leben rettet, indem sie präventive Gesundheitsversorgung anbietet, ist meine Spendenempfehlung für 2024.“

#The Green Web Foundation: Für ein fossilfreies Internet

Logo Green Web Foundation
© Green Web Foundation

Uta Mühleis empfiehlt die Green Web Foundation:

“Für eine nachhaltige Digitalisierung ist die Nutzung erneuerbarer Energien sowie der Einsatz quelloffener Lösungen von zentraler Bedeutung. Die Green Web Foundation setzt sich für ein fossilfreies Internet bis 2030 ein. Mit ihren frei verfügbaren Open-Source-Tools leistet die gemeinnützige Organisation einen aktiven Beitrag für die Verbesserung unserer digitalen CO2-Bilanz.

Bring auch du den Übergang zu einem umweltverträglichen Internet voran und unterstütze die Green Web Foundation mit deiner Spende.“

#Wir packen’s an: Smartphones für Menschen auf der Flucht

Smartphones für Menschen auf der Flucht.
© Wir packen’s an

Benjamin Lucks empfiehlt:

„Mein Spendenziel ist der Verein ‚Wir packen’s an‚, der Smartphones an Menschen auf Fluchtrouten verteilt. Handys dienen auf der Flucht zur Orientierung, ermöglichen den Kontakt zur Familie und zu anderen Flüchtenden. Vor allem bieten sie aber Schutz gegen Missbrauch und Gewalt an Grenzübergängen. Gerade deshalb werden Handys auf Fluchtrouten häufig mutwillig zerstört.

‚Wir packen’s an‘ benötigt daher neben einmaliger oder regelmäßiger finanzieller Unterstützung auch Smartphones. Und von denen hat fast jede:r noch ein paar in der Schublade liegen!“

Reset-Team

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Die Einführung der Schulungsprogramme von Kwale Tech Hub ist ein Meilenstein in den ländlichen Küstenregionen Kenias: Die Jugend kann damit an der wachsenden Tech-Wirtschaft des Landes teilhaben.

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© RESET
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Gibt es Möglichkeiten, wie Rechenzentren Gemeinden zu Gute kommen, anstatt ihnen zu schaden? In Rechenzentren in Gemeindebesitz steckt genau diese Chance – und sie könnten Bürger:innen Mitbestimmung über ihr digitales Leben geben.

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„Das neue Öl“: Wie Rechenzentren den Klimaschutz gefährden – und was wir dagegen tun können

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Du willst dich für eine nachhaltig-digitale Zukunft engagieren? Hier kommen unsere Empfehlungen!

Das "Mutter Erde Telefon" in Form eines einfachen, schwarzen Vintage-Telefons an der Wand
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Stell dir vor, Mutter Erde ist am Telefon …

... und du kannst ihr alle Fragen stellen, die dich interessieren. Das „Mutter Erde Telefon“ macht das möglich – vielleicht hast du unseren Planeten ja schon bald am anderen Ende der Leitung.

„Magische“ KI auf Kosten von Datenarbeit:innen im globalen Süden? Es regt sich Widerstand!

Ohne Datenarbeiter:innen gäbe es auch keine generative KI. Doch honoriert werden sie nicht – im Gegenteil. Aber: Ihre Stimmen werden lauter.

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Ist es schon Aktivismus, wenn Journalist:innen über Lösungen schreiben? Indra Jungblut (Redaktionsleitung RESET) im Gespräch mit Felix Austen (Perspective Daily) in Folge #11 von RESET Radio.