Luft aufpumpen, Smartphone zücken und losradeln! Hilfreiche Apps für Radler

Immer mehr Menschen steigen auf das Fahrrad um, vor allem in den Städten. Der Drahtesel ist dabei nicht nur umweltschonender, sondern oft auch praktischer und schneller als Auto, Bus oder Bahn. Egal, ob du einen schönen Radweg zur Arbeit suchst, dich sportlich betätigen oder die Natur entdecken willst – hier findest du passende Apps.

Autor Sarah-Indra Jungblut, 26.02.15

Ein gutes Fahrrad und ein wenig Training, und schon macht die Fortbewegung auf zwei Rädern Spaß. Was jetzt noch fehlt sind die richtigen Routen. Doch da gibt es zahlreiche kleine Helfer. Wir haben einige für euch gesammelt. Außerdem stellen wir Apps vor, die dir naheliegende Bikesharing-Stationen anzeigen und im Notfall Tipps für Reparaturen bereit haben. Also, los geht´s!

Ab ins Grüne

Rennrad, Mountainbike oder Hollandrad – eine passende Route braucht es für einen gelungenen Ausflug in die Natur. Tourenplaner, Fahrradcomputer und Navigations-Apps können die Spritztour enorm erleichtern.

  • Die App des Allgemeinen Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) liefert die Daten für aktuell mehr als 250.000 Kilometern Radwegen. Darf es etwas globaler sein? Bei Bike Map (iPhone, Android) findest du 800.000 Routen weltweit. Der Clou: Radfahrer entwickeln (von Radfahrern bewertete) Strecken für Radfahrer. Die Community wächst ständig – und damit auch die Anzahl der Tourenvorschläge.
  • Die App von komoot ist sowohl on- als auch offline verfügbar, indem das Kartenmaterial speicherbar ist. Außerdem kannst du dich über die App mit Freunden vernetzen. Das Starterpaket gibt es kostenlos für Android und iOS. Wer sich außerhalb Deutschlands bewegt, zahlt aber drauf: Jede neue Region kostet Sie 4 Euro.
  • Für besonders ambitionierte Radler bieten Apps wie CycloMeter (Windows Phone), CycleDroid (Android), Strava oder Runtastic Road Bike (4,99€, iPhone und Android) neben umfangreichem Kartenmaterial die Messung von Herzfrequenz, Höhenmetern oder Trittfrequenz.

Auf zwei Rädern durch die Großstadt sausen

Du willst durch den Hamburger Hafen radeln oder das Herz der Hauptstadt erkunden und hast kein Fahrrad im Gepäck? In fast allen Metropolen werden mittlerweile Leihräder angeboten. Praktische Apps helfen dabei, ein Leih-Bike zu finden.

  • Für iPhone und Android ist Call a Bike die erste Wahl. Nutzer des Windows Phones haben es mit StadtRADar genauso bequem. Alle Apps vereinen die Leihsysteme von Call a Bike, StadtRad (Hamburg) und Konrad (Kassel). Sie zeigen nicht nur verfügbare Räder in der Nähe an, sondern ermöglichen auch gleich die Ausleihe. Der Entsperrcode für das Rad kommt direkt auf dein Smartphone.
  • Das Fahrrad-Navi BikeCityGuide sorgt dafür, dass du auch in der Großstadt den Überblick behältst. Die App sucht Routen speziell für Radfahrer und bevorzugt dabei Radwege, Radstreifen sowie ruhigere Nebenstraßen. Nach einer kostenlose Testphase kostet jede Stadt 4,49€. Eine kostenfreie Möglichkeit ist Google Maps dank seiner Radroutenfunktion.

Die kleinen Helfer in der Not

Platte Reifen, Kette runter oder schleifende Bremsen? Auch mit der besten Ausrüstung kann die ein oder andere Panne passieren – doch auch hier kann die passende App weiterhelfen.

  • iPhone-Anwender haben die Wahl zwischen dem ADAC Fahrradhelfer (3,59€) und der günstigeren Variante Fahrrad Reparieren: Anleitungen (0,89€). Beide erklären die häufigsten Reparaturen anschaulich und einfach. Android-Nutzer können auf die englischsprachigen Apps Bike Doctor (2,03€) und Bike Repair (2,26€) zurückgreifen.
  • Äußerst hilfreich ist auch die Android-Anwendung Fahrrad Wetter. Sie erweitert die klassische Wetter-App, indem sie dir sagt, ob du dich mit deinem Rad nach draußen wagen solltest. Bevorzugte Wetterbedingungen sind ebenso einstellbar wie die Prognose, ob du dein Ziel noch trocken erreichen wirst.
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