Project Sunroof: Die Kartierung des Sonnenscheins

Platz ist auf der kleinsten Hütte

Das Project Sunroof will in den USA mit Satellitenbildern ermitteln, wo die besten Standorte für potentielle Solaranlagen auf Dächern sind. Obendrauf rechnet es gleich noch die Stromkostenersparnis für interessierte Dachbesitzer aus.

Autor Silvana Steiniger, 28.08.15

Oft schwappen Ideen aus den USA nach Europa und werden hier aufgegriffen. Diesmal lief es andersherum. In Deutschland, wo Solaranlagen auf den Dächern mittlerweile zum Orts- bzw. Stadtbild gehören, sind Solarkataster relativ gebräuchlich. In den Staaten jedoch nicht, da dort die Verbreitung von Solartechnik auf Dächern oft noch eine Nischenerscheinung ist.

Project Sunroof will das ändern. Zuerst in Fresno CA, Greater Boston MA und San Francisco Bay Area. Danach sollen weitere Städte folgen. Entstanden ist das Projekt aus Googles 20-Prozent-Zeitkonzept. Mitarbeiter können damit 20 Prozent ihrer Arbeitszeit eigenen Projekten widmen. Daher ist das Projekt auch intensiv mit den Daten, die Google zur Verfügung stellt, verknüpft.

Anhand von Satellitenbildern und anderen Informationen, die von Google-Datenbanken abgerufen werden, werden Sonnenscheindauer, Dachneigung, Flächengröße und Verschattung bestimmt. Wie hoch die Stromkostenersparnis wäre, wenn man sich eine Solaranlage installiert errechnet Project Sunroof gleich mit.

Hier das Projekt in bewegten Bildern.

Daumen hoch: Mobiltelefone schaffen Zugang zu Solarenergie in Kenia – unser Lieblingsprojekt im Juli

Gute Ideen, die die Welt verändern, gibt es viele und wer RESET regelmäßig liest, wird einige davon kennen. Jeden Monat wählen wir eine Idee aus, die durch ihren Impact und ihre Neuheit hervorsticht. Unser Lieblingsprojekt im Juli: Preiswerter Stromzugang via SMS. Die Idee: Mithilfe von Sonnenenergie und Kenias Mobilfunknetz, schafft ein lokales Unternehmen Zugang zu kostengünstigem Solarstrom für die ländliche Bevölkerung.

Erneuerbare Energien: Sonnenenergie

Theoretisch könnte der weltweite Energiebedarf durch die Nutzung von Sonnenenergie auf einer 700 km2 großen Fläche in der Sahara gedeckt werden. Das Problem hierbei sind vor allem die weiten Transportwege. Aber auch wenn man das bei einem Blick aus dem Fenster an manchen Tagen nicht vermuten würde: sogar in Deutschland kann Sonnenenergie zur Gewinnung von Wärme und Strom genutzt werden.