Gemeinsame Datensammlung für den Schutz vor Radioaktivität

Wie stark sind bestimmte Gebiete Japans nach Fukushima heute verstrahlt? Ein Crowdsourcing-Projekt hat mit inzwischen über 10 Millionen Messwerten eine beeindruckende Datenbasis geschaffen, die teils überraschende Erkenntnisse liefert.

Autor Frank Wichert, 12.08.13

Wie stark sind bestimmte Gebiete Japans nach Fukushima heute verstrahlt? Ein Crowdsourcing-Projekt hat mit inzwischen über 10 Millionen Messwerten eine beeindruckende Datenbasis geschaffen, die teils überraschende Erkenntnisse liefert.

Safecast ist ein globales Projekt mit dem Zweck, Daten – insbesondere radioaktive Strahlungswerte – zur Verfügung zu stellen, die den Menschen einer Region eine genauere Beurteilung der Umwelt erlauben. Die Werte werden von den Teilnehmenden über ein Netzwerk von Sensoren erfasst und können dann frei genutzt werden. Anlass für die Einrichtung des kollektiven Datenprojektes war das Reaktorunglück in Fukushima im Jahr 2011.

Die Menschen in Japan wollten mehr Informationen über die aktuelle Situation, als verfügbar waren. Safecast hat daraufhin gemeinsam mit einigen Partnern ein Netzwerk aus Strahlungssensoren aufgebaut, das aus feststehenden wie mobilen Messgeräten in ganz Japan besteht. Aus den Messungen geht unter anderem hervor, dass die Kontaminierung schneller zurückgeht als erwartet.

Die Organisation will so viele frei zugängliche Daten wie möglich sammeln. Die einzelnen Messpunkte tragen durch ihre Vielzahl zu einem robusten Gesamtergebnis bei. Gegenwärtig dient Safecast der Erfassung radiooaktiver Belastung in Japan. Das Modell macht aber deutlich, dass auch in anderen Zusammenhängen und Regionen umfangreichere Umweltdaten hilfreich wären, die auf ähnliche Weise erfasst werden könnten.

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