Was nun - Energiesparlampe oder LED?

Als bewusster Mensch gibt es viele Entscheidungen zu treffen. Seit neuestem auch die, welche Lampe denn nun in die Fassung gedreht werden soll: Energiesparlampe, LED, oder Halogen? Wir haben dazu ein paar Ideen.
Die klassische Energiesparlampe auf Basis einer Leuchtstoffröhre hat nicht den besten Ruf: Sie enthält giftiges Quecksilber und gehört weder in den Hausmüll noch in den Glascontainer, sondern müssen als Sondermüll entsorgt werden. Manche Händler nehmen kaputte Energiesparlampen zurück – aber längst nicht alle. Der Gang zur Sondermüll-Sammelstelle – von der es in jedem Landkreis und kreisfreien Stadt mindestens eine gibt – bleibt einem daher nicht erspart. Allerdings muss dieser Weg nicht allzuoft angetreten werden: Mit durchschnittlich 10.000 Stunden Lebensdauer leuchtet die Energiesparlampe etwa zehn Mal länger als die herkömmliche Glühbirne oder Halogenleuchten. Insgesamt stellte der Öko-Test fest, dass die Einsparmöglichkeiten von Energiesparlampen sehr viel geringer ausfallen als versprochen: Energiesparlampen - Kein Highlight
Mit im Rennen: LED-Lampen
Weitaus besser als die meisten Energiesparlampen schneiden laut der neusten Studie des ÖKO-Test LED-Lampen ab: Die LED-Lampe könnte in Zukunft unsere Zimmer erhellen und die Energiesparlampe ablösen. Verschiedene Hersteller haben LED-Lampen entwickelt, die noch mehr Energie sparen, länger halten und dabei angenehmeres Licht herstellen.
Die neuen LED-Lampen haben nun wie andere Leuchten ein Schraubgewinde, damit sie in eine normale Lampenfassung passen. Die hohen Anschaffungskosten zwischen 30 und 80 Euro rechnen sich durch den geringen Energieverbrauch schon nach drei Jahren. Im Vergleich zur Glühlampe werden bis zu 85 Prozent Energiekosten eingespart. Die Energiesparlampe schafft nur 70 Prozent.
Da die LED ein elektronisches Kleingerät ist, muss sie auch bei Wertstoff-Sammelstellen oder beim Händler, der einen Rücknahmeservice anbietet, entsorgt werden. Hier kann man Stellen finden, die alte Lampen entgegennehmen. Immerhin können 90 Prozent der Altlampen recycelt werden.
Die LED-Lampen können allerdings nicht in allen Punkten überzeugen. Manche Lampen haben Probleme, ein Zimmer auszuleuchten und wirken dabei auch noch recht unnatürlich. Bedenklich ist auch das Flimmern mancher LED. Das menschliche Auge nimmt es zwar kaum wahr - aber dafür das Gehirn. Das kann Stress erzeugen. Außerdem ist bei vielen Lampen die Elektrosmogbelastung sehr hoch. Sie überschreitet in manchen Fällen die TCO-Norm für Computermonitore um das Zehnfache.
Daher lohnt es sich, eine qualitativ hochwertige LED-Lampe zu bevorzugen. Diese Lampen kommen recht nah an die Natürlichkeit des Sonnenlichts heran. Außerdem empfiehlt sich, wegen dem Flimmern die LED-Lampen nicht für Schreibtisch- oder Nachtischlampen zu verwenden. Halogenleuchten stellen hier die bessere Alternative dar.
Es gibt noch einiges, was bei den LED-Lampen verbessert werden muss, wenn sie die Energiesparlampen vollständig ablösen wollen. Es wird mit Hochdruck an der Entwicklung gearbeitet. Damit hat die LED gute Chancen das Licht der Zukunft zu werden.
Hier kannst Du den gesamten Testbericht von Öko-Test nachlesen: LED-Lampen im Test
Sieh dir auch die Vor- und Nachteile von Energiesparlampen, LED und andere Leuchtmittel im WWF Faktenblatt Viel "Licht für wenig Strom" an.
Unser Tipp: Wenn Du etwas mehr Geld investieren kannst und möglichst viel Energie sparen willst, dann ist die 1. Wahl eine hochwertige LED-Lampe, z.B. Osram, Bioledex und Ledon, 2. Wahl hochwertige Energiesparlampen. Und bitte: Richtig entsorgen!
Hier findest Du eine Sammelstelle in Deiner Nähe: lightcycle.de
Was immer geht: Kerzenlicht! Aber bitte aus Bienenwachs!

