Petition gegen Endosulfan

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Das von Bayer erfundene und produzierte, hochgiftige Insektizid Endosulfan ist heute aufgrund seiner Gefährlichkeit in über 60 Ländern verboten (in Deutschland seit 1991). Trotzdem wird Endosulfan weiterhin von einer Indischen Tochterfirma von Bayer hergestellt und in Brasilien und vielen Entwicklungsländern in der Landwirtschaft eingesetzt.

Autor*in Sarah-Indra Jungblut, 17.11.10

Das von Bayer erfundene und produzierte, hochgiftige Insektizid Endosulfan ist heute aufgrund seiner Gefährlichkeit in über 60 Ländern verboten (in Deutschland seit 1991). Trotzdem wird Endosulfan weiterhin von einer Indischen Tochterfirma von Bayer hergestellt und in Brasilien und vielen Entwicklungsländern in der Landwirtschaft eingesetzt. Der Verkauf wird offenbar sogar forciert und hat sich von 2008 auf 2009 mindestens verdoppelt.

Die Folgen für Menschen, Tiere und Umwelt sind gravierend. Jährlich werden hunderte von Landarbeitern durch Endosulfan vergiftet. Viele dieser Unfälle enden tödlich! Das Nervengift führt zudem zu Missbildungen bei Neugeborenen und chronischen Leiden.
In der Natur baut sich das Gift nur sehr langsam ab und wird aufgrund seiner Flüchtigkeit weit über das direkte Anwendungsgebiet hinaus verbreitet.

Die bizarren Auswirkungen der Unternehmenspolitik von Bayer werden am Beispiel der Bauerngemeinschaft von Capanema in Brasilien sichtbar.

Die dortigen Bauern setzen seit den 90er Jahren auf Bioproduktion und haben sich seither einen gut funktionierenden Markt aufgebaut. In aufwändiger Arbeit haben sie bisher ihre Felder gegen die giftigen Pestizide und Düngemittel ihrer Nachbarn abgeschirmt.

Bei der diesjährigen Ernte kam jedoch das böse Erwachen! Im gesamten Ertrag konnte eine derartige Endosulfan Belastung nachgewiesen werden, dass die Ernte nicht mehr als BIO verkauft werden konnte.

Jetzt wehren sich die Bauern mit einer Online-Petition gegen den Chemiekonzern Bayer. 

Hier die Petition unterschreiben.

Weitere Informationen zur Thematik findest Du auf www.chega.org

 

[Hinweis und Text von Philipp Morscher]

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