Grüner Kaffeebecher – to go

New York neuester Trend: der grüne Kaffeebecher to go!

In New York wurde eine ehrgeizige Kampagne gestartet, um den "coffee to go", den die Amerikaner so lieben, in Zukunft nachhaltiger zu gestalten. Dazu werden Einwegbecher konzipiert, die umweltfreundlicher sind und die New Yorker zum Umdenken bewegen sollen.

Autor RESET , 30.04.14

Mittlerweile gibt es nur noch wenige Bars, die nicht auch Getränke, meistens Kaffee, „to go“ anbieten. Millionen von Pappbechern werden täglich hinter Theken weltweit ausgegeben, einmal verwendet und landen anschließend auf dem Müll. Von Amerika ist „to go“ nach Europa übergeschwappt und hat sich rasant verbreitet. Die Lösung für die Berge von Müll und den Umweltschaden, der damit einhergeht, könnte schon bald ebenfalls aus den Staaten kommen.

Die Kampagne heißt GOOD TO GO und möchte die New Yorker dazu bewegen, ihren Kaffee to go in Zukunft nachhaltiger zu genießen – ohne ein schlechtes Gewissen und den Umwelt-schaden, der bisher dabei entstand. An der Umsetzung des Projekts arbeitet ein Team aus Kaffee-Einzelhändlern, Herstellern von Mehrwegbechern, lokalen Künstlern, Bloggern, Journalisten und Mitgliedern der NYC Regierung.

Auf der dazugehörigen Website heißt es: „Wir laden alle New Yorker dazu ein, ein Teil dieser Bewegung zu werden und an unseren Veranstaltungen teilzunehmen, um die to go-Kultur umweltverträglicher zu machen!“ Auf Infografiken wird veranschaulicht, welche Folgen der heutige Einweg auf die Umwelt hat und wie es in Zukunft mit einem grünen Becher besser aussehen könnte, z.B. wie viele Bäume dadurch jeder vor dem Abholzen retten würde.

Ökologisch ja, aber auf Einweg nicht verzichten.

Die Kampagne ist breit angelegt. Zuerst wurden in verschiedenen Stadtteilen New Yorker zu ihrer Kaffee-Kultur befragt. Man fand heraus, dass zwar jeder grün sein möchte, aber gleichzeitig zu bequem ist auf Einweg zu verzichten. Sogar mit Ermäßigungen auf Mehrwegbecher ließen sich die Befragten von ihrem bisherigen Verhalten nicht abbringen. Deshalb hat das Expertenteam die Einwegbecher genauer unter die Lupe genommen und versucht, natürliche Alternativen zu Papier und Styropor zu finden, die man bei der Herstellung verwenden könnte, etwa wie Zuckerrohr, Maisstärke und Baumharz. Diese waren jedoch entweder gesundheitsschädlich oder weniger robust.

In einem eigens dafür geschaffenen Blog stellt das Team Prototypen und Strategien vor, die sie bereits entwickelt haben, um den Einweg nachhaltiger zu gestalten. Die Ideen werden von einem Team von Experten aus der Abteilung für Hygiene, von Kaffee Einzelhändlern und gemeinnützigen Organisationen geprüft.

Bisher sorgte das Vorhaben sowohl bei der NY Presse, als auch in der Bevölkerung für ein großes Echo. Kein Wunder, denn die Initiatoren des Projekts haben sich nicht weniger vorgenommen, als die to go – Kultur zu revolutionieren. Hoffentlich bleibt das Vorhaben so erfolgreich und steckt auch bald den Rest der Welt an mit dem grünen Kaffebecher – to go!

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Vergiss Recycling – Mach mit beim Precycling!

In London gibt es sie schon seit 2006, in den USA erst seit kurzem: Bioläden, die ihre Waren ohne Verpackungen anbieten. Der Kunde bringt seine Behälter selbst mit - zum Einsatz kommen Dosen, Büchsen, Tüten, Flaschen - immer wieder! Die Vorteile sind überzeugend: es gibt keinen Bedarf an kurzlebigen Verpackungsmaterialien und jeder kann die gewünschte Menge selbst wählen.

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Unsere Wälder sind Lebensraum, Rohstofflieferant, Erholungsort und Klimaschützer in einem. Doch sie verschwinden weltweit weiterhin erschreckend schnell – dabei brauchen wir die Wälder als grüne Lunge unserer Erde und Speicher für CO2. Es ist eine internationale Herausforderung, den Wald zum Nutzen der gesamten Menschheit zu erhalten und eine nachhaltige Waldbewirtschaftung weltweit voranzubringen.