Frieden kann man lernen – Projekte mit Auszeichnung

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Der Stifter Dr. Peter Becker mit Enkelin Alice

In der alten Aula der Philipps-Universität Marburg herrschten sommerliche Temperaturen, die Sonne strahlte durch die bunten Scheiben und erzeugte ein warmes freundliches Licht.

Autor Jenny Louise Becker, 08.05.11

In der alten Aula der Philipps-Universität Marburg herrschten sommerliche Temperaturen, die Sonne strahlte durch die bunten Scheiben und erzeugte ein warmes freundliches Licht. Frieren mussten die zahlreichen Gäse, die sowohl das zehnjährige Jubiläum des Konfliktzentrums der Universität Marburg als auch die Verleihung des Peter-Becker-Preises erleben wollten, gemeinsam mit den israelisch-palästinensischen Preisträgern aus Jaffa, Haifa und Detroit jedenfalls nicht:

Prof. Dr. Gavi Salomon von der Universität Haifa (Israel) wurde für sein Lebenswerk als Friedenspädagoge geehrt. Der 70-jährige, verschmitzt lächelnde symphatische Professor berichtete erfrischend humorvoll von den Scwierigkeiten, das eigene Volk auf seine unverbesserliche Haltung im Nahostkonflikt aufmerksam zu machen.

Das Minds of Peace Experiment von Dr. Sapir Handelman (Wayne State University, Detroit, USA) war ein weiterer Preisträger. Sapir organisiert Treffen innerhalb der israelisch-palästinensischen Zivilgesellschaft, um über klassische Völkerverständigung an der Basis Vorurteile und Feindschaften abzubauen.

Als drittes Projekt bekam das Day Care Center for Arab and Jewish Children at Risk in Jaffa/Tel Aviv (Israel) die mit mit 10.000 € bundesweit höchstdotierte Auszeichnung für angewandte Friedensforschung. Die junge Israelin berichtete mitreißend über die Arbeit des Zentrums, eine zukünftige Kooperation zwischen der Stiftung Friedensbewegung und dem jüdisch-arabischen Bildungsprojekt wurde erwogen. Ein ebenfalls bedeutender Moment für die Stiftung Friedensbewegung des Stifters des Peter-Becker-Preises war der Launch der friedenspädagogisch ausgerichteten Plattform EN-PAZ. Dort wird die schwierige Thematik der internationalen Konflikte zielgruppengerecht spielerisch aufgearbeitet, über sogenannte „Edutainment“-Apps wie z.B. ein iPhone-fähiges „Friedensquartett“ spricht die Stiftung Friedensbewegung die jungen Generationen an.

Die PDFs im Anhang geben eine Übersicht über weitere Projekte der Stiftung 2011, sowie die Präsentation des DCCAJ.

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