Schutz der Flussdelfine

Amazonas, WDCS

Problem

Der Fluss­delfin im Amazonas ist vom Aus­sterben bedroht. Durch die Zer­störung ihres Lebens­raums und mangelnde Auf­klärung der lokalen Be­völkerung drohen viele Tier­arten im Amazonas­gebiet für immer zu ver­schwinden.

Lösung

Ge­meinsam mit der lokalen Be­­völkerung werden das öko­­­logische Be­wusst­sein der An­­wohner ge­fördert und Schutz­­maß­nahmen durch­geführt. Wissen­­schaftliche Daten er­möglichen den lang­fristigen Schutz des Fluss­delfins.

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News

Jahrestag für ein denkwürdiges Ereignis …

Im Frühling 2002 konnte mithilfe zahlreicher Helfer aus Puerto Nariño ein Seekuh-Männchen im Tarapoto-See im kolumbianischen Amazonas frei gelassen werden. „Airuwe“, so sein Name, hatte sich vier Jahre zuvor in einem Netz verfangen, war von Fischern verletzt und anschließend zu Sarita Kendall, der Gründerin von Natütama, gebracht worden. Weiterlesen

Mehr Manatees und Delfine - Natütama Report 2011

Ein Großteil der Bildungsarbeit von Natütama findet im Natütama-Zentrum statt. Bereits 6 Jahre gibt es diesen Ort, in dieser Zeit wurden mehr als 29.000 Besucher empfangen. Damit bewährt es sich als ein kraftvolles Lehr- und Ausstellungsangebot und ein effektiver Weg, um das Bewusstsein für den Erhalt der Natur und der Tiere zu schärfen. Weiterlesen

Umweltbildung mit Delfin- und Seekuhpuppen

In den letzten sechs Monaten haben Natütama-Umweltpädagogen und von Natütama ausgebildete Fischer Orte im Grenzgebiet besucht und ihre Botschaft zum Schutz des Lebens am und im Amazonas in brasilianische, peruanische und kolumbianische Gemeinden entlang des großen Stroms getragen. Weiterlesen

Projekt zum Schutz der Amazonas-Flussdelfine

Die zwei wesentlichen Stoßrichtungen des Projektes sind der Schutz der Flussbewohner wie Flussdelfine, Manatees und Flussschildkröten  und die Sensibilisierung und Aufklärung der lokalen Bevölkerung.  Angestrebte Entwicklungen in der Projektregion Weiterlesen

Projektbeschreibung

Flussdelfine und andere im Amazonas lebende Tierarten sind vielfältig bedroht. Überleben können diese Amazonasbewohner nur, wenn ihr Lebensraum vor Zerstörung bewahrt wird. Die Organisation WDCS will gemeinsam mit der indigenen Bevölkerung einen umfassenden Schutz für die Flussdelfine und weitere aquatische Arten erreichen.

Die zwei wesentlichen Stoßrichtungen des Projektes sind der Schutz der Flussbewohner wie Flussdelfine, Manatees und Flussschildkröten und die Sensibilisierung und Aufklärung der lokalen Bevölkerung.  



Angestrebte Entwicklungen in der Projektregion

• Reduzierung tödlicher Gefahren für Wildtiere am und im Wasser, z.B. durch Konflikte mit Fischern: Diese Bemühungen sollen auf die Nachbarländer ausgedehnt werden, um die Erholung gefährdeter Flussdelfine und Seekühe in einer ausreichend großen Region sicherstellen zu können.

• Sammlung wissenschaftlicher Daten über Verbreitung, Todesrate und Lebensraumnutzung von Flussdelfinen, Seekühen, Schildkröten, Reihern, Faultieren etc., um Gemeinden, Entscheidungsträger und Politiker, Regierungen und Wissenschaftler informieren zu können. Daneben dienen die Daten der zukünftigen Entwicklung und Evaluierung von Schutzstrategien mit Gemeinden, Wissenschaft und Politik.

• Förderung eines lokalen Verantwortungsbewusstseins, das bei Kindern und Jugendlichen, Lehrern und Ausbildern durch Umweltbildungsaktivitäten angeregt wird.

• Bewahrung des traditionellen Wissens über Flora und Fauna gemeinsam mit der indigenen Bevölkerung durch regelmäßige Veranstaltungen und zusammen gestaltete Bildungsmaterialien, die eine Balance zwischen Tradition, Moderne und Wissenschaft darstellen sollen: Zukünftige Gemeindevorstände sollen sich der Vielfalt und des Reichtums bewusst werden, um natürliche Ressourcen langfristig schützen zu können.

• Förderung der Unabhängigkeit von Fischern und Ausbildern, um eine Kultur des Naturschutzes bei den lokalen Gemeinden und Besuchern zu etablieren.

• Förderung des Aktionsplanes für südamerikanischen Flussdelfine 2010-2020 und Einbindung von Entscheidungsträgern, Universitäten, Regierungsbehörden und Nicht-Regierungsorganisationen, zunächst v.a. in Brasilien.

Das Projekt pflegt einem sensiblen Umgang mit den vorhandenen kulturellen Werten und ermächtigt die lokale Bevölkerung, durch Aufklärung und Bewusstseinsbildung Probleme eigenständig lösen zu können. Dieser Ansatz hat Modellcharakter für die gesamte Region, um in allen Ländern entlang des Amazonas sichere Lebensräume für Flussdelfine und andere aquatische Arten zu schaffen.

Die Aktivitäten im Amazonas-Raum werden durch die regionale, nationale und internationale Öffentlichkeits- und Lobbyingarbeit der WDC begleitet, um einen umfassenden Schutz für Flussdelfine zu erreichen.

Die Organisation WDC (Whale and Dolphin Conservation)

WDC verfolgt das Ziel, alle Gefahren für Wale und Delfine endgültig zu beseitigen, ein Bewusstsein für die Meer- und Flussbewohner in der Öffentlichkeit zu schaffen und für ihren Schutz in ihren natürlichen Lebensräumen zu werben.

 Die WDC ist Partner des regionalen Schutzabkommens für Wale und Delfine im Mittelmeer und Schwarzen Meer (ACCOBAMS), der Konvention für den Schutz wandernder Tierarten (Bonner Konvention/CMS) und Mitglied des Species Survival Network (SSN).

Vor Ort arbeitet WDC mit der in Porto Nariño/Kolumbien beheimateten Organisation Natütama (bedeutet übersetzt „Alles unter dem Wasser“) zusammen. Natütama ist seit fast einem Jahrzehnt in der Region sehr erfolgreich aktiv. Dank der bereits für Natütama tätigen indigenen Fischer und Anleiter/Pädagogen genießt die Organisation hohes Ansehen und ist in der Region gut verankert.

 Das erfahrene Projektteam besteht aus Feldforschern, Naturschützern und indigenen Einwohnern, die sich dem Schutz des Amazonas-Lebensraumes verpflichtet haben. Die Aktivitäten in den Gemeinden werden von einem Team von mehr als 20 indigenen Pädagogen und Fischern durchgeführt.



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