Digitales Projektmanagement: mit microwork aus der Armut

Ein gutes Projektmanagement erfordert gute Projektmitarbeiter. Samasource hat sich zum Ziel gesetzt, un- und unterbeschäftige Menschen, die an der Armutsgrenze leben, zu finden, sie für die digitale Welt und Arbeit fit zu machen und ihnen so ein faires Einkommen und größere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verschaffen. 

Autor Hanadi Siering, 27.04.15

Samasources ist eine gemeinnützige Organisation mit der Mission, die weltweite Armut zu bekämpfen indem sie arbeitslose Menschen in sogenannten Entwicklungsländern mit der digitalen Welt verbinden. Dabei folgen sie dem Ansatz der „microwork“. Die Idee ist es, komplexe Projekte auf kleinste Arbeitsschritte aufzuteilen, die wiederum über das SamaHUB findige und talentierte Bearbeiter weltweit finden. Ihnen werden Grundkenntnisse in der digitalen Bearbeitung vermittelt und dem Fair Wage Guide http://fairwageguide.org zufolge ein faires Gehalt gezahlt.

Samasource arbeitet mit Partnern in verschiedenen Ländern und rekrutiert Frauen und junge Leute, die bisher an der Armutsgrenze lebten. Sie bekommen eine zwei- bis vierwöchige Computerausbildung, um sie auf den Job vorzubereiten. Sobald sie das Training beendet haben und gezeigt haben, dass sie digital aktiv sein können, bekommen sie Kundenaufträge und verdienen sich so einen fairen Lebensunterhalt. Dies wirkt zusasätzlich der digitalen Kluft entgegen.

92 Prozent der Angestellten Samasources waren un- oder unterbeschäftigt. Nach nur sechs Monaten Arbeit für Samasource konnten diese ihr Einkommen um 114 Prozent steigern und 89 Prozent haben weitere Arbeit und feste Anstellungen gefunden. 

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Digitaler Aktivismus

Handys, Blogs und Social Networks: wie Aktivisten heute digitale Technologien nutzen, um für sozialen Fortschritt zu streiten, zeigen konkrete Beispiele aus der ganzen Welt - von ägyptischen Bloggern über Videoaktivisten in Syrien bis zum kenianischen Handyprojekt Ushahidi.

Digitale Kluft

Der Begriff der digitalen Kluft entstand Mitte der 1990er Jahre und beschreibt den ungleichen Zugang verschiedener Bevölkerungsgruppen zu Informations- und Kommunikations-Technologien (IKT) im nationalen, regionalen und internationalen Vergleich. Die Formulierung steht für die Annahme, dass jenseits der rasanten technologischen Fortschritte einer großen Anzahl von Menschen der Zugang zu diesen Technologien und den damit verbundenen Möglichkeiten verwehrt bleibt.