Jetzt unterzeichnen: Petitionen für Vielfalt des Saatguts

Auf EU-Ebene wird aktuell eine neue EU-Saatgutverordnung vorbereitet. Nach dem bestehenden Entwurf werden etliche seltene und alte Sorten von Obst, Gemüse und Getreide verschwinden. Die Unterzeichnung der Apelle stärkt die Front gegen diese Pläne.

Autor Frank Wichert, 20.05.13

Auf EU-Ebene wird aktuell eine neue EU-Saatgutverordnung vorbereitet. Nach dem bestehenden Entwurf werden etliche seltene und alte Sorten von Obst, Gemüse und Getreide verschwinden. Die Unterzeichnung der Apelle stärkt die Front gegen diese Pläne.

Sollte die neue EU-Saatgutverordnung wie geplant umgesetzt werden, würde das die Konzentration von Saatgut in den Händen weniger Konzerne der Saatgut-Industrie fördern. Die Vielfalt der momentan noch existierenden Sorten wäre gefährdet. Ziel der Petitionen ist, dafür zu sorgen, dass traditionelle und regionale Sorten aber auch neu entwickelte Sorten, die nicht für den Massenmarkt bestimmt sind, von Zulassungs- oder Zertifizierungspflichten befreit bleiben. Eine strenge Reglementierung darf nur für kommerzielles Saat- und Pflanzgut für den Massenmarkt gelten, nicht aber für Kleinbauern, Saatgutinitiativen und Gärtnerinnen.

Unterstützen kann man die Initiativen bei Campact oder Save Our Seeds und bei openPetition.

Am 25. Mai bist du außerdem eingeladen, an der Demonstration in Berlin für freies Saatgut unter dem Motto „Stop Monsanto“ teilzunehmen.

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