Bush-Meat

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Große Menschenaffen, Gorillas, Schimpansen, und Bonobos, sowie andere Tiere, vom Aussterben mehr oder weniger bedroht, werden für den Handel und den Verzehr in den äquatorialen Wäldern von West- und Zentralafrika gejagt, getötet und verspeist. Das Problem ist allgemein bekannt unter dem Namen Bushmeat, was Fleisch von wilden Tieren bedeuted.

Autor RESET , 15.04.08

Große Menschenaffen, Gorillas, Schimpansen, und Bonobos, sowie andere Tiere, vom Aussterben mehr oder weniger bedroht, werden für den Handel und den Verzehr in den äquatorialen Wäldern von West- und Zentralafrika gejagt, getötet und verspeist. Das Problem ist allgemein bekannt unter dem Namen Bushmeat, was Fleisch von wilden Tieren bedeuted. Eigentlich, sollte man meinen, nichts anderes als der Verzehr von Hirsch, Reh oder Wildschwein in heimischen Gefilden. Wäre Bushmeat auf die jagenden Menschen die den Regenwald bewohnen beschränkt, würde das sicherlich kein ernsthaftes Problem darstellen…

Eine Armee von einigen tausend kommerziellen Bushmeat Jägern streift durch die Regenwälder Zentralafrikas und schiesst, was das Zeug hält. Dabei wurde 2007 ein geschätzter Metzger-Wert von mehr als zwei Milliarden Dollar erlegt. Unter den erbeuteten Tieren befanden sich ca. 8.000 gefährdete große Menschenaffen und andere Tiere auf der Liste der vom aussterben bedrohten Tierarten.

Bushmeat ist ein hochbezahlter Exportartikel. Kaufwillige bezahlen hohe Prämien, um große Menschenaffen verspeisen zu können. Die Zahl der betroffenen Tiere übersteigt die Zahl der Tiere, die zur Zeit in den Zoos und Laboratorien der Welt gehalten werden. Wenn das Schlachten mit seiner gegenwärtigen Geschwindigkeit weitergeht, werden die restlichen wilden Menschenaffen in Afrika innerhalb der nächsten Jahrzehnte komplett ausgerottet sein. Mit ihnen wird der grösste Teil des äquatorialen Regenwaldes und die Kulturen der Stammesbevölkerung verschwinden, die dort für Millennien gelebt hat.

Wenn das Schlachten der geschützten und gefährdeten Arten aufhören soll, müssen Projekte zum Tragen kommen, die effektive Aufklärung und ein Umdenken bei den Menschen zum Inhalt haben. Den Menschen in den betroffenen Ländern müssen Alternativen aufgezeigt werden. Eine Kommerzialisierung des Naturschutzes ist notwendig.

Öko Tourismus, um nur ein Beispiel zu nennen, zeigt den Menschen in zum Regenwald nahe gelegenen Gebieten, dass es wertvoll ist, die Flora und Fauna zu schützen statt diese zu zerstören. Menschen, die am Handel und Export beteiligt sind, muss mit harten Strafen gedroht werden.

Es ist Zeit, dass diejenigen von uns, die sich über das Überleben und Wohlergehen der Regenwälder, der Menschenaffen, und die Zukunft des ganzen Lebens in Afrika sorgen auch aktiv etwas tun. Es ist zu wenig, vor dem Fernseher zu sitzen und sich von Filmen über Afrikas Fauna und Flora begeistern zu lassen. Die meisten der Filme, die heute gezeigt werden, sind alt und überholt. WPE arbeitet mit anderen Organisationen und allen Menschen, die sich für das Problem engagieren wollen, zusammen. Das WPE Kamerun Lehrer- und Studentennetzwerk arbeitet aktiv daran, mit Ortsansässigen Lösungen zu erzielen, um die Probleme zu beheben. Ein Problem das uns alle angeht. Es ist Zeit, zu handeln.

Quellen und Links

Dieser Artikel wurde von Wolfgang aus Yaounde erstellt (2008). Er engagiert sich für das Projekt WPE.

Bedrohte Arten

Jährlich bringt die Weltnaturschutzunion IUCN (International Union for Conservation of Nature) eine aktuelle Rote Liste von bedrohten Arten heraus, in der die bekannten Vertreter aus dem Tier- und Pflanzenreich auf ihren Bedrohtheitsgrad überprüft werden. 2011 konnten fast alle Säugetiere und Vögel untersucht werden und die Ergebnisse waren gravierend: 25% aller Säugetiere sowie 13% aller Vögel sind als vom Aussterben bedroht eingestuft.