„Beste-Reste-Menü“ statt „Ab-in-die-Tonne“ – bundesweite Aktionstage gegen Lebensmittelverschwendung

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In Deutschland landen jährlich etwa elf Tonnen Lebensmittel in der Mülltonne - Viele davon haben nur "Schönheitsfehler" und wären noch genießbar. Dieses Ergebnis einer Studie der Uni Stuttgart ist Anlass der bundesweiten Aktionstage gegen Lebensmittelverschwendung, die gestern unter dem Motto "Wir retten Lebensmittel!" in Bremerhaven eröffnet wurden.

Autor Hanadi Siering, 30.11.12

In Deutschland landen jährlich etwa elf Tonnen Lebensmittel in der Mülltonne – Viele davon haben nur „Schönheitsfehler“ und wären noch genießbar. Dieses Ergebnis einer Studie der Uni Stuttgart ist Anlass der bundesweiten Aktionstage gegen Lebensmittelverschwendung, die gestern unter dem Motto „Wir retten Lebensmittel!“ in Bremerhaven eröffnet wurden.

Deutschlandweit sind BürgerInnen, Unternehmen und Organisationen aufgerufen, im Rahmen der Kampagne „Zu gut für die Tonne“ Nahrungsmittel vor der Mülltonne retten, zu sammeln und zu spenden.

„Mit der Aktion geben wir allen die Möglichkeit, sich aktiv für weniger Lebensmittelabfälle einzusetzen“ (Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner)

Die Aktiontage, die in zunächst fünft anderen Städten stattfinden (Berlin, Essen, Konstanz, München und Hamburg), sind eine Kooperation von Slow Food Deutschland e.V.,  dem Bundesverband Deutsche Tafel e.V. und dem Bundesverbraucherministerium. Lebensmittel mit Schönheitsfehlern werden bei Supermärkten und Erzeugern eingesammelt und zu einem schmackhaften „Beste-Reste-Menü“ verarbeitet, das dann auf einer langen Tafel auf einem zentralen Platz der jeweiligen Stadt kostenlos zum Essen und Genießen angeboten wird.

In Bremerhaven beginnt am 1. Dezember um 5 vor 12 Uhr die Lange Tafel auf der Havenplaza am Klimahaus. Weitere Informationen rund um das Programm im Bremerhaven gibts im Internet.

Als weitere Veranstaltungsorte sind Berlin (Februar 2013), Essen (18.-20. April 2013), Konstanz (16.-18. Mai 2013), München (Juni 2013) und Hamburg (September 2013) geplant.

Viele potentielle Spender und und Empfänger von Lebensmitteln kennen die Rechtslage von solchen Spenden nicht genau. Deshalb hat das Bundesverbraucherministerium einen Ratgeber dazu veröffentlicht, der als PDF zum Download bereitsteht.