Mittels Global Marshall Plan zur Ökosozialen Marktwirtschaft?
Geschrieben von Frank,
Vor der Konferenz Rio+20 gibt es zahlreiche kritische Diskussionen über die sogenannte Green Economy und die Vereinbarkeit ökologischer Ziele mit den derzeitig vorherrschenden Wirtschaftssystemen. Doch brauchen wir vielleicht eher einen weltweiten Übergang zu einer Ökosozialen Marktwirtschaft?
Die positiven Erwartungen an Rio+20 halten sich in engen Grenzen. Zu enttäuschend waren doch insgesamt die bisherigen Versuche, die Weltwirtschaft im Sinne der Nachhaltigkeit zu verändern. Man gelangt eben bei der Diskussion über Ökonomie in dieser Dimension unweigerlich in den Bereich von Werten und politischen Systemen - und dann geht es um weit mehr als die Frage, ob ein Green New Deal zu neuen Jobs führt.
In seinem Buch „Wege zum Gleichgewicht - Ein Marshallplan für die Erde“ hat 1990 Al
Gore die Idee eines globalen Marshallplans benannt. In Frankfurt haben 2003 neunzehn
zivilgesellschaftliche Organisationen die Global Marshall Plan Initiative gegründet.
Heute wird die Initiative von Nord und Süd, von Wirtschaftsvertretern, Politikern und
Globalisierungskritikern unterstützt. Dutzende Landes- und Gemeindeparlamente
in Deutschland, Österreich und Italien stellen sich bereits hinter die Initiative. Die Initiative
sieht in einer weltweiten Ökosozialen Marktwirtschaft einen Vorschlag zur Global
Governance. Die Initiative will aufklären, aufrütteln und über Beteiligung Bewusstsein schaffen.
Auf den Seiten der Global Marshall Plan Initiative kann sich jeder ein Bild von dem Konzept machen. Ist das die Antwort auf die Fragen, welche bei der Konferenz in Rio voraussichtlich gestellt werden?
