Berlin: Projekt BeMobility 2.0 - E-Carsharing in der Hauptstadt
Geschrieben von Christoph Claudius,Schon mal ein E-Car gefahren? Seit einem Jahr benutze ich in Berlin Flinkster, das Carsharing der Deutschen Bahn. Die waren nicht die ersten, das muss gesagt sein. Aber hier hat die Bahn "abgeliefert", wie man so schön sagt. Zum richtigen Zeitpunkt und mit genügend "Muskel" wurde eine flächendeckende Flotte an Klein- und Mittelklassewagen in Berlin aufgestellt. Transporter und Kombis sind ebenfalls an bestimmten Stationen erhältlich. Der Service ist nach einer Anmeldung und Erhalt der Karte unkompliziert und bezahlbar. Besitzer eines iPhone können mit der Flinkster-App extrem komfortabel vom Smartphone buchen. Das ist für mich mittlerweile ganz normal. Ich brauche im Stadtgebiet keinen eigenen Wagen (für Touren ins Umland eignet sich das Model übrigens nicht, da es zu teuer wird).
In der Flinkster-Flotte gibt es auch eine ganze Reihe E-Cars, die an ihrer Station mit dem Stecker in der Dose auf Kunden warten. Ich finde E-Mobility toll, wer könnte leise und beim Gebrauch saubere Autos auch nicht toll finden? Aber beim ersten, und bislang letzten Mal, als ich ein E-Car benutzen wollte, musste ich mir eingestehen, dass ich Berührungsängste habe. Befürchtungen wie der Strom (i.S.v. "Sprit") könnte für die Strecke nicht reichen, oder man könne jemanden umfahren, weil man nicht gehört wird, führten die Liste der spontanen Ängste an, und lieferten den Grund, immer ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor zu wählen. So schaut´s aus. Dämlich, aber wahr. Aber zu meiner Ehrenrettung, ich scheine nicht der einzige zu sein, der diese fixe Ideen mit E-Mobilität verbindet. In Berlin läuft deswegen mittlerweile Runde 2.0 der BeMobility Initiative der Bahn in Zusammenarbeit mit dem Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, der Nationalen Organisation für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie und der Modelregion Elektromobilität Berlin/Potsdam. "Die Integration von Elektromobilität ins öffentliche Verkehrssystem ist weiterhin das übergreifende Ziel des Vorhabens. Zudem sollen die informatorische und energetische Integration weiterentwickelt und erste konkrete Lösungsansätze praktisch umgesetzt werden.
Es gibt zur Zeit die Möglichkeit, an einer Befragung zum Thema Carsharing mit E-Cars teilzunehmen (siehe Link). Die Ergebnisse sollen Lösungen für so Typen wie mich hervorbringen, um den Umgang mit E-Cars so angstfrei wie möglich zu gestalten. Alleine, weil ich über meinen Angst-Reflex gegen das E-Car so verwundert bin, und ich kein Maulheld bleiben will, mache ich mit.
Macht doch auch mit.
