Plastic Ocean – Plastikinseln im Meer

Täglich produzieren wir gewaltige Mengen an Müll, ein großer Teil davon besteht aus Plastik. Dieses sehr langlebige Material landet in unseren Meeren und sammelt sich dort zu Plastikinseln von enormen Ausmaßen. Das ist nicht folgenlos für unsere Ozeane und seine Bewohner.

Autor RESET , 02.01.13

Übersetzung Jenny Louise Becker:

Die Ozeane werden als Müllkippe missbraucht. Die Meeresschutzorganisation Oceana nimmt an, dass weltweit stündlich 675 Tonnen Müll direkt ins Meer geworfen werden, wovon die Hälfte aus Plastik besteht. Aber nicht nur die direkte Verwendung der Ozeane als Müllabladeplatz ist ein Problem. Jeglicher Plastikmüll kann auf seinem langen Lebensweg irgendwann im Meer enden.

Plastik, vor allem in Form von Tüten, Kanistern und PET-Flaschen, macht einer Studie des UNEP (United Nations Environmental Programme) zufolge bis zu 80 % der gesamten Abfälle in den Ozeanen aus. Schon jetzt schwimmt in den Meeren sechsmal mehr Plastik als Plankton.

Aus den Plastikmassen bilden sich durch die Meeresströmungen Inseln, die Plastic Islands, die aus großen Plastikteilen bis hin zu kleinsten Plastikpartikeln bestehen und riesige Flächen der Ozeane einnehmen. Sie sind das Ergebnis einer jahrzehntelangen unbedarften Produktion von Plastik und ein sehr deutliches Zeichen unserer Wegwerfkultur.

Ich schmeiß‘ meinen Müll doch nicht ins Meer?!

Laut eines Berichts von Greenpeace („Plastic Debris in the World’s Oceans“, verfügbar als PDF) stammen 80 % des Mülls im Meer von Quellen an Land. Doch sind nicht Strandurlauber dafür verantwortlich: Weil Plastik so haltbar ist und bis zu 500 Jahre erhalten bleiben kann hat es große Chancen, über Flüsse und den Wind irgendwann im Meer zu landen. Und das auch, wenn es ursprünglich auf einer Müllhalde weit weg vom Meer gelagert wurde.

Dazu kommt: Auch dann, wenn man es gar nicht vermutet, produziert man Plastikmüll. Bis zu 2.000 Kunstfasern aus Fleece-Kleidungsstücken, die meist aus Polyester oder Polyacryl bestehen, gelangen pro Waschgang ins Abwasser und somit irgendwann ins Meer, weil sie in den Klärwerken nicht zurückgehalten werden können. Und das ist nur eine Quelle von eneormen Mikroplastik!

Der Plastikmüll wird dabei hauptsächlich in Industrienationen produziert. Müll aus weniger entwickelten Ländern ist weit weniger schädlich, weil er oft aus natürlichen Materialien besteht, die sich schnell zersetzen und dem Meeresökosystem keinen Schaden zufügen. Die Produktion von Plastikmüll wird in diesen Ländern in Zukunft allerdings ansteigen, je mehr sich der Lebensstil der Bevölkerung dem der Industrieländer angleicht.

Schuld an der Verschmutzung der Meere haben damit weder nur Länder mit unmittelbarem Zugang zum Meer noch ausschließlich die Schiffe, die ihren Müll im Meer verklappen. Jeder, der Plastik – in welcher Form auch immer – konsumiert, ist ein potenzieller Verschmutzer der Meere.

Der Exekutivdirektor des UNEP, Achim Steiner, spricht von einem „breiten Problem“, für das der marine Müll nur ein Symptom sei, „nämlich für den verschwenderischen Gebrauch und das anhaltend schlechte Management natürlicher Ressourcen.“ Statt immer neuen Müll zu produzieren, sollten Plastiktüten, Flaschen und anderer Müll durch Recycling, Müllvermeidung und Abfallmanagement drastisch reduziert werden. „Bei manchem Abfall wie Frischhaltefolie und Einweg-Plastiktüten, die das marine Leben ersticken, sollte die Herstellung verboten werden oder zügig auslaufen. Es gibt einfach keinerlei Rechtfertigung mehr, sie irgendwo noch zu produzieren„, so Steiner (Quelle: 3sat.de).

Auf EU-Ebene scheint immerhin etwas Bewegung in der Sache zu sein; ab 2021 sollen Strohhalme, Geschirr und andere Einweg-Produkte aus Kunststoff aus der EU verbannt werden. Hier erfährst du mehr: EU-Plastikverbot – Was bringt das wirklich?

Was ist Plastik eigentlich?

Plastik ist der umgangssprachliche Sammelbegriff für verschiedenste Kunststoffe, also für synthetisch hergestellte Stoffe, deren Basis Erdöl, Kohle oder Erdgas ist. Die aus diesen Grundstoffen synthetisierten Kohlenstoffverbindungen, auch synthetische Polymere genannt, werden zu Kunststoffen verarbeitet, wobei verschiedenste Zusatzstoffe hinzugegeben werden, je nach den gewünschten Eigenschaften des Endprodukts.

Viele Alltagsgegenstände bestehen zumindest zum Teil aus Plastik. Der am häufigsten verwendete Grundstoff ist Polyethylen. Die besondere Haltbarkeit und Formbarkeit des Plastikmaterials ist der Grund dafür, warum es so gerne genutzt und in so vielfältiger Form eingesetzt wird, bevor es, oft nach nur einmaliger Nutzung, zu Abfall wird.

Der Film Plastic Planet führt einem das ganze Ausmaß des Problems Plastik vor Augen und dessen Allgegenwärtigkeit in unserem Alltag.

Plastik ist hoch resistent gegenüber der natürlichen Zersetzung, weshalb es an Land und im Meer immer mehr davon gibt. Nur sehr langsam zerbrechen große Plastikteile zu immer kleineren Partikeln.

Das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven erforscht die Verbreitung dieser Mikroplastikpartikel im Sediment und innerhalb von Planktonpopulationen. Nahezu überall lässt sich Plastik finden. Unter dem Einfluss von Reibung, Sonneneinstrahlung (Photodegradation) und Salz lösen sich aus dem Plastik im Meer Zusatzstoffe wie Bisphenol A (BPA) und Oligomere, die so in die Nahrungskette gelangen und toxisch wirken können.

Inseln aus Müll – Plastic Islands

Der Plastikmüll verschmutzt als Treibgut die Strände, treibt im Meer und sammelt sich in Form riesiger Inseln an bestimmten Stellen an. Das passiert deshalb, weil der Ozean ein weltumspannendes System an Strömungen aufweist, die dem Wärmeaustausch zwischen den Ozeanregionen dienen. Diese Strömungen formen natürlicherweise an bestimmten Stellen riesige Oberflächenstrudel. Wenn das Plastik dort hinein gerät, ist es im Strudel gefangen und bildet Plastikinseln.

Die genaue Größe dieser Plastikinseln lässt sich schwer abschätzen. Je näher man dem Zentrum der Inseln kommt, desto höher ist die Dichte an Plastikmüll und –partikeln. Weil viele der Plastikpartikel sehr klein sind und ein großer Anteil der Inseln unter der Wasseroberfläche treibt, sind sie unsichtbar für Flugzeuge oder Satteliten. Stattdessen lässt sich die ungefähre Größe durch die Entnahme von Proben abschätzen.

Man geht davon aus, dass sich weltweit fünf dieser riesigen Plastikinseln geformt haben: Im Nord- und Südpazifik, im Nord- und Südatlantik und im Indischen Ozean. Eine gute Übersicht bietet die englischsprachige Homepage der Non-Profit-Organisation 5Gyres. Drei dieser Plastikinseln sind bisher wissenschaftlich belegt: Im Nord- und Südpazifik und Nordatlantik.

Für die Plastikinsel im Nordpazifik, die bisher am besten erforscht ist, wird eine Größe von 700.000 bis mehr als 15.000.000 km2 angenommen. Zum Vergleich: Europa hat eine Fläche von 10.180.000 km2. Die Plastikinsel im Nordpazifik weist außerdem weltweit eine der größten Dichten an Plastikpartikeln im Mikroformat auf: etwa 1 Millionen Partikel pro km2. Für Europäische Gewässer liegt der höchste Wert bei 690.000 Partikeln pro km2.

Auch am Boden der Ozeane lagert sich immer mehr Plastikmüll ab. Innerhalb von nur 10 Jahren hat sich zum Beispiel der Plastikmüll am Meeresboden der Arktis verdoppelt.

Mit der Filmreihe „TOXIC: Garbage Island I-III“ des Vice Magazins kann man sich das Problem vom Wasser aus anschauen.

Plastic Beaches

Ganze Strände – auch auf unbewohnten, weit von jeder Zivilisation entfernten Inseln – werden schon als Plastic Beaches bezeichnet, weil sich dort aufgrund der Strömungsverhältnisse riesige Mengen an Plastikmüll ansammeln. Einer dieser Strände liegt an der Kanapou Bay/Hawaii und wird mit Plastikmüll aus dem Pazifik überschwemmt.

Der Film „Plastic Soup“von Chris Jordan zeigt Bilder einer Aufräumaktion am Strand eines Plastic Beaches im Pazifik:

Entlang der Wattenmeerküste in Deutschland und den Niederlanden machten Plastik und Styropor zwischen 2000 und 2006 über 75  % des angespülten Abfalls aus (Quelle: „Marine Beach Litter Monitoring“ des internationalen Meeresschutzabkommes OSPAR).

An Stränden, die touristisch genutzt werden, ist der Müll nicht nur ein Umweltproblem, sondern auch ein ästhetisches. Welcher Tourist legt sich schon gerne mit seinem Strandhandtuch neben einen Haufen Plastikmüll? Hohe Kosten fallen hier für die Reinigung der Touristenstrände an. Beispielsweise müssen auf der deutschen Nordseeinsel Norderney mit Beginn der Saison die Strände kontinuierlich mit einem speziellen Fahrzeug oder per Hand gereinigt werden.

Tödliche Gefahr

Der Plastikmüll aus den Ozeanen landet leider allzu oft im Magen von Meerestieren, die das Plastik mit Essbarem verwechseln. Sie verenden dann entweder an der Verstopfung ihres Verdauungstrakts durch Plastikteile oder an Unterernährung, weil sie neben dem Plastik zu wenig Nahrhaftes aufnehmen. Studien haben gezeigt, dass 50 bis 80 % der Schildkröten innerhalb einer Population, egal welcher Art, Plastikmüll aufgenommen haben. Bei Seevöglen waren 111 von 312 untersuchten Arten und 50 bis 70 % einer Population betroffen.

Die Strangulation durch Plastikseile und Schlaufen oder das sich darin Verfangen sind weitere häufige Todesursachen für Meerestiere und Seevögel. Insbesondere Robben und Seelöwen scheinen hiervon betroffen zu sein, vermutlich weil sie ihre Umgebung besonders neugierig inspizieren. Innerhalb einer Population sterben daran etwa 8 % der Tiere (Quelle: Greenpeace Bericht als PDF). Auch Wale, Delphine, Schildkröten, Seekühe und Seevögel sterben regelmäßig an der Strangulation durch Plastikschlingen oder herrenlos herumtreibende Fischernetze aus Plastikseil, sogenannte Geisternetze. Diese Netze fangen weiter, auch wenn sie nicht mehr eingeholt werden.

Aber nicht nur das Plastik selbst stellt ein Problem für die Meere dar. Die sich aus dem Plastik herauslösenden Zusatzstoffe wirken toxisch auf die Flora und Fauna der Meere, die durch die Gifte empfindlich gestört werden. Es wurde bereits nachgewiesen, dass Fische, die im Zentrum der Plastikinseln leben, zunehmend unfruchtbar werden.

Der Filmtrailer zum Film „Midway – Message from the Gyre“ von Chris Jordan zeigt in eindringlichen Bildern, wie ein abgelegenes Idyll und dessen Albatross-Brutpopulation vom Zivilisationsmüll überschwemmt wird.

Plastik im Essen = Plastik im Körper

Überall in den Meeren sind Mikropartikel aus zerfallenem Plastik zu finden. Sie werden von verschiedenen Organismen, vom Einzeller bis zum Fisch, mit der Nahrung aufgenommen – und damit letztlich auch vom Menschen.

Die Zusatzstoffe im Plastik, wie zum Beispiel Pthalate, die auch unter dem Namen Weichmacher bekannt, bestimmen die Eigenschaften der Plastikprodukte und können toxisch wirken. Sie lassen sich im Blut fast jedes Menschen nachweisen und wirken ähnlich wie Hormone, weshalb sie das Hormonsystem empfindlich stören können. Besonders für Kinder ist das eine bisher nicht vollständig einzuschätzende Gefahr, die sich auf die Entwicklung auswirken kann. Krebserkrankungen und Unfruchtbarkeit bei Männern werden inzwischen mit Schadstoffen aus Plastik in Verbindung gebracht. In harten Plastikschalen, Zahnfüllungen und Dosen findet sich der hormonähnliche Stoff BPA, der Herzkrankheiten auslösen kann und das Immunsystem schädigt. Eine Broschüre zum Thema bietet der BUND als PDF.

Auch wenn viele der nachweislich gesundheitsschädlichen Stoffe mittlerweile in der EU verboten sind, enthalten eingeführte Produkte oft immer noch giftige Stoffe. Viele langlebige Giftstoffe bleiben in den Meeren erhalten und landen mit dem Fisch auf unserem Teller.

Was tut die Politik?

Das Problem der Plastikinseln ist, dass sie sich in internationalen Gewässern befinden und sich so keine Regierung direkt für deren Beseitigung zuständig fühlt. Auch war der Druck auf die Politik vermutlich bisher nicht stark genug, so dass es zu internationalen Abkommen zur Beseitigung der Inseln gekommen wäre. Das in den 1980er Jahren getroffene MARPOL-Abkommen sollte die Entsorgung von Plastik in die Ozeane reglementieren. Bisher kann von einer Reduktion des Plastikmülls allerdings nicht die Rede sein.

Die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie der EU fordert von den Mitgliedsstaaten, das Müllvorkommen in den europäischen Meeresregionen zu bewerten, zu überwachen und die Einträge so zu regulieren, dass bis 2020 keine Abfälle mehr schädliche Effekte auf Meeresbewohner ausüben. Das Umweltbundesamt leitet gemeinsam mit dem „Joint Research Center“ der Europäischen Kommission und dem französischen Forschungsinstitut „Ifremer“ die entsprechende EU-Arbeitsgruppe.

In Anbetracht unseres gewaltigen Problems mit dem Plastikmüll wirken diese Maßnahmen jedoch wie ein Tropfen auf den heißen Stein.

Weg mit den Plastikinseln!

Der wichtigste Schritt im Kampf gegen die Plastikflut in unseren Meeren ist natürlich dafür zu sorgen, dass der Nachschub versiegt. Dabei sind wir als Verbraucher nur das letzte Glied einer langen Kette – und es ist wichtig, auf allen Ebenen Plastik zu reduzieren und insbesondere auch Hersteller zur Verantwortung zu ziehen! Gleichzeitig sind schlaue Ideen gefragt, wie wir unsere Meere vom Plastik befreien:

Der 19-jährige Niederländer Boyan Slat hat ein Projekt zur Reinigung der Ozeane erdacht, „The Ocean Cleanup Project“. Eine Armada aus schwimmenden Sieben soll nach dieser Idee das Plastik zusammentreiben und dieses sammeln. Anschließend soll es recycelt werden. Eventuell könnten Schiffe mit einem Filtersystem ausgestattet werden, das in die schon bestehenden Spülsysteme integriert werden könnte. Die Hauptschifffahrtsstraßen sind schließlich auch die Regionen der Meere, in denen besonders viel Müll direkt eingetragen wird.

Der Meeresbiologe Tracy Mincer entdeckte 2011, dass es Mikroben gibt, die im Meer Plastikabfall zerfressen. Er versucht nun herauszufinden, welche Abbauprodukte ihr Stoffwechsel bei der Zersetzung von Plastik produziert. Ob diese Mikroben mithelfen, das Plastikproblem zu beseitigen oder ob sie eher noch dazu beitragen, Giftstoffe aus dem Plastik freizusetzen, kann derzeit nicht gesagt werden.

Fischerboote finden häufig Müll in ihren Netzen, ihr Beifang besteht oft zu 10 bis 30 % aus Plastikmüll. Weil aber der Platz an Bord fehlt und die Müllabgabe an Häfen herkömmlicherweise kostenpflichtig ist, wird er allzu oft wieder ins Meer zurück geworfen. Das in Deutschland 2011 durch den NABU gestartete Projekt „Fishing for Litter“ bietet eine kostenlose Müllabgabe für Fischerboote an Häfen an. Die Umweltorganisation KIMO betreibt dieses Projekt bereits seit 2003 erfolgreich EU-weit.

Aufräumen an den Stränden

Strände immer wieder vom Plastikmüll zu reinigen mag wie eine Sisyphusarbeit wirken. Aber jeder Einsatz zählt – denn das Plastik, das wir an den Küsten abfangen, kann nicht mehr ins Meer gelangen. Das gesammelte Plastik muss dann einem sinnvollen Recycling zugeführt werden. Wenn der Strom an neu hinzukommendem Plastik weniger würde, wäre der Effekt der Aufräumaktionen natürlich wesentlich größer.

In Form des International Coastal Cleanup (ICC), koordiniert vom Ocean Conservancy (OC), werden seit 1986 Aufräumaktionen an Stränden und in Küstenregionen über und unter Wasser durchgeführt. Mit Hilfe von Organisationen und Freiwilligen wird so regelmäßig weltweit in 132 Ländern Müll gesammelt. Über die Plattform Gewässerretter können Müll-Funde und geplante Aufräumaktionen eingetragen werden.

Das einfachste und effektivste Mittel gegen die Plastikschwemme ist es und wird es auch in Zukunft bleiben: den Plastikmüll erst gar nicht entstehen zu lassen! Wie das geht erfährst du in unserem Artikel: „Du hast genug vom Plastikwahn? Es geht auch anders!

Quellen und Links

Ariane Kujau/ RESET-Redaktion, 2013, letzte Aktualisierung: Sarah-Indra Jungblut, 2019

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