Hintergrundartikel: Was weißt du über deinen digitalen Fußabdruck?

Fliegen gilt im Moment als die Klimasünde Nummer eins. Doch unsere globalen Datenströme, die wir mit jeder Suchanfrage und jedem gestreamten Lied oder Video anfüttern, haben die CO2-Emissionen des Flugverkehrs längst überholt.

Autor Sarah-Indra Jungblut, 14.08.19

Übersetzung Sarah-Indra Jungblut:

Aber woraus setzt sich der enorme Energieverbrauch der Digitalisierung eigentlich zusammen? Wer sind die größten Energiefresser? Und warum sind Rechenzentren so energieintensiv? In unserem neusten Hintergrundartikel geben wir Antworten auf diese Fragen.

Klar ist, dass die digitale Welt, wie sie heute aussieht, aus ökologischer und sozialer Sicht bedenklich ist. Denn sie verbraucht nicht nur viel zu viel Energie und setzt Unmengen an CO2-Emissionen frei, sondern auch ihr manifester Teil, unser Konsum an smarten Geräten, hat weitreichende negative Auswirkungen auf Menschen und Umwelt.

Wenn wir so weiter machen, sind wir noch Lichtjahre von einer nachhaltigen Digitalisierung entfernt, unsere Klimaziele erreichen wir damit nicht. Aber es gibt Stellschrauben, um der Digitalisierung eine andere, eine grünere und gerechtere Richtung zu geben. Auch diese stellen wir vor. Lest selbst: Der digitale Fußabdruck – Unser Ressourcenverbrauch im Netz

Der digitale Fußabdruck – unser Ressourcenverbrauch im Netz

Jede einzelne Suchanfrage, jedes gestreamte Lied oder Video und jede Art von Cloud-Computing, milliardenfach ausgeführt, überall auf der Welt, ist für einen global immer größer werdenden Strombedarf verantwortlich – und damit auch für steigende CO2-Emissionen. Das digitale Zeitalter stellt uns vor große Herausforderungen.

E-Mails löschen, Umwelt schonen: Tipps für ein grünes Mailkonto

Schon gewusst, dass deine gespeicherten E-Mails permanent Strom verbrauchen? Deinen Posteingang zu „entrümpeln“ ist also ein einfacher Weg, deinen Energieverbrauch zu reduzieren.

Die (globale) Verantwortung für Elektroschrott übernehmen

Die Entsorgung unserer elektronischen Geräte ist ein globales Problem. Aber mit einem zirkulären Ansatz und einer globalen Vision könnte der Umgang mit Elektroschrott revolutioniert werden.

Doppelte Transformation: Digitalisierung braucht saubere Energie

Der EU kommt eine Schlüsselrolle zu, um die voranschreitende Digitalisierung zugleich nachhaltig zu gestalten und hier auf erneuerbare Energien zu setzen.

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Pixabay
In Paris werden Schwimmbäder mit der Wärme von Servern und Abwasser beheizt

Ein Schwimmbad, dessen Wasser mit der Abwärme der Server beheizt wird, mit denen dein nächster Animationsfilm produziert wird? Das geht!

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Cloud&Heat
Cloud&Heat verwandelt die Wärme aus Servern in warmes Wasser

Mit zunehmender Digitalisierung steigt der Bedarf an Servern, um die enormen Datenmengen speichern und verarbeiten zu können. Mit einem Serverschrank, der Wasser erhitzen kann, macht das Dresdner Startup Cloud&Heat die dabei entstehende Abwärme sinnvoll nutzbar.

Grüne Suchmaschinen

Wir geben eine Suchanfrage ein und innerhalb von Sekunden erhalten wir eine lange Trefferliste. Was den wenigsten bewusst ist: Für diesen Vorgang sind große Mengen Energie nötig. Grüne Suchmaschinen wie Ecosia versuchen das auszugleichen.

Elektroschrott – Zu wertvoll für die Tonne!

Unser Konsum an Elektrogeräten lässt ganze Gebirge aus Elektroschrott entstehen und immer kürzere Gebrauchszeiten sorgen für einen rapiden Anstieg - jeden Tag, weltweit! Allzu oft landen unsere ausgedienten Elektrogeräte auf den weltweiten Müllkippen. Die Folgen für Mensch und Umwelt sind fatal. Mit der richtigen Entsorgung kannst du einen wichtigen Beitrag leisten.

Elektroschrott – „e-waste“

Der Durchschnittscomputer eines westlichen Nutzers hat eine Halbwertszeit von wenigen Monaten. Dann muss ein Neuer her: mehr Arbeitsspeicher, neue Grafik- und Soundkarten oder ein "cooleres" Design werden benötigt. Der alte Rechner wird ausgemustert. Das gleiche Schicksal ereilt Handys, DVD-Player, Drucker, Scanner. Doch was passiert mit dem Elektronikschrott?