Integriertes Wassermanagement zur Armutsbekämpfung
Geschrieben von Sarah-Indra,
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/savethechildrenusa/5597515441/sizes/m/in/p">Save the Chidren/ flickr, CC-License</a>Der Wirtrschaftboom in Indien hat nur einen kleinen Teil der Bevölkerung erreicht. Vor allem die ländliche Bevölkerung, die immerhin 70% ausmacht, lebt in großer Armut, die Gesundheits- und Wasserversorgung ist schlecht bis nicht vorhanden. Laut UNICEF hat jede dritte Familie auf dem Land keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Ein Ergebnis dieser Missstände ist vor allem die extrem hohe Kindersterblichkeit.
Dazu kommt, dass vor allem die Kleinbauern, die sowieso schon unter unzureichenden Bewässerungssystemen und zunehmenden Missernten leiden, im Zuge der Marktliberalisierungen von westlichen übersubventionierten Produkten geradezu überrollt wurden. Aufgrund von privater Überschuldung haben sich bis heute in regelrechten Selbstmord-Wellen schätzungsweise 150.000 Kleinbauern in Indien das Leben genommen, wobei die Dunkelziffer weit höher liegen dürfte.
Gemeinsam mit der Welthungerhilfe wird Viva con Agua in drei Bundesstaaten im Norden Indiens Maßnahmen mit einem integrierten Wassermanagement-Ansatz durchgeführen. Das Projekt soll die Wasserverfügbarkeit für die besonders an den Rand der Gesellschaft gedrängten Bewohner in Bundelkhand, Bihar und Jharkhand erhöhen und damit die gesundheitliche und wirtschaftliche Situation der Menschen verbessern. Ziel ist es, die landwirtschaftlichen Erträge zu erhöhen und die hygienischen Zustände in den ökonomisch schwächsten Regionen Indiens aufzuwerten. Die soll durch den Bau von Trinkwasser-, Sanitär- und Bewässerungsanlagen umgesetzt werden.
Dabei liegen die globalen und lokalen Probleme in Bezug auf Klimaveränderungen und Umweltzerstörungen und deren Auswirkungen auf die Menschen im Fokus der Projektarbeit. Die geplanten Maßnahmen verbessern das Leben von rund 30.000 Kleinbauern.
Das Projekt startet in der Region Bundelkhand. Das Gebiet liegt in den indischen Bundesstaaten Uttar Pradesh und Madhya Pradesh. Der größte Teil gehört heute zu Madhya Pradesh. Auch wenn die Böden fruchtbar sind, so ist die Gegend sehr wasserarm und von Trockenheit bedroht. Der Großteil der Bevölkerung lebt in großer Armut.
Mit gut 7 Euro verschaffen wir einem Menschen im Projektgebiet dauerhaften Zugang zum kostbaren Gut Wasser! Let´s do it now!!!
Bisher über RESET geförderte Projekte von Viva con Agua: Viva con Agua konnte auch mit Hilfe von RESET-Spendern schon Menschen in Burundi, Ruanda und Kenia dauerhaften Zugang zu sauberem Trinkwasser verschaffen.
Viva con Agua St. Pauli

Was ist Viva con Agua?
Viva con Agua de Sankt Pauli e.V. (VcA) ist ein international tätiger, gemeinnütziger Verein mit Ursprung in Hamburg – St. Pauli. Die vorrangigen Ziele des Vereins sind:
* Verbesserung der Trinkwasserversorgung in Entwicklungsländern und somit Zugang zu sauberem Trinkwasser für alle
* Umweltschutz, insbesondere Gewässerschutz
* Schärfung des Bewusstseins aller Menschen für das globale Thema Wasser
* Bereitstellung einer sozialen Plattform, die jeder mit gestalten kann!
Was macht Viva con Agua konkret?
* Viva con Agua ist eine Initiative, die sich auf das Fundraising für Trinkwasser- und Sanitärprojekte in Entwicklungsländern spezialisiert
* VcA organisiert zusammen mit Eventagenturen und Location-Betreibern diverse Benefizveranstaltungen (Konzerte, Spendenläufe, Benefizfußballspiele, Wassertage etc.) und sammelt auf diese Weise Spenden für geplante Trinkwasserprojekte. Viva con Agua arbeitet mit Partnern wie der Welthungerhilfe (WHH) zusammen, diese führt die Projekte durch und berichtet kontinuierlich über den aktuellen Stand in den jeweiligen Projektländern
* Viva con Agua leistet zudem Aufklärungsarbeit über die globale Trinkwasserproblematik an Schulen und Universitäten in Hamburg und anderen deutschen Städten, vor allem sensibilisiert VcA junge Menschen zu Themen der Entwicklungszusammenarbeit
Was hat Viva con Agua bisher erreicht?
15 Projekte in 11 Projektländern hat Viva con Agua bereits finanzieren können.
Wie arbeitet Viva con Agua?
Der bewährte Partner bei der Realisierung von Trinkwasserprojekten ist die Welthungerhilfe (WHH e.V.). Die WHH garantiert durch ihre große Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit Seriosität und Nachhaltigkeit der von uns unterstützten Projekte. VcA hat beispielsweise in allen von der Welthungerhilfe ausgewählten Millenniumsdörfern die Trinkwasserkomponente übernommen.
Mit der Idee eines offenen Netzwerkes bietet Viva con Agua hilfsbereiten Menschen in Deutschland eine Plattform als Motivation zur Eigeninitiative! Der populäre Fußballverein FC St. Pauli ist offizieller Unterstützer der Hilfsinitiative.