„Das kostet die Welt!“: Online-Spiel zu Landgrabbing

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Schnapp sie dir: fruchtbare Länder zum günstigen Preis. Was hilft: Bestechen, was das Zeug hält! Das Online-Spiel der Welthungerhilfe "Das kostet die Welt!" lädt zum Landgrabbing ein - und bietet nebenbei interessante Hintergrundinfos.

Autor Sarah-Indra Jungblut, 04.11.13

Um den Rohstoffhunger ihrer eigenen Nationen zu stillen kaufen Staaten wie China, Saudi-Arabien, Südkorea oder Kuwait außerhalb der eigenen Landesgrenzen fruchtbares Ackerland auf. Unter diesem sogenannten „Landgrabbing“ haben vor allem Menschen in den Ländern wie Kambodscha, im Sudan, in Tansania, den Philippinen und anderswo gehen zu leiden, da ihnen wertvolle Anbauflächen verloren gehen. Denn während die Regierungen die Investoren begrüßen, werden ansässige Kleinbauern und indigene Gemeinden ohne Entschädigung von ihrem Land vertrieben und damit ihrer Lebensgrundlage beraubt. Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel Landgrabbing – Bauern ohne Land

Das Online-Spiel „Das kostet die Welt!“ der Welthungerhilfe bietet einen spielerischen Zugang zum Thema „Landgrabbing“ durch Agrarkonzerne aus den Industriestaaten. Per Grab & Drop kannst du dir fünf Länder unter den Nagel reißen und in deinen Einkaufswagen ziehen. Ackerland, Wasser, Korruption – sicher dir die Länder mit den höchsten Punktzahlen. Am Schluss des Spiels werden verschiedene Aspekte des Ressourcen-Grabbings aufgezeigt.

Das kostet die Welt! Online-Spiel der Welthungerhilfe
 

MARKIERT MIT
Landgrabbing: Bauern ohne Land

Rund um den Globus führen Kleinbauern und indigene Völker seit Jahrzehnten einen Kampf gegen Großgrundbesitzer und Konzern-Multis für das Recht auf Land. Ohne Land keine Nahrung - so einfach lautet vielerorts die Gleichung.