Lightyear One: Durch Solarenergie unabhängiger vom Ladenetz

Können Solarautos der Elektromobilität, der es vor allem noch an einem gut ausgebauten Ladenetz mangelt, einen Anschub verleihen? Bei Lightyear One glaubt man daran und entwickelt ein alltagstaugliches Solarmobil.

Autor Julian Furtkamp, 06.07.17

Gebremst wird die Wende zur Elektromobilität momentan noch durch hohe Anschaffungskosten, oft wenig beeindruckende Reichweiten und vor allem den Mangel an Ladestationen. Zugang zu öffentlichen Stromtankstellen haben bisher nur Menschen in einem sehr kleinen Teil der Welt. Hauptsächlich sind das Gebiete in den USA und Europa und die Anzahl der Ladesäulen, die man dort findet, ist in der Regel auch nicht sonderlich hoch.

Das Auto Lightyear One will das Problem lösen, indem es zusätzlich zum Strom auch die am wenigsten ortsgebundene Energiequelle anzapft – die Sonne.

Mit Solarautos haben die Macher des Lightyear One schon einige Erfahrung. Es sind fünf Alumni des Solar Team Eindhoven, das mit seinen Autos Stella und Stella Lux bereits zweimal die Bridgestone World Solar Challenge für sich entscheiden konnte. Beide Versionen waren schon als Viersitzer konzipiert, was wohl entscheidend für die Marktakzeptanz sein dürfte.

Der geplante Launch erinnert ein wenig an den des Tesla Roadsters zwischen 2006 und 2008. Der Solarflitzer wird mit einem Preis von 119 000 Euro sehr teuer und es muss eine Reservierung mit einer Anzahlung von 19 000 Euro vorgenommen werden. Die geplante Lieferzeit ist dann 2019 für die ersten zehn Exemplare und 2020 für die nächsten 100.

Einer der wichtigsten Aspekte eines jeden E-Autos ist natürlich die Reichweite. Sie wird je nach Batteriekonfiguration mit 400 bis 800 Kilometern angegeben. Die jährliche Ausbeute an durch Sonnenenergie zurückgelegten Kilometern wird je nach Einsatzort mit 10 000 km in Amsterdam und 20 000 km in Honululu angegeben. Steht keine Sonne zum Aufladen zur Verfügung, wird der Wagen entweder über eine normale Steckdose oder gegebenfalls über eine der wenigen Ladestationen aufgeladen. Das Lightyear One kann wiederum auch seine durch die Sonne erzeugte Energie über eine eingebaute Steckdose zur Verfügung stellen.

Wie der Wagen aussieht, wird bisher leider nur angedeutet. Die zu erkennende Silhouette lässt auf eine Wagenklasse ähnlich eine Tesla S schließen. Anzahlern, die sich ein Auto reservieren, wird ein Live-Preview des Wagens versprochen.

bildschirmfoto_2017-05-10_um_13
©
Share & Charge ist das neue Airbnb für Ladesäulen

E-Mobility meets Sharing: Die neue Plattform Share & Charge geht das Problem mit den mangelnden Ladesäulen für E-Autos mit einer neuen Idee an und vernetzt E-Mobilisten und private Ladestationen.

Eine gute Ladeinfrastruktur löst das Reichweite-Problem von E-Fahrzeugen

Warum die elektronische Fortbewegung so langsam anläuft? Das Stichwort ist Reichweite. Mit einer guten Ladeinfrastruktur und einem Umdenken im Tankverhalten wäre das aber schon längst kein Thema mehr. Lösungen gibt es genug, wir müssen sie nur umsetzen.

Nachhaltige Fortbewegung: So wirst du schnell und einfach elektromobil

Elektromobilität im Alltag muss nicht bedeuten, gleich ein eigenes E-Auto zu besitzen. Es gibt zahlreiche Sharing-Anbieter und hilfreiche Apps – und auch das Fahrrad kann elektromobil umgerüstet werden.

Ökobilanz E-Mobility: Auf die Stromquelle und die langfristige Nutzung der Batterie kommt es an

Von A nach B mit einem E-Mobil wird aktuell als die umweltfreundlichste Fortbewegungsart gehandelt. Doch wie steht es darum wirklich? Wir haben uns die Ökobilanz strombetriebener Vehikel einmal genauer angeschaut.

E-Mobilität: Mit sauberer Energie ans Ziel

Elektromobilität entwickelte sich in den vergangenen Jahren eher schleppend. Doch nun endlich kommt Bewegung in die Sache! Wie ist der Status quo, wo liegen die Hürden und Potenziale beim Plan E?

Sion: Ein Crowdfunding-Projekt revolutioniert die Elektroautomobilbranche

Das Solarauto ist ein erster Schritt hin zu einer sich regenerativ ladenden Elektromobilitäts-Infrastruktur… und bei Model Sion wächst Moos im Inneraum des Fahrzeuges.

Stella Attraction: Studenten bauen familienkompatibles Solarauto

Es scheint direkt aus Ridley Scotts Film Blade Runner zu kommen - das neu entwickelte Auto des holländischen Studententeams Solar Team Eindhoven (STE). Stella, wie das Gefährt heißt, hätte aber trotz seiner futuristisch-windschnittigen Form in der sonnenlosen Blade-Runner-Welt nicht optimal funktioniert: es ist ein Solarauto - das erste mit mehr als 2 Sitzen.

Erneuerbare Energien: Sonnenenergie

Theoretisch könnte der weltweite Energiebedarf durch die Nutzung von Sonnenenergie auf einer 700 km2 großen Fläche in der Sahara gedeckt werden. Das Problem hierbei sind vor allem die weiten Transportwege. Aber auch wenn man das bei einem Blick aus dem Fenster an manchen Tagen nicht vermuten würde: sogar in Deutschland kann Sonnenenergie zur Gewinnung von Wärme und Strom genutzt werden.