Das große Artensterben – A Disappearing Planet

Tagtäglich sterben Tierarten aus - 100 bis 1000 Mal mehr als unter natürlichen Bedingungen. Der Mensch ist nicht unschuldig an der Misere durch Klimawandel, die Zerstörung natürlicher Lebensräume oder Wilderei. Dabei sind Reptilien und Vögel genauso betroffen wie Säugetiere. Welche Tierarten (noch) nicht vom Aussterben bedroht sind und welche kurz davor sind, erfahrt ihr in A Disappearing Planet.

Autor Hanadi Siering, 14.10.14

13 Prozent der Vogelarten, 22 Prozent der Reptilienarten, ein Viertel der Säuger (davon 63 Prozent der Primatenarten) und 41 Prozent der Amphibienarten sind von Aussterben bedroht. Diese Zahlen basieren auf dem Sachbuch The Sith Extinction von Elizabeth Kolbert und neuesten wissenschaftlichen Studien. Besonders anschauliche Informationen über den Status der Bedrohung verschiedener Tierarten gibt es auf der Website A Disappearing Planet, die gleichzeitig das schlimme Ausmaß des Sterbens zeigt.

 Screenshot „A Disappearing Planet“

Leider informiert die Website nicht über Insekten und andere Tierarten außer den genannten und gibt auch sonst keine weiteren Infos über deren Herkunft und Vorkommen.

Mehr über bedrohte Arten und biologische Vielfalt erfährst du in den RESET-Wissen-Artikel Bedrohte Arten und Biologische Vielfalt – Biodiversität.

Bedrohte Arten

Jährlich bringt die Weltnaturschutzunion IUCN (International Union for Conservation of Nature) eine aktuelle Rote Liste von bedrohten Arten heraus, in der die bekannten Vertreter aus dem Tier- und Pflanzenreich auf ihren Bedrohtheitsgrad überprüft werden. 2011 konnten fast alle Säugetiere und Vögel untersucht werden und die Ergebnisse waren gravierend: 25% aller Säugetiere sowie 13% aller Vögel sind als vom Aussterben bedroht eingestuft.

Biologische Vielfalt – Biodiversität

Bis zum Jahr 2050 werden 18% bis 35% aller Tier- und Pflanzenarten ausgestorben sein, so die Prognose einiger Wissenschaftler. Doch welche Auswirkungen hat der Verlust von Lebensräumen und Arten auf unser Ökosystem?