Nachhaltigkeit: Irgendwas mit Umwelt?

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Über ein Drittel der Deutschen kann mit dem Begriff "Nachhaltigkeit" nichts Konkretes verbinden. Das ist eines der Ergebnisse, die eine Forsa-Umfrage anlässlich des Wissenschaftsjahres 2012 – Zukunftsprojekt Erde aufgezeigt hat. 

Autor*in Frank Wichert, 24.02.12

Über ein Drittel der Deutschen kann mit dem Begriff „Nachhaltigkeit“ nichts Konkretes verbinden. Das ist eines der Ergebnisse, die eine Forsa-Umfrage anlässlich des Wissenschaftsjahres 2012 – Zukunftsprojekt Erde aufgezeigt hat. 

Nur acht Prozent der Befragten verbinden Nachhaltigkeit spontan mit Umwelt- und Naturschutz oder dem sorgsamen Umgang mit Ressourcen, vier Prozent mit regenerativer Energie. Dabei ist die Forschung auf diesen und weiteren Gebieten aktiv, um neue Ansätze für nachhaltige Entwicklungen zu finden. Insgesamt 36 Prozent der Befragten der Forsa-Umfrage konnten spontan nicht sagen, was sie mit „Nachhaltigkeit“ verbinden. Erst nach bestimmten Bereichen gezielt gefragt, wird das Meinungsbild klarer.

„Ob bei Konsumverhalten, Finanzwirtschaft oder Klima- und Umweltschutz: Nachhaltigkeit betrifft alle Lebensbereiche“, so Ministerialdirigent Wilfried Kraus, Leiter der Unterabteilung Nachhaltigkeit, Klima, Energie im Bundesministerium für Bildung und Forschung und Leiter der Projektgruppe Wissenschaftsjahr 2012 – Zukunftsprojekt Erde. „Die Forschung für nachhaltige Entwicklungen bietet Politik und Gesellschaft die Grundlage, um zu entscheiden: Wie wollen wir leben? Wie müssen wir wirtschaften? Wie können wir unsere Umwelt bewahren?“

Das Wissenschaftsjahr 2012 – Zukunftsprojekt Erde möchte diese verschiedenen Dimensionen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen – und zugleich über den Beitrag, den die Forschung für nachhaltige Entwicklungen leistet, informieren und diskutieren. Im Fokus stehen dabei insbesondere junge Menschen, bei denen Nachhaltigkeitsziele weniger verankert sind als bei älteren Befragten. So finden beispielsweise nur 37 Prozent der 18- bis 29-Jährigen den Abbau der Staatsverschuldung sehr wichtig – gegenüber 55 Prozent der Gesamtbevölkerung und 68 Prozent der über 60-Jährigen.

Eine ähnliche Diskrepanz zeigt sich bei der Wiederverwertung von Elektroschrott: 37 Prozent der jüngeren Befragten räumen diesem Punkt Bedeutung ein, bei den Älteren sind es 52 Prozent. „Dabei schlummern beispielsweise Millionen Handys in deutschen Schubladen – und mit ihnen wertvolle Metalle, die sich wiederverwerten lassen“, so Wilfried Kraus. „Um darauf aufmerksam zu machen und über Recycling aufzuklären, wird es im Rahmen des Wissenschaftsjahres eine Informations- und Sammelaktion zu Mobiltelefonen geben.“

Die vollständige Umfrage sowie weitere Informationen über nachhaltige Entwicklungen gibt es unter www.zukunftsprojekt-erde.de.

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