Daumen hoch: Mit TeachSurfing auf Reisen Gutes tun

TeachSurfing

Gute Ideen, die die Welt verändern, gibt es viele und wer RESET regelmäßig liest, wird einige davon kennen. Jeden Monat wählen wir eine Idee aus, die durch ihren Impact und ihre Neuheit hervorsticht. Unser aktuelles Lieblingsprojekt: TeachSurfing macht Volunteering auch auf kurzen Reisen möglich.

Autor Sarah-Indra Jungblut, 27.07.16

Sich im Urlaub und auf Reisen sinnvoll einzubringen ist gar nicht so leicht. Für klassisches Volunteering muss man schon einige Wochen Zeit im Gepäck haben. Und auf kurzen Trips ist es schwierig, Kontakte zu knüpfen. Die Plattform TeachSurfing will hier vermitteln.

„Es gibt viele Bildungsinsitutionen oder Communities, die auf der Suche nach Experten wie Muttersprachlern, Künstlern, Ingenieuren oder Sportlern sind. Und auf der anderen Seite gibt es viele Leute, die diese Fähigkeiten gern teilen würden. Aber da gibt es keine einfache kostenlose, flexible Möglichkeit, die beiden Seiten zusammenzubringen“, so die Programmiererin Miganoush Magarian, eine der drei Gründerinnen von TeachSurfing.

Die Online-Plattform funktioniert wie ein soziales Netzwerk. Die Teilnehmer müssen sich registrieren und ihre Reiseziele, Interessen und Kenntnisse angeben. Dabei geht es nicht darum, ausschließlich „professionelles“ Wissen anzubieten. Auch die eigene Muttersprache, Kultur und Hobbys können auf der Plattform angeboten werden – also alles von IT-Skills bis hin zum Gesangsunterricht oder Fußball spielen.

„Wir glauben, dass jeder irgendetwas weiß, was für jemand anderen wertvoll ist“, sagt Magarian.

Anders herum ist es das gleiche Prinzip: Organisationen können sich ebenfalls registrieren und nach Menschen mit bestimmten Kenntnissen suchen oder einen Lehrbedarf angeben. So kann schon vor dem Urlaub ein passendes Match entstehen. 

Gestartet ist TeachSurfing Mitte 2015. Seitdem haben sich 1500 potentielle TeachSurfer und 163 Organisationen weltweit registriert.

Ein nächster Schritt wird sein, die Plattform auch auf lokaler Ebene nutzbar zu machen. Die Gründerinnen haben festgestellt, dass auch hier Schulen und Communities Bedarf an informaler Bildung haben und viele Experten in der Nähe bereit sind, ihre Fähigkeiten mit diesen zu teilen.

Eine schöne Idee für mehr Wissensaustausch und gegenseitiges Verständnis!

Alle unsere Lieblingsprojekte findest du hier: Daumen hoch!

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