Gute Ideen gesucht: European Social Innovation Competition

Die EU-Kommission sucht nach den innovativsten Ansätzen, um die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Migranten innerhalb Europas zu unterstützen.

Autor Simon Dupree, 15.03.16

Momentan erlebt die EU einen nie dagewesenen, dramatischen Anstieg der Neuankünfte von Migranten und Flüchtlingen nach Europa. Alleine vergangenes Jahr waren es über eine Million Menschen. Viele dieser Neuankömmlinge erlebten Furchtbares und wurden gezwungen ihre Heimat zu verlassen. Unter menschenunwürdigen Verhältnissen reisten sie nach Europa, um dort internationalen Schutz zu finden. Das beispielslose Ausmaß dieser „Welle“ bedeutet für die Europäische Union eine große Herausforderung in zweierlei Hinsicht. Zum einen geht es um die Struktur eines unmittelbaren Aufnahme- und Registrierungssystems für Neuankommende. Zum anderen spielt die langfristige Integration jener Menschen in unsere Gesellschaften eine zentrale Rolle.

Um inklusive Gesellschaften zu formen und eine erfolgreiche Teilnahme und Mitwirkung von Flüchtlingen und Migranten in unseren Systemen zu ermöglichen, brauchen wir dringend innovative und kreative Ideen.

Wir brauchen Changemaker!

Die EU-Kommission vergibt in diesem Jahr Preisgelder im Wert von über 150.000 Euro, um die vielversprechendsten Konzepte zu fördern und nachhaltig zu verwirklichen. Das diesjährige Thema der European Social Innovation Competition lautet „Integrated Futures“.

Gesucht werden neue Ideen für Produkte, Technologien, Dienstleistungen oder Modelle, die die Themen Ankunft und Integration von Flüchtlingen und Migranten thematisieren. Mögliche Kategorien sind z.B. Bildung, Arbeitschancen und Entrepreneurship, Zugang zu geeigneten Unterkünften, Gesundheitsversorgung, Sicherheit und Menschenrechte oder kulturelle Vielfalt.

Bewerben können sich Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen innerhalb der EU und aus Ländern, die beim „European Horizon 2020“ mitmachen. Bewerbungen, die von oder in Zusammenarbeit mit Flüchtlingen und Migranten gestaltet wurden, sind besonders willkommen.

Die besten drei Lösungsansätze werden mit jeweils 50.000 Euro gefördert und können so nachhaltig realisiert werden.

Bewerbungsfrist ist der 8. April 2016. Weitere Infos findet ihr hier.

MARKIERT MIT
NEU in Berlin: „Migration Hub“ für Startups, die Flüchtlingen helfen

Paula Schwarz und ihre Kollegen dachten sich, Startups bräuchten einen Raum, in dem sie sich gemeinsam mit der Flüchtlingskrise und Integration auseinandersetzen und Lösungen finden können. Das Team vom Startup Boat haben jetzt in Berlin einen Popup Coworking-Space eröffnet, an denen sich Startups treffen und arbeiten können, um Flüchtlingen zu helfen.

Erste Jobbörse für Flüchtlinge: die Online-Plattform workeer

Für Geflüchtete ist es alles andere als leicht, legal an Arbeit zu kommen. Viele Vorurteile schwingen bei diesem Thema mit; dabei suchen viele Arbeitgeber händeringend Personal. Mit workeer ist nun Deutschlands erste Jobbörse speziell für Geflüchtete online. Und auch eine scheinbar drängende Frage beantworten die zwei Berliner Gründer gleich mit.