Agrosprit: Der Streit geht weiter

Beim Agrosprit ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. Jetzt haben über hundert vor allem US-amerikanische Wissenschaftler die Europäische Kommission aufgefordert, die indirekten Landnutzungsänderungensie endlich in der Gesetzgebung zu berücksichtigen. Auch RESET hat sich Gedanken zum Tanken gemacht.

Autor Sarah-Indra Jungblut, 12.10.11

Beim Agrosprit ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. Jetzt haben über hundert vor allem US-amerikanische Wissenschaftler die Europäische Kommission aufgefordert, die indirekten Landnutzungsänderungensie endlich in der Gesetzgebung zu berücksichtigen. Auch RESET hat sich Gedanken zum Tanken gemacht.

Die Wissenschaftler verweisen in ihrem Brief vor allem auf verschiedene Forschungsergebnisse – interessanter Weise sind beziehen sie sich hier auch auf Studien, die von der Europäischen Kommission selbst in Auftrag gegeben wurden. Das Ergebnis der meisten Arbeiten ist, dass konventioneller Agrosprit nicht nur nicht klimaschonend ist, sondern in seiner gesamten Bilanz zu einem erhöhten CO2-Ausstoß führen kann. „Bauern würden – so die Argumentation – angesichts steigender Preise für Agrosprit-Rohstoffe ihre Felder für den Anbau von Energiepflanzen nutzen. In der Folge werde der Anbau von Pflanzen für die Ernährung auf andere Fläche ausgewichen, etwa auf Wälder oder Brachflächen. Die gegenwärige EU-Gesetzgebung berücksichtige die mit dieser Zerstörung verbundenen erhöhten Emissionen nicht und schreibe deshalb Agro-Kraftstoffen einen sehr viel größeren Klimanutzen zu, als diese tatsächlich hätten.“ Ausführlich berichtet Klimaretter.info.

Auch RESET hat sich Gedanken über Agrosprit und andere Kraftstoff-Alternativen gemacht. In dem Artikel Gedanken zum Tanken geben wir einen Überblick über die verschiedenen Alternativen zu herkömmlichem Sprit.

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