Nachhaltig Filme gucken

Jeder weiß, dass visuelle Reize manchmal intensiver wirken als jede intellektuelle noch so gut recherchierte Information. RESET hat dir Filme zusammengestellt, die "nachhaltig wirken". Die deinen Blick auf die Welt verändern. Nach deren Konsum du nicht mehr so durchs Leben gehst wie zuvor. Aus den Sparten Ökologie, Politik, Weltmarkt, Globalisierung, über Menschenrechte, Kriegslügen, Polit-Affären, Historisches, bis hin zu Verschwörungstheorien-Schmankerl und Ironisches oder einfach Filme, die dir die Schönheit und Verwundbarkeit der Welt ans Herz legen à la "Unsere Erde" oder "Die Reise der Pinguine": Hier ist für jeden Geschmack was dabei. Film ab!
Diese Liste wurde am 4. April 2008 angelegt und wird nun stetig fortgeführt. Wenn dich ein Film nachhaltig beeindruckt hat und du würdest ihn gerne einer größeren Öffentlichkeit zuführen, schreibe doch eine Mail mit Filmtipp an jenny@reset.to. RESET sagt Danke!
Die Fremde - ein Film von Feo Aladag

Kurzinhalt: Deutsches Drama, inszeniert von Zeo Aladag mit Sibell Kekili in der Hauptrolle: Als Umay vor ihrem gewalttätigen Ehemann mit ihrem Sohn aus Istanbul zu ihren Eltern nach Berlin flieht, wird sie von ihrer Familie verstoßen. Dass sie sich daraufhin wagt, ein eigenes Leben aufzubauen und sich weigert, ihren Sohn in die Türkei zurückzuschicken, bringt das Fass zum Überlaufen: Die Familie fasst einen folgenschweren Entschluss...
Während des Anschauens dieses Filmes hätte ich - sogar als Nichtraucherin - gerne 'ne Schachtel Zigaretten gehabt... Die junge Berliner Türkin wird wirklich atemberaubend gespielt von Sibell Kekili, sie hat dafür völlig zurecht große Preise erhalten. 2010 erhielt Die Fremde den Deutschen Filmpreis für die „beste Hauptdarstellerin“ (Sibel Kekilli) und den „Filmpreis in Bronze“. Auf dem Filmfestival Türkei/Deutschland 2010 war die Hauptdarstellerin des Films Sibel Kekilli zuvor mit dem Preis für die beste Schauspielleistung ausgezeichnet worden. Die Wikipedia schreibt dazu: "Der Film, der das Prädikat „besonders wertvoll“ der FBW erhielt, feierte am 13. Februar 2010 seine Welturaufführung im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Berlin und wurde hernach international ausgezeichnet. Die Fremde ist der deutsche Kandidat im Rennen um eine Oscarnominierung als bester fremdsprachiger Film. "Der Film behandelt auf höchst dramatische und subtile Weise den Kampf einer jungen deutsch-türkischen Mutter um ihre Selbstbestimmung in zwei Wertesystemen", urteilte die Jury"..."
Die Filmförderung des Bundes wählte das Filmprojekt Die Fremde 2007 für die höchste zu vergebende Fördersumme von 250.000 Euro aus." Der Film wurde über zwei Jahre lang liebevoll mit Laiendarstellern und Komparsen aus Istanbul und Berlin-Neuköln besetzt. Er ist wirklich unheimlich authentisch und mitreißend.
Hier geht's zum Interview mit der Produzentin
The age of Stupid

We feed the World

Tag für Tag wird in Wien gleich viel Brot entsorgt, wie Graz verbraucht. Auf rund 350.000 Hektar, vor allem in Lateinamerika, werden Sojabohnen für die österreichische Viehwirtschaft angebaut, daneben hungert ein Viertel der einheimischen Bevölkerung. Jede Europäerin und jeder Europäer essen jährlich zehn Kilogramm künstlich bewässertes Treibhausgemüse aus Südspanien, wo deswegen die Wasserreserven knapp werden. Mit WE FEED THE WORLD hat sich Erwin Wagenhofer auf die Spur unserer Lebensmittel gemacht. Sie hat ihn nach Frankreich, Spanien, Rumänien, in die Schweiz, nach Brasilien und zurück nach Österreich geführt. Roter Faden ist ein Interview mit Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. WE FEED THE WORLD ist ein Film über Ernährung und Globalisierung, Fischer und Bauern, Fernfahrer und Konzernlenker, Warenströme und Geldflüsse - ein Film über den Mangel im Überfluss. Er gibt in eindrucksvollen Bildern Einblick in die Produktion unserer Lebensmittel sowie erste Antworten auf die Frage, was der Hunger auf der Welt mit uns zu tun hat. Zu Wort kommen neben Fischern, Bauern, Agronomen, Biologen und Jean Ziegler auch der Produktionsdirektor des weltgrößten Saatgutherstellers Pioneer sowie Peter Brabeck, Konzernchef von Nestlé International, dem größten Nahrungsmittelkonzern der Welt. Die Website zum Film mit Verkaufslink
Idiocracy

Idiocracy ist eine im Jahre 2006 erschienene Science-Fiction-Komödie des amerikanischen Regisseurs Mike Judge. Er zeigt eine Dystopie der Welt des Jahres 2505, in der eine geistig degenerierte Gesellschaft vor ihrem Ende steht. Zu Beginn des Films wird unsere heutige Gesellschaft persifliert und gegenwärtige Entwicklungen beschrieben. Wie in Deutschland vor einigen Jahren wird auch hier der Missstand thematisiert, dass Akademiker keinen Drang verspüren, Kinder in die Welt zu setzen. Der Film illustriert dies an einem (zunächst) jungen Akademiker-Ehepaar, das über ca. 15 Jahre hinweg immer wieder neue Argumente dafür anführt, zunächst ohne Kinder weiterleben zu wollen, bis es für beide irgendwann zu spät geworden ist. Kontrastiert wird dieses Bild durch verschiedene andere Charaktere, die man der Unterschicht zuordnen könnte, sich aber rasant vermehren. Eine Sondereinheit der US Army plant zeitgleich die Operation „Winterschlaf“. Es soll überprüft werden, ob es möglich ist, Menschen über einen längeren Zeitpunkt in einen gefriergetrockneten Zustand zu versetzen und sie nach einem Jahr wieder zu beleben. Als Versuchspersonen wählt der verantwortliche Leiter den Armee-Bibliothekar Joe Bauer, den „durchschnittlichsten Durchschnittsamerikaner“ und die afro-amerikanische Prostituierte Rita. Beide wurden ausgewählt, da sie ohne Angehörige leben, und sich somit niemand über deren Verbleiben während des Versuches wundern würde. Bereits kurz nach Beginn des Versuchs wird der Verantwortliche wegen eines Sexskandals verhaftet, seine Spezialeinheit wird aufgelöst und der gesamte Stützpunkt mitsamt den Kältekammern der Versuchspersonen abgerissen und auf eine Mülldeponie verfrachtet. In den folgenden Jahrhunderten verdummte die Gesellschaft immer weiter, selbst grundlegende Infrastrukturen wie die Müllabfuhr konnten nicht länger aufrechterhalten werden. Durch diese Missstände kommt es im Jahr 2505 dann zu einer Mülllawine auf einer der gewaltigen Mülldeponien. Dadurch werden die Kältekammern wieder freigelegt und beschädigt, so dass diese sich öffnen und Joe und Rita in einer ihnen völlig fremden Welt erwachen. In Idiocracy sind gesellschaftskritische Elemente offensichtlich. Indem sich die dystopische Gesellschaft nur noch für substanzlose Oberflächlichkeiten und Bedürfnisbefriedigung interessiert, kommt es zu einem dramatischen Kultur- und Werteverlust. Ferner wird Kritik geübt an dem gesellschaftlichen Einfluss der Konzerne ("corporations") auf diesen Prozess (einige Konzerne wie z.B. die Kaffeefirma Starbucks, die Schnellrestaurantkette Carl's Junior sowie der konservative Nachrichtensender Fox News). Am Endpunkt dieser fiktiven "Verdummung" entsteht eine Gesellschaft, die nicht einmal mehr in der Lage ist, auch nur die grundlegendste Infrastruktur aufrecht zu erhalten, weil das Individuum sich willig der Bedürfnisbefriedigung hingibt und nicht mehr in der Lage ist, Probleme zu lösen und die Lage zu verbessern. Zur Trailer des Films bei youtube
The Road to Guantánamo

The Road to Guantánamo ist ein 2006 erschienenes Doku-Drama über drei britische Häftlinge in Guantánamo Bay, Kuba. Regie führte Michael Winterbottom zusammen mit Mat Whitecross. Der Film wurde am 14. Februar 2006 bei der Berlinale erstaufgeführt. Seine TV-Premiere feierte der Film beim britischen Sender Channel 4 am 9. März 2006. Bereits am folgenden Tag erschien er gleichzeitig im Kino, auf DVD und im Internet. The Road to Guantánamo wurde in Afghanistan, Pakistan und als Ersatz für Kuba im Iran gedreht. Der Film erzählt die Geschichte von Ruhal Ahmed, Asif Iqbal und Shafiq Rasul (den so genannten „Tipton Drei“); drei jungen Briten aus Tipton in den West Midlands, die 2001 von Milizen der Nordallianz in Afghanistan festgenommen wurden und fast drei Jahre in Guantánamo Bay inhaftiert waren, ohne Anklage oder juristische Vertretung. Zu Interviews mit den Dreien und Archivaufnahmen wird eine dramatisierte Geschichte von ihren Erfahrungen während ihrer Festnahme durch die Nordallianz, ihrer Auslieferung an die US-Streitkräfte und ihrer Haft in Kuba erzählt. Der Film zeigt die Anwendung von Prügel während des Verhörs, Foltermethoden wie Reizentzug und -überflutung oder über lange Zeit erzwungene schmerzhafte Körperhaltungen, und den Versuch der US-Streitkräfte, ihnen falsche Geständnisse über die Mitgliedschaft bei Al-Qaida und den Taliban zu entlocken. 2004 wurden die „Tipton Drei“ ohne Anklage zu erheben freigelassen. Der vierte Jugendliche Mounir, der während der Flucht aus Kunduz vor dem amerikanischen Bombardement verschwand, wurde nie wieder aufgefunden. Michael Winterbottom und Mat Whitecross haben 2006 den Silbernen Bären für die Beste Regie bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin gewonnen. Die Website zum Film Mehr bei Wikipedia_Road to Guantanamo
Darwins Alptraum

Darwins Alptraum (Originaltitel: Darwin's Nightmare) ist ein Dokumentarfilm des österreichischen Regisseurs Hubert Sauper aus dem Jahr 2004. Der vielfach preisgekrönte Film dokumentiert die ökologische und wirtschaftliche Katastrophe am ostafrikanischen Viktoriasee durch das Aussetzen des Nilbarsches. Der Titel Darwins Alptraum wurde lediglich in Deutschland verwendet, in Österreich und der Schweiz lief der Film unter seinem Originaltitel Darwin's Nightmare. Filmpremiere war am 20. Januar 2005. In Österreich lockte der Film nur rund 45.000 Besucher in die Kinos. International konnte Darwins Alptraum, obwohl nur Zahlen für Frankreich, Schweden, Spanien und England vorliegen, jedoch zumindest eine halbe Million Besucher verzeichnen. Inhalt: Irgendwann in den sechziger Jahren wurden in den Viktoria See in Ostafrika eine fremde Fischart eingesetzt - es war ein kleines wissenschaftliches Experiment. Der Nil Barsch, ein hungriges Raubtier, hat es innerhalb von drei Jahrzehnten geschafft, fast den gesamten Bestand der ehemals 400 Fisharten auszurotten. Mit dem Effekt, dass es derzeit so einen Überfluss dieses fetten Fisches gibt, dass seine Filets in die ganze Welt exportiert werden. An den Ufern des größten tropischen Sees der Welt landen jeden Abend riesige Frachtflugzeuge, um am nächsten Morgen wieder in die Industrieländer des Nordens zu starten, beladen mit hunderten Tonnen frischer Fischfilets. In Richtung Süden jedoch ist eine andere Ladung an Bord: Waffen. Für die unzählbaren Kriege im dunklen Herzen des Kontinents. Dieser florierende globale Handel von Kriegsmaterial und Lebensmitteln hat an den Ufern des größten tropischen Sees der Welt eine seltsame Stimmung und Menschenmischung erzeugt, welche die "Darsteller" dieses Films repräsentieren: einheimische Fischer, Agenten der Weltbank, heimatlose Straßenkinder, afrikanische Minister, EU-Kommissare, tansanische Prostituierte, russische Piloten... ”‘Darwins Alptraum‘ ist ein ganz realer Horrorfilm, den jeder mindestens einmal gesehen haben sollte.” (arte) ”Hubert Saupers preisgekrönter Film ist die bisher beste Dokumentation zum Thema Globalisierung.” (BR online) ”Die Bilder lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig.” (DIE WELT) ”… dieser Film, ‘Darwins Alptraum‘ ist mehr als ein Dokumentarfilm: denn er handelt auch von uns – von unserem Leben.” (Titel Thesen Temperamente) “Der Film trifft wie ein Schlag auf den Kopf .” (DIE ZEIT) “‘Darwins Alptraum‘ beschreibt packend eine ökologische Katastrophe. Ein bewegender Dokumentarfilm über einen Boom und seine Opfer.” (DER SPIEGEL) Website zum Film
Die Reise der Pinguine: eine der schönsten Liebesgeschichten der Welt ...

Wenn es Winter wird in der gnadenlosen Eiswüste der Antarktis, einer der unwirtlichsten Gegenden des Planeten, nimmt eine bemerkenswerte Reise ihren Lauf – und das seit Urzeiten. Tausende von Kaiserpinguinen verlassen die tiefblaue Sicherheit der Meere – ihren angestammten Lebensraum –, klettern auf das Packeis und machen sich auf den langen Weg in eine Region, die so trostlos und so extrem ist, dass dort zu dieser Jahreszeit keine andere Lebensform existieren kann. In einer langen Reihe schreiten die Pinguine voran, geblendet von Schneestürmen, gebeutelt von hurrikanartigen Winden, aber letztlich unbezwingbar und getrieben von dem überwältigenden Wunsch, sich zu paaren und fortzupflanzen, um das Überleben ihrer Spezies zu sichern. Geleitet von ihrem Instinkt und dem gleißend hellen Licht des „Kreuz des Südens“ wandern sie zu ihrem traditionellen Fortpflanzungsort, wo sie sich – nach einer rituellen Balz komplizierter Tänze und vorsichtiger Annäherung, die von einer Kakophonie ekstatischer Gesänge begleitet wird – zu Paaren zusammenfinden, die eine monogame Beziehung führen. Die Tage werden kürzer, das Wetter rauer. Die Kaiserpinguinweibchen verweilen nur so lange, bis sie ein einziges Ei gelegt haben. Danach kehren sie, erschöpft von Wochen ohne Nahrung, zurück über das Packeis in den fischreichen Ozean. Die Rückreise ist gefährlich, räuberische Seeleoparden lauern. Die Kaiserpinguinmännchen bleiben an Ort und Stelle, um die kostbaren Eier auszubrüten, die sie auf ihren Füßen balancieren. Dabei sind sie Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt ausgesetzt, trotzen den schrecklichen Unbilden des arktischen Winters und anderen Gefahren. Website zum Film
-> Viele dieser Filme könnt ihr über die schweizer Non-Profit-Organisation "Filme für die Erde" beziehen.
Unsere Erde

Eine Reise um den Erdball, so wie wir unseren Planeten noch nie gesehen haben! 200 Drehorte in 26 Ländern, über 40 Kamerateams, 250 Stunden Luftaufnahmen, 1000 Stunden Filmmaterial - das ist die beeindruckende Bilanz der Dreharbeiten. Regisseur Alastair Fothergill ("Deep Blue"), einer der Pioniere des modernen Naturfilmgenres, und Co-Regisseur Mark Linfield zeigen in "Unsere Erde" spektakuläre Luft- und Nahaufnahmen, die mit neuesten, speziell für diesen Film entwickelten Aufnahmetechniken entstanden. Fünf Jahre dauerte es bis zur Fertigstellung des Wunderwerks - fünf Jahre, die sich gelohnt haben. Die "Hauptdarsteller" von "Unsere Erde" sind eine Eisbärenmutter, die Futter für ihre neugeborenen Jungen jagt, während das Eis unter ihr schmilzt. Eine Elefantenkuh, die mit erstaunlicher Willenskraft ihr Kalb durch die ausgetrocknete Kalahari-Wüste führt, auf der Suche nach frischem Wasser. Eine Buckelwalmutter und ihr Kalb, die gemeinsam die längste Wanderung aller Meeressäugetiere unternehmen. Die Weibchen kämpfen für das Überleben ihrer Jungen; tun alles, um sie vor den Gefahren der Wildnis zu schützen. Doch immer mehr erschweren auch die Auswirkungen des Klimawandels das (Über)leben der Tiere ...
"Tank Man" or "The Unknown Rebel" - Tiananmen Square, 1989

Die Dokumentation “Tank Man - Tiananmen Square 1989” über den Mann aus China, der sich im Juni 1989 am Platz des himmlischen Friedens einer Kolonne von Panzern in den Weg gestellt hat, um gegen das Tiananmen Massaker zu demonstrieren. Diese Dokumentation handelt von dem Ereignis selbst und der entstehung des Bildes, das um die ganze Welt ging, vorher aber in einem Toiletten-Spülkasten vor der Chinesischen Polizei versteckt werden musste.
Super Market Secrets - Geheimnisse der Supermärkte

Die Dokumentation Super Market Secrets klärt auf, warum unser Obst und Gemüse im Supermarkt zwar toll aussieht, aber schmeckt wie Pappe. Warum Lebensmittel tonnenweise vernichtet werden, weil sie einigen EU-Richtlinien nicht entsprechen, und wie die Geflügel- und Tierzucht heutzutage funktioniert. Eine englische Dokumentation von Channel 4 hier gehts zur Website "get active!"
Vogelgrippe - H5N1 antwortet nicht.

Seuchenkommandos auf den Titelseiten, Eilmeldungen im Radio, und im Fernsehen sucht die Bundeswehr nach toten Vögeln. Erst Hubschraubereinsatz, dann Tornados; Minister raufen um Kompetenzen und Vogelkundler raufen sich die Haare angesichts des medialen Seuchenszenarios. Seit dem 16. Februar 2006 wird die deutsche Öffentlichkeit über die Massenmedien von der Vogelgrippe infiziert. Politiker, Medien, Institutsleiter und Pharmakonzerne spielen uns auf der Orgel der Angst das alte Lied vom tödlichen Virus vor, diesmal heißt es H5N1. In der EU und den USA fließen Milliarden in die Forschung nach Impfstoffen, den Kauf von Tamiflu und in die Einführung neuer Tests. Die Ängste in der Bevölkerung steigen und mit ihnen der Wert mancher Aktien. Doch die naheliegendsten Fragen werden nicht gestellt. Und wenn sie gestellt werden, bekommt man keine Antwort. Website von Gerhard Wisnewski, einem kritischen Journalisten H5N1 antwortet nicht! Auf der Suche nach dem "Killervirus" Ein Film von Michael Leitner und Thomas A. Hein (DVD, 66 Min, PAL) Für Bestellungen: http://www.wunschfilme.net/vg.html
Unser täglich Brot. Grimmepreis 2008

Ein Blick in die Welt der industriellen Nahrungsmittelproduktion und der High-Tech-Landwirtschaft: Zum Rhythmus von Fließbändern und riesigen Maschinen gibt der Film kommentarlos Einsicht in die Orte, an denen Nahrungsmittel in Europa produziert werden: Monumentale Räume, surreale Landschaften und bizarre Klänge - eine kühle industrielle Umgebung, die wenig Raum für Individualität lässt. Menschen, Tiere, Pflanzen und Maschinen erfüllen die Funktion, die ihnen die Logistik dieses Systems zuschreibt, auf dem der Lebensstandard unserer Gesellschaft aufbaut. UNSER TÄGLICH BROT ist ein Bildermahl im Breitwandformat, das nicht immer leicht verdaulich ist - und an dem wir alle Anteil haben. Eine pure, detailgenaue Filmerfahrung, die dem Publikum Raum für eigene Erkenntnisse lässt. Zur Website des Films >>
Das kurze Leben des José Antonio Gutierrez

Am 21. März 2003 starb José Antonio Gutierrez als erster US-Soldat im Irak-Krieg. Er war 29 Jahre alt, auch wenn das Geburtsjahr auf seinem Grabstein mit 1980 angegeben ist. Als Greencard-Soldier ging José für ein Land in den Krieg, das ihn erst posthum einbürgerte und als Helden feierte. Der Film macht sich auf die Suche nach den Wurzeln des jungen Mannes: als Straßenkind in Guatemala aufgewachsen, träumt José von einem sorgenfreieren Leben in den USA. 1996 macht sich der damals 22jährige auf eine Monate lange Reise. Er verlässt sein vom Bürgerkrieg gebeuteltes Land, fährt auf Güterzügen als blinder Passagier quer durch Mexiko und jobbt als Erntehelfer. Bei San Diego will er über die Grenze in die USA. Drei Versuche benötigt er, bis er es tatsächlich schafft. Er macht sich ein paar Jahre jünger, weil Minderjährige nicht ausgewiesen werden, und lebt in verschiedenen Pflegefamilien. Ein Zuhause, in dem er wirklich zur Ruhe kommt, findet der stolze Latino nicht. José träumt davon, Architekt zu werden, und verpflichtet sich schließlich bei den Marines. Die Bush-Regierung hat Freiwilligen eine zeitverkürzte Einbürgerung in Aussicht gestellt. So zieht José für ein fremdes Land in einen Krieg, in dem er nur wenige Stunden überlebt. Die filmische Spurensuche bringt Menschen vor die Kamera, die José in seinem kurzen Leben begleitet haben, aber auch solche, die wie er ihre Familien und Freunde zurücklassen – angetrieben von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft in den USA... Grimmepreis 2008 Zur deutschen Website des Films The Shortlife-film.com (English Version)
Please vote for me

Wuhan is a city in central China about the size of London, and it is here that director Weijun Chen has conducted an experiment in democracy. A grade 3 class at Evergreen Primary School has their first encounter with democracy by holding an election to select a Class Monitor. Eight-year olds compete against each other for the coveted position, abetted and egged on by teachers and doting parents. Elections in China take place only within the Communist Party, but recently millions of Chinese voted in their version of Pop Idol. The purpose of Weijun Chen’s experiment is to determine how, if democracy came to China, it would be received. Is democracy a universal value that fits human nature? Do elections inevitably lead to manipulation? Please Vote for Me is a portrait of a society and a town through a school, its children and its families. In 20 years China has become one of the most powerful countries in the world. It has a huge economy and 1.3 billion people live in the country! It’s not for nothing that everyone keeps an eye on China. But China is not a democracy. In fact China has been ruled by the Communist Party since 1949. And even though most of the world is keen to find out more about China, the inner workings of the Chinese Government are actually largely unknown to the rest of the world. Some believe that the party is paving the way for democracy through economic growth, others point to the Parties tough stance against political dissidents as a sign that it is not relinquishing power to the people. But let’s forget about the facts. Let’s imagine that there was a democracy in China, how would it look? Who would the Chinese people vote into power? As the world becomes ever more integrated; socially, culturally and economically. Can we ask the same questions for the world? We do not have a global government, and are far from having a global democracy, but we can ask ourselves what would we want a global democracy to look like? Who would you vote for as president of the world? Why democracy? Join the debate>>> Filmwebsite bei PBS
The Iron Wall

After 1967 and the occupation of the West Bank and Gaza, the aim of the settlement movement became clear - create facts on the ground and make the creation of a Palestinian state impossible. Thirty nine years of occupation and the policy started showing results. There are now more than 200 settlements and outposts scattered throughout the West Bank blocking the geographic possibility of a contiguous Palestinian territory. The Iron Wall documentary exposes this phenomenon and follows the timeline, size, population of the settlements, and its impact on the peace process. This film also touches on the latest project to make the settlements a permanent fact on the ground - the wall that Israel is building in the West Bank and its impact on the Palestinian's peoples. Settlements and related infrastructures are impacting every aspect of life for all Palestinians from land confiscation, theft of natural resources, confiscation of the basic human rights, creation of an apartheid-like system, to the devastating impact in regards to the future of the region and the prospect of the peace process. Palestinians and Israelis began the peace process based on a very simple principle: land for peace. Settlements destroy that principle and create a land with no peace. Die Website des Films
Culture Jamming

Die Dokumentation „Culture Jamming“ verfolgt die subversive Kulturstrategie des 21ten Jahrhunderts von den Anfängen bei Marcel Duchamp und der Situationistischen Internationalen bis hin zum postmodernen Info-War. Culture Jamming verbreitet virale Information, gefakte Medienkampagnen oder Websites um die Massenmedien zu „jammen“. Hans Bernhard von ubermorgen.com wurde von FBI, CIA und NSA gejagt, weil er auf seiner Website voteauction.com eine Handelsplattform für amerikanische Wählerstimmen anbot. Der Claim „Bringing Capitalism and Democracy Closer Together“ sorgte für heftige Medienresonanz, die in einem CNN-Feature der Gerichtssendung „Burden Of Proof“ gipfelte. In seinem Projekt „Google Will Eat Itself“ hackt Hans Bernhard die Selbstreferentalität von Google. Von Google-Geld werden Google-Aktien gekauft und an die Internet-Community ausgeschüttet. Der grosse Medienhoax vom italienischen Künstlerpaar 01.org fand auf dem Karlplatz in Wien statt. Im Namen der Firma Nike besetzten 01.org den Platz und gaben vor, ihn in Nikeplatz umzubenennen und ein gigantisches Swoosh-Symbol darauf zu bauen. Die Bürger von Wien reagierten wütend und aufgeregt. Nike startete einen Gerichtsprozess um 78.000 Euro gegen die Organisatoren. Paolo Pedercini aka Molleindustria aus Mailand programmiert „Political Videogames Against The Dictatorship Of Entertainment”. In den Games “Tuboflex” und “Mc Donalds Videogame” wird der Spieler mit den Probleme der prekären Beschäftigung, des modernen Arbeitsmarktes und der industriellen Massenproduktion von Lebensmitteln konfrontiert. Molleindustria starten eine ernsthafte Diskussion über die politischen Inhalte von Videospielen. Lauflänge: 32:22 min. Mehr Informationen: http://www.culture-jamming.de Kontakt: info@culture-jamming.de
"e-Dump" 20 Min. Dokumentation über das chinesische Elektronik-Müll-Dorf "Guiyu"

Eine 20 minütige Dokumentation über das Dorf "Guiyu" in der Provinz Guangdong. Das Dorf gilt als die größte Elektronik-Müllhalde der Welt. Guiyu wei Wikipedia Zur Website von michaelzhao - unabhängige Videothek
Holes in the Sky? The H.A.A.R.P. Project

"Löcher am Himmel" dokumentiert ausführlich die möglichen Wirkungsbereiche des "HAARP" Projektes. Über Wettermanipulation hinaus kann HAARP angeblich auch Kontrolle über Gedanken und das menschliche Bewußtsein ausüben. Bereits Nikola Tesla entdeckte diese Technologie vor über 100 Jahren. Wozu genau HAARP heutzutage dient ist weitesgehend unbekannt. In diesem Zusammenhang allerdings ist die Erwähnung bunter Energiewolken über der chinesischen Provinz Sichuan interessant. Diese tauchten ca 30 Minuten vor dem verheerenden Erdbeben im Mai 2008 auf. Das HAARP (High Frequency Active Auroral Research Program, auch High Frequency Active Auroral Research Project) ist ein US-amerikanisches ziviles und militärisches Forschungsprogramm, bei dem hochfrequente elektromagnetische Wellen zur Untersuchung der oberen Atmosphäre (insbesondere Ionosphäre) eingesetzt werden. Weitere Forschungsziele sind Erkenntnisse auf den Gebieten der Funkwellenausbreitung, Kommunikation und Navigation. Betrieben wird die abgelegene Anlage nordöstlich von Gakona in Alaska von der University of Alaska, der US Air Force und der US Navy. Insgesamt waren 14 Universitäten an der Planung der Anlage beteiligt. (Wikipedia) Trailer ansehen >>> Zur H.A.A.R.P.-Homepage
The Global Brain

Peter Russell zeichnet in diesem Film ein inspirierendes und optimistisches Bild von der Zukunft der Menschheit. Dieses Bild basiert auf der Vorstellung einer mitreissenden dynamischen Entwicklung, die die Menschen aufs Neue mit ihrer Intuition und den tieferen Bereichen ihres Bewusstseins zusammenbringt. "The Global Brain" geht von der These aus, dass die Erde ein einziger sich selbst regulierender Organismus ist. Die Rolle des Menschen definiert sich so aus seiner Funktion innerhalb des planetarischen Systems. Die Menschheit befindet sich an der Schwelle eines immensen evolutionsgeschichtlichen Sprungs, der gleichbedeutend ist mit der Entstehung des Lebens überhaupt. Es wird deutlich, dass spirituelles Wachstum nichts anderes ist als die Kraft der Evolution auf ihrem Entwicklungsgang durch das menschliche Gehirn. Russell stellt fest, dass wir allein durch die Erforschung unseres Selbst zu jenen Kräften vordringen können, die in der Lage sind, uns durch die verschiedenen Weltkrisen unserer Gegenwart hindurch in ein neues Zeitalter der menschlichen Entwicklung zu führen. Trailer ansehen >>>
Todeszone: Nach dem Super-GAU in Biblis

Viel Aufregung um einen Film, der - wie die Kritik nach der Sendung verwundert konstatierte - keine Horrorgeschichte im Hollywood-Stil präsentierte, sondern sich strikt an die Fakten hielt: klar, sachlich und kühl. Und der gerade deshalb eine nachhaltige Wirkung erzielte: Ein beklemmendes Dokument über eine Katastrophe, die tatsächlich stattfinden könnte: jederzeit. Ein Bus fährt langsam über die mittelalterliche Tauber-Brücke. Die Passagiere tragen Atemschutzmasken und weiße Schutzanzüge. Sie sind auf dem Weg in eine Geisterstadt: Rothenburg. Menschenleere Plätze, Straßen ohne Autos, Häuserzeilen mit verschlossenen Fensterläden, stillgelegte Büros und Fabriken. Frankfurt am Main, Darmstadt, Rüsselsheim: verbotenes Gebiet. Dies sind Bilder aus der Sperrzone, drei Monate nach der Katastrophe, dem Supergau im Atomkraftwerk Biblis. Mehr als zehntausend Quadratkilometer hat der Krisenstab in Bonn räumen lassen, in der Nacht und den Tagen nach der Kernschmelze. Zum erstenmal darf eine Gruppe ausgewählter Journalisten die Todeszone betreten. Ein Film über den undenkbaren Unfall, der gleichwohl in Risikostudien und Katastrophenschutzplänen berechnet, aber nicht zu Ende gedacht wird. Eine Fiktion mit dokumentarischen Fakten, die das Unsichtbare zwischen den Zeilen wissenschaftlicher Abhandlungen sichtbar macht. Ein Dokumentarspiel, in dem sich Politiker und Wissenschaftler zu den Folgen der Katastrophe äußern. Und in dem Menschen aus der Region persönlich erleben, was der Begriff "Restrisiko" bedeutet. Schon während der Dreharbeiten für diesen Film polemisierten die Stromkonzerne gegen das Projekt. Von "Panikmache" und "sachlicher Unkenntnis" war die Rede. Die Atomlobby ließ kurz vor der Erstausstrahlung eine Sonderbeilage für die Lokalpresse der Region drucken: darin frei erfundene Behauptungen über das Szenario, das dem Film zugrunde lag. Ein "Bürgertelefon" und großformatige Anzeigen in führenden deutschen Tageszeitungen sollten die Bevölkerung nach der Sendung beruhigen. Liste von Politischen Dokus aus Deutschland
The Corporation

THE CORPORATION stellt die Frage nach der geistigen Gesundheit einer Institution, die im Geschäftsverkehr die Rechte eines Menschen genießt, ohne sich um menschliche Werte zu kümmern. Der Film führt den psychopathischen Charakter der Institution Großkonzern anhand von haarsträubenden Fallstudien vor. Sie zeigen, wie Unternehmen uns beeinflussen, unsere Umwelt, unsere Kinder, unsere Gesundheit, wie sie Medien und Demokratie manipulieren. Unter den 40 Interviewten sind Konzernchefs und leitende Manager aus allen Wirtschaftsbereichen: Öl- und Pharmaindustrie, Reifenherstellung, Schwerindustrie, PR, Branding, Werbung, verdecktes Marketing. - Sachlich im Tonfall ... lässt der Film Insider zur Sprache kommen und enthüllt so den Wahnsinn des Systems in deren eigenen Worten? (Seattle Weekly) Videostream 1 Videostream 2
Über Wasser - Menschen und gelbe Kanister

"Von der großen Flut bis zum letzten Tropfen - Klug, sensibel und fesselnd erzählt Udo Maurer drei Geschichten zu einem globalen Thema: Uns steht das Wasser bis zum Hals." Joachim Riedl, DIE ZEIT Die neue österreichische Filmdokumentation "Über Wasser" des Regisseurs Udo Maurer erzählt in drei Kapiteln aus drei unterschiedlichen Teilen unserer Erde von der existentiellen Bedeutung des Elements Wasser für die Menschheit. Ein scheinbar banales und selbstverständliches Faktum wird so zu einer spannenden und unmittelbaren Erzählung vom alltäglichen Kampf ums Überleben. Trotz des Wassers. Ohne das Wasser. Mit dem Wasser. Von den Fluten und Überschwemmungen im Mündungsgebiet des Brahmaputra in Bangladesch, über die ehemals florierende Fischerei- und Hafenstadt Aralsk am Aralsee, die heute verloren in der trockenen kasachischen Steppe liegt, bis zum täglichen Kampf aller gegen alle um ein paar Kanister sauberen Wassers in Kibera, dem größten Slum im afrikanischen Nairobi. "Über Wasser" ist ein dokumentarisches Lehrstück über ein großes Thema: ein eindringlicher Versuch, die Selbstverständlichkeit und Vertrautheit unseres Alltags mit ein paar Fragen, Ahnungen und Zweifeln zu erschüttern. Zur Homepage von "Über Wasser - Menschen und gelbe Kanister"
Eisenfresser

Die jährliche Hungersnot zwingt die Bauern, ihre Heimat im Norden Bangladeschs zu verlassen, um als Saisonarbeiter auf den Schiffsabwrack-Werften im Süden des Landes anzuheuern. An den Stränden von Chittagong zerlegen sie von Hand ausgemusterte Tanker und Containerschiffe aus den Industrieländern. Regisseur Shaheen Dill-Riaz konfrontiert uns in seinem Dokumentarfilm mit einem ausgeklügelten System von Ausbeutung und Abhängigkeit. Gerade diejenigen, die die gefährlichsten und härtesten Arbeiten erledigen, geraten in eine ausweglose Schuldenfalle, der nur die wenigsten entkommen können. Der Film erhielt viele internationale Auszeichnungen; Kinostart: 12. Juni 2008 Zur Homepage des Films >>>
Black Gold, Doku zu Fairtrade

Während wir süsse Lattes und Capuccinos geniessen, schmecken verarmte äthiopische Kaffeebauern den bitteren Geschmack der Ungerechtigkeit. Warum Fairtrade Sinn macht, um was es dabei wirklich geht, über Weltmarkt, WTO, die Multimilliarden-Dollar-Industrie dahinter und einen Mann der sich für seine Bauern einsetzt. Die DVDs gibts erst in english. Filme für die Erde und StopArmut hält Ausschau nach Wegen, diese DVD auch in deutsch in der Schweiz zugänglich zu machen. Black Gold - The Movie (Homepage zum Film)
Monsanto - Mit Gift und Genen

Monsanto erwirtschaftet viel Geld. Viel Geld aus Geschäften mit Agent Orange, PCB oder Gen-Pflanzen. Erfolgreich ist der Gigant auf dem Agro-Sektor deshalb, weil er beste Beziehungen zu Regierungsbehörden hat, Druck ausübt oder Gutachten manipuliert, um seine Produkte auf den Markt zu bringen. Die Regisseurin Marie-Monique Robin dokumentiert in ihrem Film Monsanto, mit Gift und Genen, der morgen auf ARTE läuft, die dreckigen Machenschaften des Konzerns. Luftaufnahme eines Kornkreises in einem Feld 300 km nordoestlich von Manila. Angelegt von lokalen Bauern und Greenpeace Aktivisten, um gegen den Anbau von gentechnisch... Monsantos Skandalgeschichte ist lang: So zeigt Robins Film, dass Monsanto seit Jahrzehnten über die hochtoxische Wirkung von PCB, eines der schlimmsten Umweltgifte, Bescheid wusste. Die Verkäufer aber erhielten die Weisung, darüber zu schweigen. In Verruf geriet die Firma auch wegen des Verkaufs des Wachstumshormons rBGH. In Europa und Kanada sind sie verboten: Risiken für Verbraucher, die Milch von entsprechend behandelten Kühen trinken, konnten nicht ausgeschlossen werden. In den USA versuchte Monsanto Molkereien gerichtlich zu zwingen, nicht mehr mit dem Aufdruck rBGH-frei zu werben.
Monsantos Griff nach unseren Lebensmitteln
Die GMO (gentechnisch manipulierte Organismen, Anmerk. der Red.)kamen auf den Markt, ohne dass sie irgendeinem ernst zu nehmenden wissenschaftlichen Test unterzogen worden wären. Die Zulassung geschah aus rein politischen Gründen. Das hat der Sprecher der Food and Drug Administration (FDA), James Maryanski, vor laufender Kamera auch zugegeben, erklärt Robin in einem Interview auf arte.de. Tatsächlich stammen 90 Prozent aller weltweit angebauten Gen-Pflanzen von Monsanto. Über Patente sichert sich der Konzern weitreichende Zugriffsrechte auf die Produktion unserer Lebensmittel: Die Ernte gehört nicht dem Landwirt allein. Über exklusive Nutzungsrechte kann der Konzern bestimmen, wer was zu welchen Preisen kaufen darf. Denn selbst die verarbeitete Ernte, also das Endprodukt ist im Patentanspruch enthalten. Das global agierende Unternehmen verfolgt ein atemberaubendes Ziel: Es will die globale Landwirtschaft vollständig unter seine Kontrolle bringen, sagt Ulrike Brendel, Gentechnikexpertin von Greenpeace. Dabei greifen Monsantos Strategien wie Zahnräder ineinander: Einflussnahme auf Politik und Wissenschaft, Aufkauf konkurrierender Unternehmen, aggressiver Erwerb von Patenten, Kontrolle von Landwirten und Inkaufnahme der Kontamination unserer Nahrungsmittel mit Gen-Pflanzen.
Kapitalismus aus dem letzten Jahrhundert
Leidtragende sind Landwirte, die mit Monsanto Verträge abgeschlossen haben: Sie dürfen aus der eigenen Ernte kein neues Saatgut für die nächste Saison gewinnen, müssen Chemikalien von Monsanto kaufen und dürfen im Konfliktfall nicht mit Dritten über die Angelegenheit reden. Zu guter Letzt setzt Monsanto zur Kontrolle sogenannte Detektive ein, die jederzeit das Grundstück des Landwirts betreten dürfen. Nicht nur die Vertragsbauern sind Opfer des Konzerns: Der kanadische Raps-Farmer Percy Schmeiser wurde von Monsanto wegen Patentrechtsverletzung angeklagt. In Schmeisers Ernte fanden sich von Monsanto patentierte Gene. Schmeiser erklärte, dass seine Ernte durch Gen-Felder verunreinigt wurde. Dramatisch sind die Auswirkungen in Indien: Für das teure Monsanto-Saatgut nehmen Landwirte Kredite auf. Es ist gentechnisch so verändert, dass es gegen bestimmte Schädlinge widerstandsfähig ist - aber eben nur gegen bestimmte. Fällt die Ernte schlecht aus, geraten sie in eine Schuldenspirale. Hunderte von ihnen begehen jedes Jahr Selbstmord.
Let's make money!

DAS THEMA
Let’s make MONEY folgt dem Weg unseres Geldes, dorthin wo spanische Bauarbeiter, afrikanische Bauern oder indische Arbeiter unser Geld vermehren und selbst bettelarm bleiben. Der Film zeigt uns die gefeierten Fondsmanager, die das Geld ihrer Kunden jeden Tag aufs Neue anlegen. Zu sehen sind Unternehmer, die zum Wohle ihrer Aktionäre ein fremdes Land abgrasen, solange die Löhne und Steuern niedrig und die Umwelt egal ist. Wir erleben die allgegenwärtige Gier und die damit verbundene Zerstörung, die mit unserem Geld angerichtet wird.
Der Film zeigt uns mehrere Ebenen des Finanzsystems. Wir erfahren auch, warum es auf dem Globus zu einer unglaublichen Geldvermehrung gekommen ist. Wir lernen deren Konsequenzen für unser Leben kennen. Täglich werden Milliardensummen, die möglichst hoch verzinst werden sollen, mit Lichtgeschwindigkeit um den Globus transferiert. Let’s make MONEY zeigt uns einige Zwischenstationen dieser Geldvermehrungsreise, wie die Schweiz, London oder Jersey. Warum ist die Kanalinsel das reichste Land Europas? Steueroasen nutzen Konzerne und Reiche, um Steuern zu sparen. Bislang hat die Politik dies nicht verhindert. Dabei setzten die Regierungen die Spielregeln für das weltweite Geldsystem fest. Seit den 70er Jahren erleichterten sie den Geldfluss und schufen so die Grundlage für den Boom der weltweiten Finanzindustrie mit ihren Zentren in London, New York oder Frankfurt. Es ging dabei immer um Interessen von wenigen Mächtigen. So konnten der Internationale Währungsfonds und die Weltbank vielen Entwicklungsländern eine Privatisierung von Altersvorsorge, Stromerzeugern oder Baumwollfabriken aufzwingen, nachdem deren Regierungen durch eine hohe Verschuldung erpressbar geworden waren. Dies eröffnet neue Anlagemöglichkeiten für unser Geld. Doch dieser „Ausverkauf“ von sozialen Errungenschaften wie Gesundheitssystem, Pensionswesen, Energieversorgung und öffentlicher Verkehr passiert nicht nur in der fernen „dritten“ Welt. Wir alle sind direkt davon betroffen. Und genau davon handelt der Film: Wir erleben keine Finanzkrise, sondern eine Gesellschaftskrise – die wir mit unserem Geld beeinflussen können.
No end in sight

Unter dem englischen Originaltitel "No End in Sight" war "Invasion der Amateure" im Frühjahr 2008 für den Dokumentarfilm-Oskar nominiert - völlig zu Recht, denn eindrucksvoller sind die haarsträubenden Fehler und Versäumnisse der US-amerikanischen Irak-Invasion bisher wohl kaum gezeigt worden.
FUEL | America is addicted to oil... It's time for an intervention.

Die englischsprachige Dokumentation über das Ende des Erdöls hat bereits viele Preise und Auszeichnungen gewonnen, u.a. den Publikumsaward des Sundance Film Festivals. Das Drehbuch wurde von Johnny O'hara geschrieben und Regie führte Josh Tickell, Ko-Produktion: Bluewater Ent. & Little Film Company.
Mehr Informationen zu FUEL findet Ihr auf der Website www.fieldsoffuel.com
Selbst ein Drehbuch schreiben?

Hast Du eine Idee für einen eigenen Film mit ökologischer Story? Dann bewirb Dich bei der "Green Me Story" Drehbuchförderung! Die "Green Me Story" Drehbuch Förderung wird in Kooperation mit dem NABU Berlin e.V. bei der 59. Berlinale 2009 zum ersten Mal ausgelobt. Sie soll einen Anreiz schaffen, sozio-ökologische Geschichten für die Leinwand zu entwickeln. Das Augenmerk dieser Drehbuch Förderung liegt in erster Linie auf klassischen Langspielfilmstoffen. Es können auch Ideen für Dokumentarfilme eingereicht werden. Diese Geschichten sollen das Bewusstsein des Kinopublikums für die uns alle umgebende Natur sensibilisieren. Diese Ausschreibung soll als Chance und Aufbruch begriffen werden. Die Drehbuchförderungen mit einem Gesamtvolumen von bis zu 35.000 Euro für maximal drei Preise werden für Treatments vergeben, die von einer Fachjury ausgewählt wurden. Mehr dazu und zu den Einreichungsbedingungen unter http://www.greenme.de/story .
GreenMe sucht noch aktive Unterstützer für die Zeit der Berlinale (Februar 2009). Mehr dazu findet Ihr hier.
Unsere kleine Welt - der Klimafilm

Ein Ehepaar in seinem Schrebergarten beginnt zu philosophieren: woher kommen eigentlich die ganzen Dinge um uns herum? Ausgehend vom elektrischen Hähnchengrill verfolgen wir mit ihnen die verschiedenen Produktions- und Wirkungsketten von alltäglichen Produkten zurück.
Der vierminütige Film Unsere kleine Welt verdeutlicht auf rasante und ironische Art den hohen Vernetzungsgrad unserer Welt sowie unsere Rolle darin. Auf unterhaltsame, undogmatische Weise regt er an, Möglichkeiten für nachhaltiges Handeln zu suchen.
Der Clip entstand an der Hochschule Augsburg im Rahmen eines studentischen Projekts zum Themengebiet Ökologie und Klimawandel: www.hs-augsburg.de/klima
"Unsere kleine Welt - der Klimafilm" steht Ihnen im Rahmen einer CreativeCommons-Lizenz zur freien, nicht-kommerziellen Verfügung. Wir begrüßen jedwede Verwendung und Verbreitung auf einer Ihrer Veranstaltungen, Webseiten, Blogs etc.
Sie können den Film in hoher Qualität, eine englische Untertiteldatei und Presseinformationen von unserer Homepage frei herunterladen. Gegen Erstattung der Unkosten senden wir Ihnen auch gerne eine Video-DVD zu (abspielbar in gewöhnlichen DVD-Playern.)
Eine englische Vertonung folgt demnächst.
The Take - Die Übernahme

Yes Men: der DowChemical-Fake auf BBC

The Yes Men schaffen mal wieder einen großen Fake
On November 29, an email comes in to DowEthics.com: BBC World Television wants a Dow representative to discuss the company's position on the 1984 Bhopal tragedy on this, its 20th anniversary.
HOME - Die Dokumentation zu "Die Erde von oben"

Mit dem Dokumentarfilm “HOME” haben der Fotografe Yann Arthus-Bertrand und Luc Besson als Produzent ein Werk geschaffen, das zum einen die Schönheit unseres Planeten zeigt, zum anderen aber auch mit beeindruckenden Bildern davor warnt, welchen negativen Einfluss wir Menschen auf das sensible Ökosystem haben. Jetzt gibts den HOME Dokumentarfilm kostenfrei auf Youtube zu sehen! (http://www.ppr.com/)
Plastic Planet
Kunststoffe können bis zu 500 Jahre in Böden und Gewässern überdauern und mit ihren unbekannten Zusatzstoffen unser Hormonsystem schädigen. Wussten Sie, dass Sie Plastik im Blut haben?
Regisseur Werner Boote zeigt in seinem investigativen Kinodokumentarfilm, dass Plastik zu einer globalen Bedrohung geworden ist. Er stellt Fragen, die uns alle angehen: Warum ändern wir unser Konsumverhalten nicht? Warum reagiert die Industrie nicht auf die Gefahren? Wer ist verantwortlich für die Müllberge in Wüsten und Meeren? Wer gewinnt dabei? Und wer verliert?
Hello Africa
Abstract: Hello Africa is the title of a documentary that illustrates cellphone culture in Africa. It shows images of contemporary Africa with focus on people's lifestyles, popular culture, habits, activities and opinions in the context of mobile technology usage. The movie portraits individuals from all society: teachers, athletes, vendors, watchmen, musicians and many more. They all have in common that they are connected and have unique stories to tell. Contrasts, strong visuals and a cool soundtrack presents this theme and, in a broader sense, aims to raise the awareness of the ICT4D (Information and Communication Technology for Development) movement.
Website: http://wiki.ict4d.at/Hello_Africa
Dokumentarfilme der Nachhaltigkeits-Radtour
Die Nachhaltigkeits-Radtour des studentischen Vereins "Ideen erfahren" hat 15 Tage lang täglich besondere Orte und Menschen besucht, um Zukunftsideen zu erleben. Zu jeden Tag gibt es einen kurzen Clip, welcher aus Sicht eines der jugendlichen Teilnehmer präsentiert wird. http://i-ev.de/pages/projekte/radtour-ideen-erfahren.php Alle Filme gibt es hier. Zum Beispiel Tag 4: Nachhaltige Entwicklung konkret - zwei Vorträge an der http://www.ecosign.net Ecosign Hochschule in Köln. Tadeu Caldas hat Biobaumwolle mitentwickelt und sie bei großen Einzelhändlern eingeführt, Prof. Franz-Josef Radermacher setzt sich für eine http://www.globalmarshallplan.org globale ökosoziale Marktwirtschaft ein.
Climate Refugees - Klimaflüchtlinge

Mit europäischen Augen gesehen macht der Film zudem sehr schön deutlich, wo die Klimadebatte derzeit in den USA steht. Denn während vieler Orts immer noch darüber diskutiert wird, ob es den Klimawandel tatsächlich gibt, flüchten andere schon vor den Folgen (New Orleans – Hurricane Kathrina). Der Film ist nicht zuletzt ein eindringlicher Aufruf an das Land des Filmautors, endlich aufzuhören zu diskutieren und anzufangen zu handeln – und zwar so viel wie jeder und jede es leisten kann. Das macht anlässlich der aktuellen republikanischen Wahlkampf-Debatten zur angeblichen "klimawandel-Lüge" erst recht wieder Sinn!
Ein sehr interessanter Film von Avi Lewis und Naomi Klein ("No Logo")
Er handelt von der Übernahme einer bankrotten Fabrik in Argentinien durch die Arbeiter, die die Produktion wieder aufnehmen. Es geht auch allgemein um die Bewegung der Fabriksbesetzungen in Argentinien, der zurzeit mehr als 200 Fabriken und über 15.000 Arbeiter angehören.
http://www.thetake.org/