Social Design oder: Products with an Attitude!

„Wir müssen lernen, die materiellen Wunder der Technologie mit den spirituellen Bedürfnissen unserer menschlichen Natur in Einklang zu bringen.“ (John Naisbitt, Megatrends)
Social Design, im Sinne von gute Ideen für gute Taten, ist für die Insider längst kein Fremdwort mehr. Viele Arbeiten im Design entstehen nicht nur zur Erfüllung der gewerblichen Aufträge, sondern auch für gemeinnützige Zwecke. Von den praktischen Erfahrungen bei der Realisierung solcher Entwürfe profitieren daher immer wieder soziale Organisationen.
Social Design als Überbegriff

Zu dem Begriff "Social Design" gehören gemäß der Globalen Kampagne Design21 (siehe unten) die Bereiche "Green Design" oder "Sustainable Design" und auch "barrierefreies (Behinderten gerechtes) Design" - etwa Patente aus dem Industriedesign für bspw. seh- und gehbehinderte oder demente Menschen. "Green Design" umfasst, wie der Name schon nahelegt, umweltfreundliches Design im weitesten Sinne. Z.B. spielen eine Rolle Kriterien wie Abbaubarkeit und Wiederverwertbarkeit von Baustoffen, Verwendung nachwachsender Rohstoffe usw. bei der Entwicklung von Produkten, ganzheitliche Aspekte beim Designen von Ausstellungen oder Marketingkonzepten (etwa mit einer sinnvollen "Message"), doch auch beispielsweise die parkähnliche Begrünung von stillgelegten Eisenbahnwegen in Großstädten oder von Hochhausdächern, oder auch das Entwerfen von Kampagnen zur Bewusstseinsschärfung bestimmter umweltschutzbezogener Themen, etwa im Werbesektor, bis hin zu groß angelegte Medienaktionen wie de Rothschilds Projekt "Die Reise der Plastiki".
Beispiele für soziales Design

- Der Hipporoller ist ein Beispiel für Soziales Design in der Entwicklungszusammenarbeit: In dem lassen sich rund 90 Liter Wasser rollend transportieren. Er ist eine Alternative zu 20-Liter-Gefäßen, die in einigen Ländern traditionell auf dem Kopf getragen werden, um Wasser zu holen.
Hier geht' s zur Homepage der Organisation hipporoller.org >>
- Solar-Batterie für Handys

Reisende soll man nicht aufhalten. Das muss man auch gar nicht, denn man kann sie anrufen, wenn sie diese Outdoor-Solarbatterie für Mobiltelefone eingepackt haben. Entwickelt für Expeditionen „Janz weit draussen“ ist diese Idee tatsächlich ganz nah am Puls der Zeit. Hoffentlich müssen nicht erst alle Menschen zu den Polen reisen, bevor jeder so eine trägt. www.saumadesign.de
- „Portable Light Project“ – „Licht-Bildung“ für die Dritte Welt

Initiiert von Kennedy & Violich Architecture (Boston,USA), widmet sich das „Portabel Lights Project“ einer globalen Problemstellung: 2 Milliarden Menschen weltweit leben ohne Stromversorgung. Wenn z.B. in der Sierra Madre die Sonne untergegangen ist, dann sind die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung erheblich eingeschränkt. Wie liest man ein Buch, wie geht man einem Hobby nach? Wie kann die Freizeit genutzt werden, um sich Bildung anzueignen? Das „Portable Light“ wird tagsüber am Körper getragen, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken, so dass die überlebensnotwendige Tätigkeit – zumeist körperliche Arbeit - nicht behindert wird. Solarzellen nutzen das reichlich vorhandene Sonnenlicht, um nach Sonnenuntergang mehrere Stunden lang hocheffiziente LEDs zu speisen. Der Lösungsvorschlag verbindet technologische Errungenschaften mit der Lebensrealität der Bewohner. Damit wird der Grundstock gelegt, um das Bestreben nach Verbesserung der Lebenssituation überhaupt möglich zu machen. mehr Infos findes Du hier: portablelight.org/
- Urbaner Dschungel

Die Architekten und Designer von Loom (London, gefördert vom Minnesota Masonry Institute) entwickelten 12 unterschiedliche, industriell fertigbare Beton-Quarder. Jeder Quarder resultiert, im Raport verbaut, in einer anderen Fassaden-Ästhetik. Interessant ist der zusätzlich angestrebte, nachhaltige Gedanke der Einbeziehung der Umwelt, wie etwa das Ableiten von Regenwasser in Wasserspielen, oder der Bereitstellung von Nistplätzen für die Vogelwelt.
- Design21 - A Social Design Network | UNESCO

Design21 ist die erste globale Initiative der UNESCO, die Akteurinnen und Akteure, Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen, aktiv für Social Design in einem Netzwerk aktiv bündelt und vorstellt. Eine Auswahl von ihnen und den Kreationen steht Euch hier unten zur Verfügung.

