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Neustart für eine zukunftsfähige Welt!

Wasser für (fast) alle – ein großer Fortschritt für die Menschheit

Die gute Nachricht der Woche: Entwicklungszusammenarbeit hat, trotz aller Kritik, nachhaltige positive Wirkung! Denn Fakt ist: Inzwischen haben 89 Prozent der Weltbevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten, so der neue Report von UNICEF und WHO.

Das ist ein Prozentpunkt mehr, als das für 2015 formulierte so genannte Millenniumsziel (alle Millenniumsziele im Überblick) vorsah. Damit ist eines der acht Millenniumsentwicklungsziele, auf die sich alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen im Jahr 2000 verpflichtet hatten, schon drei Jahre vor Ablauf der Frist erreicht. Das Ziel war, den Anteil der Menschen ohne sicheres Trinkwasser bis 2015 zu halbieren.

Das ist ein großer Erfolg, über den sich Viva con Agua natürlich wahnsinnig freut und zu dem wir in den letzten sieben Jahren einen kleinen Beitrag leisten konnten. Durch die Arbeit von Viva con Agua haben sich die Lebensbedingungen von weit mehr als 100.000 Menschen weltweit nachhaltig verbessert. Hier findest Du eine Übersicht der von VcA unterstützten Wasserprojekte: Viva con Agua Projekte

Der Fortschritt ist jedoch sehr ungleich verteilt. Noch immer haben 783 Millionen Menschen kein sauberes Trinkwasser – das sind 11 Prozent der Menschheit. Im Afrika südlich der Sahara verfügen beispielsweise nur 63 Prozent der Menschen über sauberes Wasser.

Zudem leben 2,5 Milliarden Menschen ohne ausreichende sanitäre Basisversorgung. Das heißt: Bei den sanitären Anlagen haben die Vereinten Nationen das selbstgesteckte Ziel verfehlt. Derzeit benutzen nur 63 Prozent der Weltbevölkerung hygienische Toiletten. Im Jahr 2015 könnten es nach Schätzung der Experten 67 Prozent sein - das Ziel lag aber bei 75 Prozent. Fast jeder siebte, etwa 1,1 Milliarden Menschen, wird Kot und Urin praktisch im Freien los. Das ist wiederum eine Quelle für Krankheiten und unsauberes Trinkwasser.

Deshalb konzentriert sich Viva con Agua auf die Förderung von WASH-Projekten unseres Partners Welthungerhilfe (WHH). Die enge Verzahnung der Probleme in den Bereichen Trinkwasserversorgung, sanitäre Grundversorgung und Hygiene/Gesundheit führt dazu, dass bei einer erfolgreichen Projektarbeit alle drei Komponenten in einem ausgewogenen Verhältnis berücksichtigt werden müssen. Diese drei Komponenten bilden den sog. WASH-Sektor (WASH = Water, Sanitation and Hygiene). Mehr Infos im Themen-Spezial Wasser der WHH.

Es gibt noch viel zu tun - packen wir 's an! Es liegt an uns, die Welt positiv zu verändern!