Das Startup Peat nutzt Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), Geodaten und Crowdsourcing, um Bauern den Zugang zu wichtigen Umwelt-Informationen zu vereinfachen. Welche Krankheit hat meine Pflanzen befallen? Ist der Befall in dieser Region verbreitet? Was kann ich tun, um keinen Ernteausfall zu riskieren? Solche Fragen versucht das Unternehmen mit ihrer App Plantix zu beantworten und so Klein- und Großbauern zu unterstützen.
© Peat UG Bei Plantix handelt es sich um eine einfache Pflanzen-Diagnostik-App. Sie funktioniert außerdem auch als Monitoring-Tool für Pflanzenkrankheiten. Bauern erhalten allgemeine Informationen über mögliche Pflanzenkrankheiten, die in der Region gerade umgehen. So können vorbeugende Maßnahmen getroffen werden. Die App funktioniert so als Frühwarnsystem für die Landwirtschaft.
Plantix ist weltweit einsetzbar und auch für Bauern geeignet, die weder lesen noch schreiben können. Sie müssen mit dem Smartphone nur ein Foto vom Grüngewächs machen und durch die App jagen. Eine digitale Bibliothek mit Pflanzen und möglichen Krankheiten verrät dem User, worum es sich handelt und – viel wichtiger – was getan werden kann. Denn viel zu oft wird zur Chemiekeule gegriffen anstatt mit Alternativen Blattläusen und anderen Plagen an den Kragen zu gehen. Die Fotos enthalten auch die GPS Daten, sodass Pflanzenbefall im größeren Stil beobachtet werden kann.
Das Video erklärt, wie die App funktioniert:
Die digitale Bibliothek mit Pflanzen, Krankheiten und Behandlungen ist auch offline für jeden Bauern weltweit verfügbar. Die Kosten für die Bauern werden so niedrig gehalten und die Ratschläge von Plantix sind unabhängig. Das soll ein nachhaltiges Land-Management ermöglichen, die Arbeit der Bauern erleichtern und Ernteausfälle vermeiden. Die App wurde in Deutschland 2015 unter dem Namen „GartenBank“ veröffentlicht.
