Diese Verpackungen sind aus 100 Prozent Pfanzenresten und 0 Prozent Chemie

19225752_1349861918467138_7249304816046093713_n
Bio-lutions

Bio-lutions macht Verpackungen aus Pflanzenresten - und will die aus Plastik und Karton so langfristig komplett ersetzen.

Autor Richard Diesing, 04.12.17

Es gibt Ideen, bei denen man sich fragt, warum sie noch niemand zuvor hatte. Eine dieser Ideen ist Verpackungen aus bisher ungenutzten Resten von Pflanzen herzustellen. Das Hamburger Startup Bio-lutions setzt dies nun in die Tat um. Und wurde dafür unter anderem schon mit dem Deutschen Verpackungspreis 2017 ausgezeichnet. 

Das Startup bietet dabei drei verschiedene Arten von Verpackungen – natürlich biologisch abbaubar. Eine Verpackung für Trockengüter, eine wasserbeständige Verpackung und eine, die zusammen mit Bioplastik für wasserdicht zu verpackende Ware gedacht ist. 

Aber wie funktioniert die Verpackung aus Pflanzenresten? Mit einer Maschine werden Pflanzenteile zu winzig kleinen Faserstückchen gemahlen. Mit der Zugabe von Wasser sind diese Faserstückchen selbstbindend und können in unterschiedliche Formen gepresst werden. 

2017 hat das Startup im indischen Bangalore schon eine Pilotanlage errichtet, der Ausbau soll bis Ende des Jahres fertiggestellt sein. Finanziert wird das alles unter anderem auch von der DEG, einer Dürchführungsorganisation des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

MARKIERT MIT
Plastik ohne Öl? Das geht!

Was wäre, wenn Plastik ökologisch abbaubar wäre? Ein Plastik soll genau das können - und die Macher dahinter haben jüngst ein Crowdfounding gestartet. 

sulapac-plastikfrei
©
Sulapac – Holz und natürliche Verbundstoffe statt Plastik

Kreislaufwirtschaft geht ohne Abfall, indem Ressourcen verwendet werden, die recycel- und kompostierbar sind. Plastik braucht da ein Update.

Giftige Abfälle werden zu Bioplastik

Wer sich mit dem Thema Recycling beschäftigt, wird schon oft festgestellt haben, dass Abfall mit neuen Verfahren und Technologien neues Leben eingehaucht werden kann. Australische Forscher haben genau das mal wieder unter Beweis gestellt und gefährlichen Abfall in biologisch abbaubaren Kunststoff umgewandelt.

Cora Ball – ein Plastikball gegen Mikroplastik

Bei jeder Wäsche gelangen über gelöste Fasern Giftstoffe und mikroskopische Synthetikteilchen in den Wasserkreislauf. Ein per Crowdfunding realisierter Waschball des Rozalia Projects soll Abhilfe schaffen.

literoflight
Liter of Lights
Ein Liter Licht: Plastikflaschen werden zu Solarlampen

Die philippinische MyShelter Foundation bringt Licht in Gegenden ohne Strom. Die Technologie ist Open Source, die benötigten Materialien gibt es überall und der Nachbau ist sehr leicht.

DIY Plastik Recycling? Dieses Open Source Kit macht Müll wieder wertvoll

Probleme in die eigene Hand nehmen - manchmal leichter gesagt als getan. Das Precious Plastic Projekt bietet open source Anleitungen, um eigene Plastik-Recycling-Maschinen zu bauen. 

Take-Away-Müll vermeiden auf indische Art

Essen zum Mitnehmen ist einfach, schnell und bequem. Und verursacht Unmengen von Müll. Dagegen will das „Tiffin Projekt“ aus Berlin etwas tun – und hat sich Inspiration aus Indien geholt.

biokunststoff_bioplastik
©
Biokunststoffe: Eine grüne Alternative zu konventionellem Plastik?

Ob am Strand, im Park oder in der U-Bahn-Station: Überall liegt Plastik herum. Bei einem der größten Umweltprobleme unserer Zeit scheinen Biokunststoffe als vielversprechende Alternative. Doch wie nachhaltig sind Biokunststoffe wirklich?

Du hast genug vom Plastikwahn? Es geht auch anders!

Weltweit werden jährlich über 600 Milliarden Plastiktüten verbraucht, davon allein in Deutschland etwa sechs Milliarden. Nicht nur Tüten, auch PET-Flaschen, Plastikverpackungen und andere Einweg-Plastikprodukte lassen den Plastikmüll an Land und in den Meeren anwachsen. Doch dagegen läst sich etwas tun!