In unserer digitalen Welt geht nichts ohne Rechenzentren. Aber der Wasserfußabdruck ihrer Kühlsysteme bedroht die Wasserversorgung in dürregeplagten Regionen.
Unser digitales Leben ist für hohe CO2-Emissionen verantwortlich. Sie entstehen vor allem bei der Herstellung unserer Geräte und beim Betrieb von Rechenzentren. Doch auch einige weniger bekannte Emissionsquellen tragen zu unserem digitalen CO2-Fußabdruck bei. Darüber berichtet Jens Gröger (Öko-Institut) im Interview.
Fliegen gilt im Moment als die Klimasünde Nummer eins. Doch unsere globalen Datenströme, die wir mit jeder Suchanfrage und jedem gestreamten Lied oder Video anfüttern, haben die CO2-Emissionen des Flugverkehrs längst überholt.
Jede einzelne Suchanfrage, jedes gestreamte Lied oder Video und jede Art von Cloud-Computing, milliardenfach ausgeführt, überall auf der Welt, ist für einen global immer größer werdenden Strombedarf verantwortlich – und damit auch für steigende CO2-Emissionen. Das digitale Zeitalter stellt uns vor große Herausforderungen.
Wie bekommt man Leute dazu, ihren ökokologischen Fußabdruck einzudämmen? Indem die gemessenen Werte direkt über Facebook veröffentlicht werden. Der "CO2-Sünder" wird vor seinen Freunden und Followern entlarvt. Jede Konsum-Entscheidung, die wir treffen, hat Auswirkungen auf den CO2 Verbrauch. Die Web-App Oroeco hilft, die sich zu verbessern und den ökologischen Abdruck so klein wie möglich zu halten.
Der Mode-Massenmarkt ist in den letzten Jahrzehnten exponentiell gewachsen – und ebenso sein riesiger ökologischer Fußabdruck. Können digitale Tools den Verkauf von Second-Hand-Kleidung so ankurbeln, dass die toxische Flut von Fast Fashion eingedämmt wird?
Essen, Wohnen, Reisen – wie viele Rohstoffe und Ressourcen unser individueller alltäglicher Lebensstil verbraucht, zeigt unser ökologischer Fußabdruck. Dass wir durchaus auch positiv auf unsere Umwelt einwirken, misst ab jetzt der ökologische Handabdruck. Also Daumen hoch für´s gute Gewissen!
Software ist eine systemrelevante Ressource unserer Gesellschaft geworden. Freie Lizenzen garantieren ihre langfristige Verfügbarkeit. Darüber hinaus kann der Einsatz freier Software auch direkt und indirekt natürliche Ressourcen schonen.
Plantyflix ist ein Dienst, der die monatliche Beiträge seiner Abonnent*innen ins Pflanzen von Bäumen investiert – um so die CO2-Emissionen zu kompensieren, die durch deren Streaming von Netflix entstanden sind.