Phonebloks – Fortsetzung in Aussicht

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Phonebloks und Projekt Ara von Motorola wollen gemeinsam arbeiten

Die Geschichte der Phonebloks war eine der am meisten gehypten Internet-Stories der vergangenen 6 Wochen. Und sie scheint zu zeigen, dass mittlerweile sehr viel Bedürfnis nach einer nachhaltigen Produkt-Kultur bei den Verbrauchern gewachsen ist.

Autor Christoph Claudius Petersen, 01.11.13

Die Geschichte der Phonebloks war eine der am meisten gehypten Internet-Stories der vergangenen 6 Wochen. Und sie scheint zu zeigen, dass mittlerweile sehr viel Bedürfnis nach einer nachhaltigen Produkt-Kultur bei den Verbrauchern gewachsen ist.

Das vom niederländischen Jung-Designer Dave Hakkens als Prototyp vorgestellte modulare Smartphone hat als Kernidee die Austauschbarkeit aller Elemente. Screen, Kamera, Akku als auch Wifi und GPS-Bauteile sind wie LEGO-Steine auf eine Basis gesteckt und können ausgetauscht werden. Dadurch hat der Benutzer nicht nur die Möglichkeit ein Smartphone nach seinen Vorstellungen zusammenzustellen. Er kann auch Teile einzeln austauschen, wenn sie kaputtgehen, ohne gleich das ganze Gerät wegwerfen zu müssen.

Die Idee verbreitete sich in Windeseile über das Internet und fand fast 1 Millionen Unterstützer. Seit dem hat Dave Hakkens offensichtlich mit den meisten Anbietern von Mobilfunklösungen gesprochen. Denn Teil der Idee ist, dass alle Hersteller Module für Phonebloks bauen und der Verbraucher die Wahl hat. Motorola und Google haben eine Kooperation angeboten, nicht zuletzt, weil Motorola im Stillen offensichtlich ein eigenes modulares Konzept entwickelt hatte, Projekt Ara. 

Jetzt hat man eine Kooperation vereinbart, die dieser wichtigen Idee helfen wird zeitnah Realität zu werden. Dann muss sie sich beweisen. Was hinter verschlossenen Türen vereinbart wurde ist nicht bekannt. Aber Phonebloks soll weiter mit Ara koexistieren. Es ist einen Versuch wert. Kritiker des Konzeptes glauben, der Verbraucher sei noch nicht so weit. Aber wann war er es je? Das erklärte Ziel von Phonebloks ist es vor allem, den durch eine immer stärker steigende Zahl von Smartphone-benutzern weltweit (in 2013 fast 1,5 Milliarden) anfallenden e-Müll in den Griff zu kriegen. Und da ist dies eine der besten Ideen zur Zeit. 

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