Gestern: EU-weiter Tag gegen Menschenhandel – und was Du tun kannst!

1287391528i13905
©
Foto: buy responsible

Jedes Jahr am 18. Oktober wird der Tag gegen Menschenhandel begangen. Erstmals fand er 2007 statt. Bei Menschenhandel denkt man zuerst an Länder in Afrika oder Asien, doch auch innerhalb Europas gibt Menschenhandel.

Autor*in Sarah-Indra Jungblut, 19.10.10

Jedes Jahr am 18. Oktober wird der Tag gegen Menschenhandel begangen. Erstmals fand er 2007 statt. Bei Menschenhandel denkt man zuerst an Länder in Afrika oder Asien, doch auch innerhalb Europas gibt Menschenhandel. Davon betroffen sind vor allem Frauen und Kinder – sie werden zum Zweck sexueller Ausbeutung gehandelt, aber auch im Tourismus, im Reinigungs- und Haushaltsbereich, für die Kleinkriminalität oder die Bettelei. Männer landen oft in Bau und Landwirtschaft.
Auch groß angelegte Maßnahmen zur Prävention von Zwangsarbeit und Ausbeutung und Unterstützung von Betroffenen reichen nicht aus, um ausbeuterische Arbeit zu verhindern.
Solange sowohl die Wirtschaft rein profitorientiert handelt und Konsumenten fraglos nur die günstigsten Produkte kaufen, kann sich an der Situation der 7,4 Millionen Menschen, die sich in ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen befinden, nichts ändern.

Viele unserer Alltagsprodukte – Gemüse, Kleidung, Kosmetik – werden von Betroffenen von Menschenhandel produziert. Daher kommt dem Konsumenten eine wichtige Rolle im Kampf gegen Menschenhandel, Arbeitsausbeutung und Sklaverei zu: kauft dieser mit Verantwortung ein, trägt er zur Würde der Menschen bei, so Eurídice Márquez Sánchez, IOM-Koordinatorin (Internationale Organisation für Migration).

Beim Einkauf gibt es eine Reihe an Möglichkeiten zu erkennen, welche Produkte unter fairen Bedingungen hergestellt wurden.

* Mittlerweile in jedem Supermarkt angekommen ist das Fair-Trade-Siegel, das für gerechte Arbeitsbedingungen und angemessene Löhne steht. Vor allem Kaffee und Schokolade, aber auch viele andere Produkte tragen das Siegel. Mehr dazu in dem Artikel fair kaufen.

* Für faire Kleidung empfiehlt sich ein Blick auf die Homepage der Clean Clothes-Kampagne. Andere faire Kleiderhändler sind auch hier zu finden.

* Ein Siegel für faire IT gibt es noch (?) nicht, aber einige Kampagnen: Aktion Fair IT

* Vor allem darum, für Ausbeutung zu sensibilisieren, geht es der Kampagne „What´s behind the things we buy?“ auf buyresponsibly.org. Die seite bietet nebe Infos auch viele Aktions- und Verhaltenstipps.

* Im Zweifelsfall kann auch beim Händler selbst nachgefragt und auf diesem Weg wiederum Bewusstsein geschaffen werden.

OnlyMarms: OnlyFans und eine Kryptowährung kombinieren, um Murmeltiere zu retten

Um sieben Jahrzehnte einzigartiger Murmeltier- und Umweltforschung vor Kürzungen der staatlichen Fördermittel zu bewahren, wandten sich einige Ökolog:innen einer freizügigen Aboblattform und einer Kryptowährung zu. Das Ergebnis heißt "OnlyMarms".

Rechenzentren im All – Eine Entlastung für unseren Planeten?

Sind Rechenzentren im All eine Antwort auf die Probleme, die digitale Infrastrukturen auf der Erde verursachen? Die Idee findet Anklang – aber ist sie auch realistisch und hat ökologische Vorteile?

„Nachbarschaften zusammenbringen“: Wie make-a-thek mit Upcycling Gemeinschaften schafft

Die Teilnehmer:innen der „make-a-thek“-Workshops lernen, wie sie alte Kleidung reparieren, statt sie wegzuwerfen. Damit tragen sie zu einer stärker kreislauforientierten Gesellschaft bei.

„Netto-Null-Bürger:in“ werden mit der AURORA App

Mit der AURORA-App können Bürger:innen ihren CO₂-Fußabdruck tracken und in die Installation von Solaranlagen investieren, um ihre Emissionen noch weiter zu senken.

Open-Source in der Verwaltung: Europäische Kommunen gehen bei der Unabhängigkeit von US-Technologien voran

Einige europäische Kommunen treiben die digitale Unabhängigkeit Europas von US-amerikanischen Technologien voran. Aber dort, wo es an politischem Willen mangelt, müssen Bürgerinitiativen die Lücken füllen.

Navi-Apps für Radtouren und Wanderungen: Ab ins Grün ohne große Datenspuren und mit kleinem CO2-Rucksack

Du planst eine Rad- oder Wandertour? Dann probiere doch mal datenschutzfreundliche und energiesparende Open-Source-Navi-Apps.

Interview: Wie man sich von Googles Browser-Monopol befreit

Liest du diesen Artikel in Google Chrome? Dieses Interview mit Andy Davies von Wholegrain Digital könnte dich dazu bewegen, den Browser zu wechseln. Erfahre mehr über nachhaltige Alternativen zu Googles Monopol.

Die Open-Source-KI SUSTAIN-AI ECG schließt die Lücke in der Herzversorgung

Sustain AI hat ein Open-Source-KI-Tool entwickelt, das Ärzt:innen unterstützt und den Zugang zur Kardiologie in Äthiopien verbessert.